Erkenntnisse

Da gibt es im Internet immer wieder so Tests. Verschiedener Art. Unter anderem auch psychologisches. Generell bin ich damit schon sehr vorsichtig und sehe das Ganze mit dem gewissen Abstand der Vernunft.

Durch mein derzeitiges Seminar habe ich heute das erste Mal etwas von sogenannten inneren Antreibern gehört. Innere Antreiber sind unsere Motivatoren. Das sind Botschaften aus der Kindheit und haben etwas mit elterlichen Forderungen in Form von Ermahnungen zu tun. Dazu zählt ebenfalls das beispielhafte Tun der Eltern, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Es kann auch Trigger genannt werden und kommt halt darauf an, ob damit positive oder negative Erfahrungen verbunden sind. Das Unterbewusstsein behält sehr Vieles was im Bewusstsein häufig gar nicht so wahrgenommen wird. In Stresssituationen kann das mitunter zu einem Eklat führen. Es kann, muss jedoch nicht. Es liegt schlichtweg daran, wie heftig diese Erfahrung eben war.

Nachdem ich heute davon hörte und mehr darüber wissen wollte, befragte ich Google danach und fand einen Test, den ich dann gemacht habe. Ich wollte ja wissen, wo ich da so einsortiert werde. Der Test verriet mir dann, dass ich ein „fürsorglicher Realist“ bin. Fürs Erste klingt das doch recht positiv.

Der gutmütige Realist ist ein warmherziger und hilfsbereiter Mensch. Er erledigt seine Aufgaben gewissenhaft und verfügt über ein ausgeprägtes organisatorisches Talent. Oft sieht er sich traditionellen Werten verpflichtet. Insbesondere die Familie ist für den gutmütigen Realisten von hohem Stellenwert. Seine größte Freude ist es, sich nützlich zu machen und für andere Menschen zu sorgen. Allerdings mag er es nicht, sich dabei in den Vordergrund zu spielen; er erledigt seine Aufgaben lieber außerhalb des Rampenlichts. Der gutmütige Realist ist ein echtes Arbeitstier; er ist sehr zuverlässig und keine Mühe ist ihm zu viel, wenn es darum geht, ein Projekt zu Ende zu bringen. Gründlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Pflichtbewusstsein sind seine größten Stärken. Bewährtes und Vertrautes sind ihm lieber als Neues und Unbekanntes. Dein Typus gehört zu den introvertierten Realisten. Du liebst es daher nicht, wenn um dich herum allzu viel Trubel herrscht und du dich nicht intensiv und konzentriert deinen Aufgaben widmen kannst. Du kannst sehr gut alleine arbeiten und schätzt es gar nicht, wenn du immer unterbrochen oder gestört wirst, wenn du dich gerade in eine Sache vertieft hast. Dennoch machen dich deine Harmoniebedürftigkeit und dein Anpassungsvermögen zu einem guten Teamarbeiter, wenn es sich so ergibt. Du bist also relativ flexibel bei der Auswahl deines Arbeitsumfeldes und kannst jeweils neu entscheiden, welches Setting du gerade mehr bevorzugst. Wichtig ist für dich allerdings, dass du das Gefühl hast, in deinem Beruf etwas für andere Menschen tun zu können. Gutmütige Realisten sind sehr fürsorgliche Personen und lieben es, sich um andere zu kümmern. Hier fällt es dir – trotz deines introvertierten Anteils – besonders leicht, dich in andere hineinzuversetzen und ihre Bedürfnisse zu erspüren. Dabei hilft dir deine „fühlende“ Seite sehr. Am wohlsten fühlst du dich dabei in einer Eins-zu-eins-Situation; vor größeren Gruppen Reden zu schwingen liegt dir dagegen weniger. Achte auf jeden Fall bei der Auswahl deines Berufsumfeldes außerdem darauf, dass du dich mit Menschen umgibst, die deine persönlichen Ideale und Überzeugungen teilen und bei denen damit zu rechnen ist, dass ihr diesbezüglich Hand in Hand und nicht gegeneinander arbeiten werdet. Auch zu viele Sachzwänge, die dich hinsichtlich deines Drangs, andere zu unterstützen und zu umsorgen einschränken, machen dich unglücklich. Für dich ist es wichtig, im Regelfall mit klaren und strukturierten Arbeitsabläufen rechnen zu können. Du willst Zeit haben, dich in Ruhe auf neue Anforderungen vorzubereiten, dir eventuell neue Kompetenzen anzueignen und eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen, denn du gehörst zu den „praktisch-planenden“ Typen. Routinearbeiten sind dir weniger zuwider als vielen anderen Persönlichkeitstypen; in gewissem Umfang beschäftigst du dich ganz gerne mit ihnen. Selbstverständlich sollte trotzdem einiges an Abwechslung in deinem Arbeitsalltag gewährleistet sein, aber mit drei Bällen gleichzeitig zu jonglieren ist nichts, was du gerne tust, denn du hast das Gefühl, dass du dann nicht mehr sorgfältig genug vorgehen kannst.

Und ja… Ich finde mich da tatsächlich wieder. Den Passus, dass ich unangenehm werden kann, wenn ich gerade in etwas vertieft bin, können meine Kinder ganz sicher bestätigen. Und dass ich keine Reden in größeren Gruppen schwingen mag / kann, das beweise ich gerade in meinem Seminar.

Ja, momentan lerne ich wieder einmal sehr viel über mich und bin überzeugt, dass ich das auch in mein Leben auf die eine oder andere Weise integrieren kann. Bewegung im Geist und im Tun ist immens wichtig. In dem Moment, in dem ich aufhöre etwas zu tun, liege ich sicher bewegungslos und werde von Würmern „aufgefressen“. (Schwarzer Humor am Rande 😉 )

©UMW


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