Nahtod

 

Wie ist das, wenn man dem Tod schon ins Auge geschaut hat? Das Leben noch einmal an einem vorbei zieht und man der Meinung ist, dass es zum Sterben zu früh sei. Gerade wenn man Kinder hat und das Gefühl, dass die Nachkommen einen noch brauchen, will man sich dem Tod kaum ergeben. Die Kinder sind somit wohl der stärkste Magnet im Diesseits, die einen hier halten können.

Warum wollte die Seele sich verabschieden? Was war der Knockout? Wir haben die Möglichkeit uns die Zeit vor der Nahtod-Erfahrung anzusehen und das weitere Leben besser zu machen.

Ich kenne viele Menschen, die ungern oder gar nicht über den Tod sprechen wollen. Für mich gehört der Tod zum Leben. Meiner Meinung nach lebt ein Mensch bewusster, der um die Erkenntnis von Leben und Tod weiß.

Das Leben ist schön in seiner bunten Vielfalt und wir dürfen es genießen! Und der Tod? Den stelle ich mir vor, wie in der alten Verfilmung „Der Brandner Kasper“ (von 1949)

©UMW


6 Gedanken zu “Nahtod

  1. Mich tröstet Astrid Lindgrens „Brüder Löwenherz“. Immer wenn jemand aus meinem näheren Umfeld gestorben ist, denke ich an diese Geschichte. Ich stelle es mir gerne vor, dass irgend etwas weitergeht. Auch wenn es nur Geschichten sind. Aber, wer weiß….
    Jetzt, wo ich über 60 bin, kann ich gelassener an den Tod denken und ihn in mein Leben einbeziehen. Und ja, ich genieße das Leben jetzt viel intensiver als früher. Liebe Grüße! Regine

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      1. Ja, mir geht es so. Zwangsläufig. Die Lebenszeit ist nicht unendlich, wie ich es früher gedacht und gefühlt habe. Man kann den Tod ignorieren und immer größere Ängste entwickeln oder man kann sich damit auseinandersetzen. Natürlich weiß ich nicht, was in mir vorgehen wird, wenn es dann wirklich soweit ist. Ich kann auch nicht sagen, dass mich der Gedanke an mein Sterben fröhlich stimmt. Aber ich weiß es jetzt mehr zu schätzen, dass ich lebe….

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  2. Meine geliebte wilde Irre sagte zu mir: „Weißt du, Traumfrau, zu sterben ist eigentlich gar nicht so schlimm. Du musst nur aufhören, dir Gedanken zu machen, was du hier vielleicht alles verpassen wirst. Das macht dich nur traurig. Aber ich glaube, sonst ist es da drüben ganz okay.“
    Es waren die letzten Worte, die ich von ihr hörte.
    Eine Woche später musste ich eine Schaufel Sand auf ihren Sarg poltern lassen.
    Es ist nach wie vor absolut unwirklich und nicht zu begreifen.
    Aber ich habe durch sie gelernt, anders mit dem Tod umzugehen. Sie ist nicht weg. Sie ist immer bei mir. Wir lachen zusammen. Auf einer Ebene, die ich nicht beschreiben kann.
    Niemand sollte so früh sterben wie sie. Aber dennoch ist der Tod etwas absolut selbstverständliches. Ich habe keine Angst vor ihm.
    Durch meine Mutter habe ich aber gelernt, dass der Weg dorthin unendlich beschwerlich und grausam sein kann. Davor habe ich enormen Respekt. Keine Angst, denn die würde sich unweigerlich auf mein Leben auswirken.
    Und wir wissen schließlich alle nicht, wann es für uns soweit sein wird „auf die andere Seite“ hinüberzugehen…

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    1. Da hast du Recht meine Liebe. Wie und was wissen wir nicht. Angst haben ist unnötig. Klar, wenn man mitbekommen hat, wie schwer sich Jemand getan hat auf dem Weg ins Jenseits, kann es prägen. Da stellt sich mir jedoch die Frage, ob die Seele nur nicht loslassen wollte.
      Meine Tante hatte einen schönen Tod: Sie ist in den Armen meines Onkels gestorben (Herzinfarkt). Das würde ich für mich auch wünschen, wäre nur gegenüber den Partner vielleicht etwas egoistisch…
      Wie auch immer, wir dürfen es annehmen so wie es kommt.

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