Ostara

Nur noch eine Woche bis Ostern. Da möchte ich mich eben mit der Bedeutung von diesem Fest auseinander setzen.

Der Begriff Ostern entstammt den Bezeichnungen Ostara, Osten oder Eostre. Im Angelsächsischen bedeutet Ostern Göttin der Morgenröte. Das war gleichzusetzen mit der Auferstehung, der Fruchtbarkeit und dem Ackerbau. Ursprünglich wurde Ostara zu Ehren zur Tag- und Nachtgleiche gefeiert. Die Menschen begrüßten es, dass die Tage wieder länger wurden und der Frühling den Winter vertrieb.

Für dieses „Frühlingsfest“ gab und gibt es verschiedene Bräuche:

  • Den Schwerttanz als Symbol für Sonnengott, der die Wintermächte besiegt
  • Eier wurden als Opfergaben vergraben und verschenkt
  • Ostern gilt aus theologischer Sicht als das wichtigste Christenfest in Erinnerung an die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus.
  • Die christlichen Lehren besagen, dass sich die Frauen am Grab Jesu nach Osten wandten, in Richtung der Morgenröte. Sie glaubten, dass Jesus von Osten kommt, wenn er auf die Erde zurückkehrt. Nach Ansicht von Ostaras Befürwortern erinnern Ostern und andere Frühjahrsfeste bis heute an die Göttin.

Obwohl Ostern von der christlichen Kirche eingenommen und die Symbolik der Erneuerung mit der Wiedergeburt Christi verbunden wurde, sind viele Rituale und auch der Name immer noch Zeuge des heidnisch-germanischen Erbes.

Dank religiös-kulturellen Strömungen wird die Frühlings-Tagundnachtgleiche von Neuheiden als das Ostara-Fest gefeiert. Auch in der Wicca-Religion feiert man vom 20.-23. März das Frühlingsfest Ostara. Es ist eines der acht Hexenfeste im Jahreskreis und kennzeichnet die Zeit des Neubeginns. In der Wicca-Religion bedeutet die Tagundnachtgleiche, dass das Licht nun die Dunkelheit ablöst, und die Göttin Ostara erwacht, damit sie Fruchtbarkeit über die Erde bringt.

Obwohl wir in unserer Zeit immer über frisches Essen verfügen und im Winter ein warmes Heim haben und die Dunkelheit mit elektrischem Licht verdrängen können, ist der Frühling noch immer ein Symbol des Lebens und des Neubeginns. Das wieder erwachte Licht wirkt sich positiv auf unsere Seele und unseren Körper aus, erfüllt uns mit Energie, guter Laune und Optimismus. Egal, wie wir heutzutage das Fest der Frühlingsgöttin Ostara benennen, wir sollten in dieser Zeit das Leben und die Natur zelebrieren, den Winter zurücklassen und den Frühling mit einem Lächeln willkommen heißen.

Die Göttin Ostara bringt neue Lebensenergie nach den finsteren Wintermonaten Ostaras Kräfte führen zu einer Wende. Es findet Wachstum, Erneuerung und Leben statt. Erwacht der Frühling, können wir die kraftvollen Energien spüren und für uns nutzen.

Auch heute noch weisen einige Symbole auf die Verbindung zur Göttin der Morgenröte hin. Ostereier stellen die Fruchtbarkeit dar. Der Osterhase ist das Sinnbild für Fruchtbarkeit, der stellvertretend für die Götter, das Ei als Symbol für das neu entstehen versteckt. Hier haben die Farben folgende Bedeutung: Blaues Ei ist Hel geweiht und bringt Unglück, wogegen ein Rotes Ei Thor geweiht ist und drei Tage Glück bringt und das Gelbe Ei ist Ostara geweiht.

Die Osterfeuer symbolisieren mit ihrem Licht und ihrer Wärme die wieder erstarkende Sonne nach der langen und dunklen Winterzeit. Entsprechend ausgelassen werden diese Feierlichkeiten mit reichlich Alkohol begangen.
Der Osterhase war Begleiter der Frühlingsgöttin Ostara und Fackelträger der Erdgöttin Holda. Der vermehrungsfreudige Hase verkörpert besonders Fruchtbarkeit und die Lust am Leben. Etwa seit dem 16. / 17. Jahrhundert ist der Osterhase auch mit dem christlichen Osterfest verbunden.

Während das christliche Osterfest die Auferstehung Jesu ins Zentrum stellt, geht es beim Ostara Fest um die Auferstehung der Natur. Die Feldweihe ist ein Ritual, dass viele Bauern auch jetzt noch zelebrieren. Diese Weihe findet immer zu Ostara statt. Die Landwirte begeben sich auf die Felder und verstreuen an den vier Ecken Pfefferminze, Weidenbaum-Äste, Kräuter und Schlüsselblumen. Sie stecken eine Kerze in den Erdboden und bitten um Schutz für die Ernte und gutes Wetter.

©UMW

 


2 Gedanken zu “Ostara

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