Mann / Frau – Umbruchszeiten

Durch die Emanzipation in der vorangegangen Generation haben heute viele Menschen zu kämpfen. In meinen Augen fängt es ja schon einmal damit an, dass sich Mensch erst einmal identifizieren darf – frei nach dem Motto: Wer bin ich? Was will ich?

Häufig wird vergessen, dass eine Emanzipation die Gleichstellung der Frau bedeutet. Gleichstellung heißt für mich „Auf Augenhöhe“ und gleich behandelt zu sein. Jeder will es, nur wenige können es. Ja, das ist leider so!

Ein Mann möchte als Mann gesehen werden. Ich glaube das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach und wird gerne vergessen. Die Männer haben sich ja ebenfalls emanzipiert, emanzipieren müssen. Zumindest ein Teil, weil es ihnen so „eingebleut“ wurde. Was habe ich hier schon beobachtet und mich gefragt, wo dabei der Sinn ist. Gleichberechtigung hin oder her… Frauen bekommen Kinder und bleiben in den meisten Fällen zu Hause (Dann greift hier eben die altbackene und klassische Aufgabenteilung). Völlig in Ordnung ist auch, wenn Frau und Mann sich diese Zeit teilen. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass Frauen zu Hause bleiben und den arbeitenden Partner in der Nacht das Kind versorgen lassen. Auf die Idee wäre ich niemals gekommen. Ein Mensch, der arbeitet braucht seine Ruhephase um auch leistungsfähig zu sein. Viele Männer lassen sich hier aber einspannen, kotzen sich dann aber bei Freunden aus anstatt mit ihrer Partnerin Tacheles zu reden.

Dagegen finde ich es völlig normal, wenn beide arbeitenden Partner sich die Aufgaben im Haushalt teilen. Jeder hat hier Dinge, die er gern oder weniger gern tut. Solange es da einigermaßen gerecht zugeht ist es gut. 100 % erreichen wir nirgends.

Viele Frauen sehen sich im Wettstreit mit dem anderen Geschlecht und möchten besser sein. Das kann natürlich nur zu Reibungen führen. Ganz ehrlich: Im Geschäftsleben habe ich kein Problem damit. ABER: Es ist dennoch wichtig, dass Frau ihre ureigenen Stärken einsetzt und nicht das, was sie sich in vielen Weiterbildungen antrainiert hat, weil es ihr so beigebracht wurde.  Harte Fakten dürfen wir gerne im Backround haben und unterbewusst damit agieren. Bewusstes einsetzen von hinhören, nachfragen, Anteilnahme etc. bringt uns in den meisten Fällen doch viel weiter. Das sind zum Fachwissen unsere Stärken.

Ich als Frau möchte auch Frau sein dürfen. Und das gerade im privaten Umfeld. Für mich gehört es noch dazu, dass Mann mich umwirbt und sein Interesse zeigt. Für Spielereien und Täuschungen habe ich da gar nichts übrig. Dazu bin ich zu klar, zu direkt. Natürlich zeige auch ich mein Interesse, ganz unverblümt. Auch das hat für mich etwas mit Emanzipation zu tun. Es bleibt nur die Frage: Wie viele Männer können damit tatsächlich umgehen?

©UMW

 


3 Gedanken zu “Mann / Frau – Umbruchszeiten

    1. Ui… Danke lieber Lu 😊
      Welch ein Glück für deine Partnerin. Das freut mich. Es gibt ja einige wenige Exemplare, die das wollen und können.
      Herzliche Grüße aus dem trüben München von Ulrike

      Gefällt 1 Person

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