Betrügerei

Seit mehreren Wochen habe ich mein Motorrad inseriert. Sowohl in mobile.de und den Ebay Kleinanzeigen läuft das Angebot.

Gestern bekam ich eine SMS mit der Frage, ob das Fahrzeug noch zum Verkauf stehen würde und der Bitte, per eMail zu antworten. Ich dachte mir nichts dabei und habe eine meiner Fake Mailadressen verwendet. In den ersten Mails war die Frage nach dem Zustand des Fahrzeuges und dass er es nach Schweden holen wolle. Den letzten TÜV-Bericht und Rechnung von der Werkstatt habe ich nach zwei bis drei Mails eingescannt, ebenso den Fahrzeugbrief und einen Kaufvertrag. Dabei ging es mir darum, zu beweisen, dass tatsächlich ein Fahrzeug da ist. Schlussendlich teilte mir der schreibende Mensch mit, dass er kaufen möchte. Die Bezahlung wollte er über PayPal vornehmen. Für mich war das in Ordnung.

Heute am Morgen bekam ich tatsächlich eine Mail von PayPal mit einem Zahlungseingang. Ich freute mich. Schrieb dem Mann, er möge mir noch den unterschriebenen Kaufvertrag zusenden. Daraufhin erhielt ich nochmals eine Mail, dass er Geld für den Transport angewiesen hätte und ich dieses dem Transportunternehmen über Western Union anweisen solle und der Hinweis, dass der Papierkram vom Transporteur erledigt wird. Außerdem war eine Kopie des Reisepasses angehängt.

Tatsächlich kam eine PayPal Nachricht mit dem Hinweis auf den Zahlungseingang des Transportbetrag.

Ab hier kam mir alles komisch vor. Der Transporteur sollte aus Georgien sein??? Motorrad nach Schweden? Das passte für mich gar nicht zusammen.

Erst jetzt loggte ich mich auf meinem PayPal Konto ein. Keine Einzahlung! PayPal schickt eine Mail erst, wenn ein Geldeingang verzeichnet ist. Somit suchte ich Antworten und habe schlussendlich die angebliche PayPal-Mail an spoof@paypal.com geschickt.

Danach habe ich etwas gegoogelt und bin zu diesem Thema auch fündig geworden. Diese Betrugsmasche gibt es seit dem vergangenen Jahr. Erst wurden nur Käufer betrogen, inzwischen geht es auch an Verkäufer.

©by UMW


7 Gedanken zu “Betrügerei

  1. Beim Bezahlen mit Paypal gilt ein uneingeschränktes Rückgaberecht des Käufers, stehe was wolle im Kaufvertrag. Wenn der Käufer es darauf anlegt, eine Zeit lang Dein Motorrad zu nutzen, kann er über den Käuferschutz alles ohne Probleme rückabwickeln, auch nach einigen Wochen. Das würde ich als Verkäufer immer bedenken bei der Zahlmethode PayPal. Habe es selbst erlebt und nutze seitdem kein Paypal mehr. lg

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      1. Mein Großvater sagte immer sehr poetisch: „Traue niemandem! Nicht mal deinem eigenen Arsch, denn auch der scheißt dich an.“
        (Ich entschuldige mich für die Wortwahl, aber treffender kann man es nicht sagen 😉 )

        Gefällt 1 Person

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