Tatendrang

Es war eine dieser schlaflosen Nächte, die der Mensch in Bewegung verbringt. Herumtigern durch die Wohnung. Ein Schluck eines gekühlten Getränkes. Der Blick zum Fenster…

Irgendwann war Maria doch eingeschlafen. Das Klingeln des Weckers erinnerte sie morgens, dass sie eine Verabredung hatte. Oh Gott! Dachte sie sich. Drei Stunden Schlaf und nun das!

Die Kaffeemaschine wurde eingeschalten. Maria sprang schnell unter die Dusche. Ein kalter Strahl katapultierte sie unter die Lebenden, der Kaffee sorgte für den Rest. Sie schnappte sich ihren Rucksack und lief zum Auto.

Pünktlich stand sie vor dem Haus ihrer Freundin Ria. Entgegen ihrer Gewohnheit stand diese sogar schon auf der Strasse und wartete. Schnell wurde ihr Rucksack in den Kofferraum verladen und los ging es.

Sonntag Morgens um 7.30 Uhr war der Verkehr noch ruhig, sogar trotz des Ferienbeginns. Sie kamen nach einer guten Stunde in Garmisch an, suchten den Parkplatz beim hiesigen Tierheim, der ihr Startplatz sein sollte.

Dort angekommen zog Maria ihre Bergstiefel an und Ria frühstückte noch ihr Müsli. Beide suchten den Startpunkt, konnten jedoch keinen Hinweis finden. Es stand nur, dass hier ein Truppenübungsplatz sei und die Begehung auf eigene Gefahr (der Standortälteste übernimmt keinerlei Haftung!). Eine Einheimische sah den suchenden Blick und wies den beiden Frauen die Richtung. Beide dankten und los ging es.

Der Weg zog sich erst einmal gerade hin. Ein Hinweis lies sie nach einer Weile einen leichten Anstieg hinauf laufen. Es war ein wunderbarer Waldweg mit nur einer leichten Steigung. Bei den angesagten 30 Grad war es so ganz angenehm. So ging es fast zwei Stunden bergan, bis die beiden die Stepbergalm erreichten. Zeit für eine Buttermilch. Lecker! Nach einer kurzen Pause ging es weiter.

Das Ziel war der Ziegspitz. Die Wirtin zeigte die korrekte Richtung und meinte, dass sie in einer guten Stunde dort wären. Landschaftlich war es ein Traum durch Kuhweiden zu laufen. 100_0969Dann kam der Anstieg. An Latschenkiefern entlang führte ein steiniger Weg. Was heißt steinig am Berg? Der Berg ist einzig und allein „Fels und Stein“. Durch Geröll durften die Frauen wandern. Glücklicherweise hatten sie ihre Wanderstöcke, die etwas mehr Einhalt geboten. Auf diesem Weg lief dann der Schweiß. Die Sonne brannte herunter während sie sich da hinauf quälten. WhatsApp Image 2018-07-29 at 20.57.23 (1)Und tatsächlich hatten sie es in einer knappen Stunde geschafft. Das Gipfelkreuz am „Hohen Ziegspitz, 1859m“ erreicht. Ein Ausblick auf die Zugspitze und umliegende Berge entschädigte für die Plackerei. WhatsApp Image 2018-07-29 at 18.54.57 (3)Eine Weile genossen Maria und Ria den Ausblick auf die Bergriesen und den Eibsee, bevor es zum Abstieg ging.

Und der hatte es in sich. Das Geröll gab immer wieder unter den Füßen nach. Selbst die Stöcke waren nicht immer hilfreich. Dafür boten die Latschenkiefern eine Möglichkeit sich einzuhalten. Für Maria war der Abstieg schlimmer als der Aufstieg.

Nach einer Weile konnten sich die Frauen bei Weißbier, Kasspressknödel und Kaiserschmarrn stärken und ausruhen bevor es zum Abstieg zum Fahrzeug ging.

Es war wieder einmal eine geniale Genusstour.

©by UMW


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