Wohnen in München

Es ist ganz sicher nichts Neues, wenn ich dieses Thema für heute aufgreife. Jeder weiß, dass wohnen in München teuer ist. In meiner Wohnung bin ich nun seit fast siebenundzwanzig Jahre – ich habe es ausgeschrieben, weil es wirklich monumental ist und so klingen soll. In dieser Wohnung habe ich meine Kinder aufgezogen und bisher die meiste Zeit meines Lebens verbracht. Die Wohnungsgesellschaft hat, seit dem ich hier wohnhaft bin, immer einen Bestand an Sozialwohnungen und an freifinanzierten Wohnungen.

Nachdem nun meine Kinder inzwischen ihre eigene Wohnstatt haben, sind mir diese 80 qm zu groß, also ein Zimmer zu viel. Für mich alleine wären 1,5 bis 2 Zimmer und 50 qm völlig ausreichend. Das Problem aber ist, dass die Wohnungsgesellschaft auch die freifinanzierten Wohnungen nur noch an Leute mit Berechtigungsschein abgeben darf. Irgendwie verstehe ich das ja. Auf der anderen Seite sehe ich momentan nur, dass ich hier keine Chance habe. Es besteht keine Dringlichkeit, da ich eine Wohnung habe. Auch das ist eine Krux.

Dass diese Wohnung zu groß ist, wird nicht gesehen. Ein Tausch kann nicht stattfinden. Außer vielleicht – unter der Hand – mit einer Familie, die in einer zu kleinen Wohnung lebt. Es gibt sicherlich einige Personen, die es so machen und die Wohnungsgesellschaft weiß das auch und akzeptiert das (noch). Ich bliebe Hauptmieter in der jetzigen Wohnung und wäre ggf. Untermieter in der anderen Wohnung. Ganz ehrlich: Das ist doch alles hirnrissig! Das  zieht alles einen riesigen Rattenschwanz mit sich.  Nehmen wir an, der Untermieter meiner Wohnung braucht soziale Unterstützung und beantragt diese. Muss ich das Ganze weiter ausführen? Ich glaube kaum! Denn wer hier etwas weiter denkt, sieht unter Umständen, dass ich aus der untervermieteten Wohnung fliege und evtl. auch aus der Wohnung, in der ich als Untermieter wohne. Deshalb lasse ich mich auf so einen Deal nicht ein.

Ich will dennoch eine bezahlbare Wohnung und bin bereit für die reduzierten Quadratmeter denselben Preis zu zahlen, den ich derzeit für meine Wohnung zahle. Aber ganz sicher nicht mehr! Und solange ich keine dementsprechende Wohnung gefunden habe, vermiete ich dieses „überschüssige“ Zimmer an einen Untermieter. Künftig nur noch zweimonatige Kurzzeit-Mitmieter. Ab September suche ich hierfür wieder, jedoch einen Wochenendheimfahrer.

©by UMW


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