Auf dem Weg zum Minimalismus

Wo fängt Minimalismus an und wo hört er auf? Wie viel braucht der Mensch tatsächlich und ab wieviel Gegenständen ist es nur noch „Spinnerei“? Das sind Fragen, die mich beschäftigen.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, ist ein minimalistisches Leben absolut ungeeignet. Außer vielleicht,…. Es sei denn, es wird insgesamt umgedacht. Die Grundwerte gewinnen wieder an Bedeutung und wir alle besinnen uns darauf, uns selbst etwas Gutes zu tun. Unserem Körper und unserem Geist.

Für mich ist es so, dass ich nur sehr wenig behalten möchte. Genau genommen gehe ich von zwei großen Reisetaschen aus. Da möchte ich alles unterbringen, was mich die nächsten Monate und Jahre begleiten soll. Ich bin überzeugt, dass viele Dinge davon an Bedeutung verlieren und unterwegs sicherlich entsorgt werden. Was dafür Neues in mein Leben kommen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwierig zu sagen.

Vorerst heißt es sich erst einmal von Möbeln, Kleidung, Büchern und vielem Krimskrams, der sich über die Jahre angesammelt hat, zu trennen. Das fällt schwer. Vor allem darf ich mich von dem Gedanken verabschieden, dass ich den ideellen Gegenwert dafür bekomme. Deshalb verschenke ich Dinge bewusst an Menschen, von denen ich weiß, dass ich ihnen damit eine Freude machen kann. Vieles soll den Besitzer über einen der vielen Kleinanzeigenmärkte wechseln. Ein privater Wohnungsflohmarkt wird ebenfalls geplant. Und was am Ende noch übrig bleibt… Dafür gibt es eine Halle am Wertstoffhof. Zur Abgabe an Bedürftige.

Für mich bedeutet es mehr Freiheit und Unabhängigkeit.

Über eure Meinung und Gedanken dazu freue ich mich. In diesem Sinne einen entspannten 1. Mai.

©by UMW


8 Gedanken zu “Auf dem Weg zum Minimalismus

  1. Warum hast du dich dazu entschieden? Was treibt dich an? Das würde mich noch interessieren 🙂

    Ich selbst möchte mich zwar nicht von Möbeln und schon garnicht von meinen Büchern trennen, bin dem Minimalismus dennoch sehr zugetan. Schon, weil es keine starren Regeln gibt und es ein befreiendes Gefühl ist.

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    1. Hallo Maria, ab Oktober bin ich auf einem Segelboot unterwegs. Deshalb bin ich mehr oder weniger dazu „gezwungen“. Wobei ich komischerweise schon damit angefangen hatte, bevor ich mich für die Weltmitumsegelung entschieden hatte.
      Generell will ich mich von allem befreien, was belastet und mich an einen Ort bindet 😊

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  2. Tolle Idee. Sowohl der Minimalismus als auch das Segelabenteuer. Davon möchte ich gern mehr hören. Und sehen.
    Bin auch gerade dabei mich von Unnötigem zu trennen, aber das mit den Kleinanzeigen geht mir einfach zu langsam 😕

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    1. Kleinanzeigen sind mühsam. Da braucht es Geduld. Was September noch da ist wird verschenkt und danach zum Sperrmüll gebracht. Ich habe ja ein Endedatum…
      Markenkleidung und Bücher kannst du bei momox loswerden. Ist halt weniger Geld, dafür ohne Ärger.

      Liken

  3. Sehr spannend… alles ein wenig von mir, ich finde mich in manchen Dingen wieder. Warum? Nun, früher verschlang ich die Bücher von Mortessier, Einhand-Weltumsegler, weil ich seit ich 4 Wochen alt bin, Segler bin. 😉 Gut, anfangs nicht ganz freiwillig, aber bis ich 19 Jahre alt war durchgehend, ich hatte ein Boot am See liegen, einige Regatten gewonnen, aber ich halte Ehrgeiz für eine Krankheit. Daher lieber Fahrtensegeln. Soviel dazu. Dann kam in den Endachzigern Zen über mich. Was tat ich? Richtig, fast alles verkaufen, verschenken. Minimalistisch war danach mein Leben für 4 Jahre. So leer war meine Wohnung nie wieder. Meine Freunde (von den Eltern ganz zu schweigen) hatten so ihre Probleme damit, unterstützten mich aber.
    Wie es sich änderte? Mit dem Ende des Single-Daseins. Man liebt (oder ist verliebt) einen Menschen und beginnt mit dem Nestbau auf’s Neue. Nicht ausufernd, aber doch mehr, als wirklich nötig. Leben pur. Jetzt, 30 Jahre später, wird wieder langsam abgebaut. Tut gut, gebe ich Dir recht, befreit, denn wie lautet das alte Wort : BESITZ besitzt!
    Liebe Grüße vom Mittelrhein, Olaf

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    1. Danke Olaf für deine Zeilen.
      Für mich ist es das ergreifen einer Möglichkeit etwas von der Welt zu sehen. Familie und so liegt hinter mir. Jetzt ist es am der Zeit etwas für mich und meinen Drang rauskommen zu tun.
      Herzliche Grüße von Ulrike

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  4. Ich wünsche Dir das, was Du Dir erträumst, Ulrike, eine solche Reise bringt einen vielleicht wirklich ein Stück weit zu sich selbst. Man nimmt sich zwar immer selbst mit, aber manches Neue, was auf einen wirkt, bricht alte Krusten auf oder entdeckt Dinge in einem, die man nie für möglich hielt. 😊 lg Olaf

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    1. Das ist richtig Olaf und so lasse ich es auf mich zukommen. Ich bin davon überzeugt, dass kommen wird, was für mein Seelenheil wichtig ist. Und nicht alles wird schön werden. Auch das ist mir bewusst. LG Ulrike

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