Lebenszeit

Ich war immer am eilen

Fand selten Zeiten zum Verweilen

Mein Tatendrang –

Stark und fast unter Zwang.

Inzwischen bin ich in der Lebensmitte,

Gemächlicher sind nun die Schritte.

Mehr Genuss findet sich in meinem Leben

Mit Reisen, Speisen, Berge erklimmen

Hinzu kommt das Meere durchschwimmen.

Bewegung ist mir noch immer wichtig

Für mich ist so ein Leben richtig 😉

©by UMW

Nebelmorgen

Kälte umfängt mich, Kälte ist in mir.

Wo ist die Wärme? Fort ist sie – mit dir.

Nebel kriecht über den Boden,

Kriecht durch den dicksten Loden,

Ergreift mich tief im düstren Morgengrauen

Während hoch oben am Himmel

Die Sterne auf mich herunter schauen.

Ganz hell leuchtet jetzt der Morgenstern,

Winkt mir zu, obwohl so fern

Mit seinem Zwinkern schickt er mir Freude

Die Natur ist mein Zeuge

Sie erwärmt meine Seele

Schickt Töne durch die Kehle

die im kalten Nebel juchzend erfrieren.

©by UMW

Es dröhnt…

Gedanken will ich übertönen

Über Herzschmerz will ich nie mehr klönen!

Herausgerissen hab ich mir diesen Klumpen

Vorbei, vorbei – es kann mich nicht mehr lumpen.

Nun dröhnt ganz laute Rockmusik

von RAMMSTEIN durch meinen hohlen Körper.

Es summt in mir und ist für mich die allerschönste Oper.

©by UMW

Blues

Der Himmel ist seit Tagen bedeckt

Und alles nur noch trüb und Grau

Darunter hat sich Vieles versteckt.

Zäher Nebel hat es dicht umsponnen

Jetzt hat nun doch der Blues gewonnen

Wie alle Jahre im November ist er angerückt

Niemand ist wirklich entzückt.

Es lässt das Sein in Tiefen sinken

In Stille und im „Einsam sein“.

©by UMW

Sternenzauber

imag0241Aufgewacht

In einer Oktobernacht

Es ist frisch und der Himmel klar

Es blinkt und glitzert eine Sternenschar

Meine Gedanken in die Ferne eilen

Um bei Meeresplätschern zu verweilen

Wo Wellenwogen krachend

An Felsen brechen

Freudestrahlend lachend

Genießend Lippen zueinander sprechen

Sternenzauber still gewacht

Während ich an dich gedacht.

©by UMW

 

Nächtens…

Heute bin ich aufgewacht,

Dabei war es noch mitten in der Nacht.

Der Himmel Schwarz

Gar geisterhaft die Stille

Wo blieb da des Körpers Wille

Auf entspannenden Schlaf?

Gezählt hab ich da manches Schaf

Doch ohne Erfolg war ich am zählen

Sollt ich vielleicht etwas anderes wählen?

Der Kopf ist wieder übervoll

An Gedanken, die sich überschlagen.

Sollt ich meine Qual dem Mond vortragen?

Doch hier hat die Faulheit gesiegt,

Weil Orpheus mich im Arme wiegt.

©@UMW