Reinheit

Etwas reineres und weißeres als frischgefallenen Schnee gibt es nirgends. Gerade zurzeit überzieht die Natur alles mit diesem pudrigem Weiß – zumindest hier im Süden von Deutschland. Leise rieselt dieses Etwas vom Himmel, bedeckt die Straßen und die nahen Berge. Die Luft ist klar und es friert in der Nase. Ja, ich mag das. Auch.

Gerne stapfe ich durch die winterliche Landschaft. Gestern wieder war ich mit Kamilla unterwegs. Gestartet mitten in der Stadt und dann Richtung Westen. Kaum lagen die Häuser hinter uns, schon kehrte Ruhe ein. Trotz der Minustemperaturen war es irgendwie warm. Wie immer trug ich mehrere wärmende und atmungsaktive Lagen. So konnte ich die oberen Schichten öffnen und kühle Luft heranlassen. Der Zipper war ja auch schnell wieder geschlossen.

Gerade jetzt sitze ich im warmen Zimmer und schaue nach draußen. Beobachte die tanzenden Flocken und erinnere mich an meine Kinderzeit: Wir waren meist im Rudel von zehn Kindern unterwegs. Entweder wurden Iglus gebaut oder Abwehrwalle für Schneeballschlachten. Am nahen Hang wurde gerodelt und versucht sich auf den Skiern gen Tal zu bewegen. Das war eine Gaudi.

Ich will jetzt keinen Vergleich zur derzeitigen Situation. Dennoch wäre es vielleicht an der Zeit das Kommando an die Kinder zu übergeben 😉

©by UMW

Winterwonderland mit Megamarsch

Es war seit ein paar Tagen ausgemacht. Über eine WhatsApp-Gruppe. Die Idee kam von einer mir fremden Frau. Mit dieser Truppe hatte ich sowieso noch nicht wirklich etwas gemacht. O.k. vereinzelt. Genau genommen mit Zweien. Heute waren es wieder neue Menschen. Ausgemacht war um den Starnberger See herum zu laufen. Insgesamt ist das mit 50 Kilometer angegeben. Wenn die erste Hälfte geschafft ist, bei Umrundung im Uhrzeigersinn, dann besteht eine Zugverbindung zurück in die Stadt. Ab Tutzing dann wieder die S-Bahn. 

Heute morgen beim Blick aus dem Fenster: Es schneit und es liegt bereits einiges an Schnee auf der Strasse. Erst einmal checkte ich die Nachrichten. Vielleicht will ja keiner bei so einem Wetter laufen. Na, da kannte ich die beiden Begleiter schlecht. Keine Nachrichten. Also habe ich alles gepackt und mich warm eingepackt. Schurwolle als erstes, dann warme Hosen, Sportpulli und eine ärmellose Walkjacke (weil die so schön über den Hals geht 🙂 ), dann eine Fliesjacke und darüber eine Steppjacke. Schal noch rum, Mütze auf und Handschuhe gepackt. Im Rucksack eine kleine Brotzeit, Schokoriegel, Nussmischung, Apfel, Tee und Wasser. Los ging es zur S-Bahn. Dort traf ich Andreas. Danny trafen wir in der Mitte der Bahn. Wir haben ihn tatsächlich gefunden und sind zu ihm dazu gestiegen. Ursprünglich sollten wir sechs Personen werden und jeweils in Zweiergruppen laufen. Jetzt waren wir nur Drei.

Am Starnberger See stiegen wir bei nebeligem Wetter aus der Bahn und liefen los. Das Wetter war schon irgendwie gruselig. Dafür waren aber um diese Zeit nur mal die Hundebesitzer unterwegs. Wir stampften zum Teil hintereinander durch den Schnee oder eben in Zweiergruppe und einer hinterher oder voraus. Somit waren wir brav und Bestimmungskonform. Um die Mittagszeit gönnten wir uns im Schutz einer Hütte unsere Brotzeit. Verweilten allerdings nur maximal zehn Minuten. Wir erreichten Seeshaupt. Mir ging es ganz gut. Hin und wieder spürte ich zwar ein Zipperlein da und dann dort, aber es war in Ordnung. Nach weiteren 10 Kilometer wurde mir langsam klar, dass es doch reicht. Durch den Schritt rutschten wir doch immer wieder nach hinten, einmal saß ich tatsächlich auf meinem Hosenboden. Glücklicherweise war nichts passiert. Es kostete schon ziemlich viel Energie, also entschied ich, dass ich ab Tutzing die S-Bahn bemühe. Da bei Andreas die Socken nass waren und die Goretex-Schuhe nicht das Versprochene hielten, fuhren wir drei gemeinsam zurück in die Stadt.

Wie immer dürfen die Bilder nicht fehlen. Dieses Mal viel Nebel und der See. Viel Spaß beim „bewundern“

©by UMW

Weil’s einfach schee is…

Wieder einmal hat es sich für mich spontan ergeben. Ein Anruf und eine halbe Stunde später wurde ich abgeholt für eine Bergwanderung im Schnee. Diesesmal hatte ich meine Grödel dabei und das war gut so. Wir machten 500 Höhenmeter in einer Stunde. Den Abstieg schafften wir in 25 Minuten. Ein schönes Training fanden wir und genossen die heutige Sonne in luftiger Höhe. Der Ostwind blies mitunter etwas unangenehm um die Ohren. Ein Stirnband verhalf zu einem angenehmen Ausgleich. 

Selbstverständlich gibt’s auch heute wieder Bilder 🙂 Genießt und feiert mit mir einen herrlichen Wintertag.

©by UMW

Ab in den Schnee

Wenn das kalte Weiß es schon nicht schafft zu mir in die Stadt zu kommen, dann muss halt ich mich bemühen. So war es dann heute. Zu zweit fuhren wir nach Schliersee, suchten einen Parkplatz und wanderten von dort aus los. Zur Alm, oberhalb des Sees auf etwas über 1000 Meter. Es ist nur ein einfacher Weg, so dass es einige Familien hier ebenfalls hoch getrieben hatte. Den 75minütigen Weg hatten wir in 45 Minuten geschafft. Das hat uns nicht wirklich ausgelastet, also ging es noch etwas weiter. Wir genossen die Wintersonne, einen warmen Tee und stiegen wieder ins Tal ab. Der Weg war heute rund 15 Kilometer, den wir in etwa 2,5 Stunden gewandert sind. 

Selbstverständlich habe ich euch ein paar Bilder mitgebracht 🙂

©by UMW

Winter Wonderland

Bei herrlichem Wetter ist eine Winterwanderung eine wundervolle Möglichkeit den Körper an der eiskalten Luft zu bewegen. Heute ging es von Tutzing zum Deixlfurter See und über die Ilkahöhe zum Starnberger See (Tutzing) zurück. Die Runde betrug etwas über 15 km bei ca. 1 Grad. Wie immer sprechen die Bilder für sich selbst.

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Flucht aus dem Dunst der Stadt

Wieder einmal war es ein frühes Aufstehen. Draußen war es noch dunkel. Doch heute sollte es endlich einmal wieder zum Wandern gehen. Das Wetter in den Alpen war mit Sonne prognostiziert. Also nichts wie raus. Ohne die Öffis und ohne Gesichtswindel. Welch eine Freiheit.

Bei kühlen Temperaturen trafen sich Maria und Xandra an einer U-Bahn-Station. Von dort liefen beide zu dem Stadtauto, mit dem sie in die ländliche Gegend kutschierten. Die Fahrt war zügig, da wenig Verkehr auf den Strassen.

Das Fahrzeug stellten sie innerhalb der Ortschaft Hausham ab. Von da ab liefen die beiden Frauen in Richtung der favorisierten Alm. Der Aufstieg wurde in knapp zwei Stunden bewältigt. Auf ca. 1260 m über NN wurden die beiden von Schnee empfangen. Nicht besonders viel Schnee, aber dennoch. Herrlich! So kommt dann doch ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Mit dem eingepackten Proviant wurden die Reserven aufgefüllt. An die Hüttenmauer gelehnt spürten sie die Wärme der Sonnenstrahlen und genossen das Panorama. Es war unbeschreiblich schön.

Mit fortschreitender Mittagszeit kamen mehr Besucher hier an. Es wurde unruhig. Die Stille der Natur und die Ruhe waren vorbei. Beide Frauen konnten auch nicht mehr sitzen. Die Körper verlangten nach Bewegung. Es war Zeit für den Rückweg. 

Bei der Rückfahrt ging es nach rund zehn Kilometern mitten durch Nebelbänke, die immer wieder von lichten Strecken unterbrochen waren. Die Stadt empfing sie nasskalt mit Hochnebel. Durch Wolkenfetzen war die Sonne zu erahnen. 

Wieder einmal bedauerte Maria, dass sie ihre Wohnung nicht im ländlichen Raum und näher an den Bergen hatte. Doch wer weiß, wohin die Zukunft sie führen wird.

©by UMW

Weißwurstfrühstück am Berg

Schon früh fand die Nacht ein Ende. Zumindest für ein Wochenende. Einen schnellen Kaffee trinken, während die restlichen Sachen in den Rucksack gepackt wurden. Dann ging es bereits los. Erst mit der Trambahn, danach S-Bahn bis zum Ostbahnhof. Hier war der Treffpunkt mit dem Fahrer Tom. Patrick, ein weiterer Mitfahrer kam kurz nach mir am Treffpunkt an. Wir unterhielten uns ein wenig. Als unser Fahrer eintraf, packten wir unsere Rucksäcke in den Kofferraum. Schon wenige Minuten später rollten wir in Richtung Süden. Auf einem Parkplatz im Raum Sylvenstein trafen wir nach einer guten Stunde die beiden Frauen, die separat gefahren waren.

Wir suchten den Aufstieg. Ein kleines gelbes Schild wies uns den Weg zur Hochalm, die wir nach Angaben einer Wanderseite in zwei Wanderstunden erreicht haben sollten. Es ging ganz schön steil bergauf. Viel Fels und Geröll in einem Bachlauf war unser Weg. Teilweise war es vom Regen des Vortages noch rutschig. Nicht umsonst war hierfür Trittsicherheit vorausgesetzt. Nach den ersten fünfundvierzig Minuten wurde der Weg angenehmer. Trotzdem ging es noch immer Bergauf. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir die erste herrliche Aussicht auf das Bergpanorama. Doch es brauchte noch einmal fünfundzwanzig Minuten bis zum Gipfelkreuz.

Früher gab es hier einmal eine Hochalm. Der Namensgeber dieses Platzes. Diese Hochalm ist bis auf ein paar Grundsteine weg. Deshalb ist es gut, sich seine eigene Brotzeit und Getränke einzupacken. Für uns war es, Dank Tom, ein bayrisches Frühstück.

Das Wetter war ein Traum. Ebenso die Rundumsicht. Wir suchten uns einen Platz unterhalb des Gipfels mit Fels und einem geraden Platz, damit der Kocher sicher aufgestellt werden konnte. Wir verteilten uns auf umliegende Felsen – unsere Sessel und Bänke.

Tom packte einen Kocher, Topf, die Weißwürste und Brezen sowie einen Senf aus. Jeder hatte sich ein eigenes Bier mitgebracht. Wir stießen auf unseren zügigen Aufstieg an. Eine halbe Stunde weniger hatten wir gebraucht, als angegeben war. Also 1,5 Stunden statt der veranschlagten 2 Stunden. Darauf waren wir stolz, zumal wir gefühlt nicht wirklich schnell unterwegs waren.

Während das Wasser erhitzt wurde, genossen wir die Sonne und den Ausblick. Es war einfach nur schrecklich schön. Gute zwei Stunden ließen wir unsere Seelen baumeln bevor wir wieder abstiegen.

Ein Abstieg ist nie wirklich schön, da die Knie ordentlich belastet werden. Trotzdem gehört es dazu. Ein wenig jammern darf schon sein. Gesund und munter, und vor allem glücklich über einen wunderschönen Sonnentag in den Bergen, kamen wir bei den Fahrzeugen an. Es ging wieder zurück in die Stadt. Mit einem guten Gefühl und herrlich erholt.

©by UMW