Der Berg ruft…

Wenn er ruft, dann ist das Wetter egal. Regen war angesagt. Morgens gab es Starkregen, der sich bis Nachmittag auflöste. Weiße Wolken bei blauem Himmel. Manchmal etwas mehr grau – in der Ferne. Doch wen interessiert schon die Ferne? Uns weniger. So hatten wir am späten Nachmittag beim Losfahren tatsächlich Sonnenschein.

Mit anderen Autos ging es durch den Feierabendverkehr, über den Ring, in Richtung Salzburger Autobahn. Unterwegs sammelten wir noch Vanessa von einem Park & Ride Platz ein. Mit einer kleinen Verspätung trafen wir am Wanderparkplatz bei Bad Wiessee ein. Die fünf weiteren Mitwanderer standen schon fertig gespornt, wartend, da. Schnell machten wir drei Nachzügler uns fertig – und schon ging es los.

Glücklicherweise ging es erst einmal gemächlich dahin, so dass sich die Muskeln und Sehnen erwärmen konnten.

Die Zeit vertrieben wir uns mit Gesprächen über alles, was uns in den Sinn kam. Stellten so ähnliche Interessen fest. Der Weg wurde steiler, die Gespräche verstummten, fast. Der Aufstieg wurde immer wieder von geraden Wegstrecken aufgelockert, so dass sich der Körper kurz regenerieren konnte.

Dann verdunkelte sich der Himmel. Wir hofften noch, dass die schweren Wolken sich verziehen. Doch der Himmel entschied sich, seine Schleusen zu öffnen. Vorerst war es Sprühregen, der sich auf der erhitzten Haut recht wohltuend anfühlte. Vor uns noch eine halbe Stunde zu laufen. Der Regen wurde stärker. Meine Regenjacke hatte ich zu Hause vergessen. Allerdings laufe ich ungern mit Regenjacke, da ich trotz dieser jedes Mal sehr nass war. Vom Schweiß, da die Klimatisierung entgegen der Beschreibung ohne Funktion ist. Na ja, bin ja auch kein Zuckerstück und Wasser von oben ist herrlich.

Bei Ankunft an der Hütte zeigte sich ein kleines bisschen Sonnenuntergang im Westen und ein Regenbogen auf der nördlichen Seite. Das entschädigt doch für jede Mühe 🙂

Nachdem ich meine durchnässte Kleidung gegen trockene getauscht hatte, begab ich mich zu meinen Mitwanderern in die Wirtsstube. Bei einer deftigen Mahlzeit stärkten wir uns. Den Abstieg bewältigten wir unter einem klaren Sternenhimmel mit einer halben Mondsichel.

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Wallberg im Sonnenuntergang

Der Gesundheit zu Liebe ist Bewegung schon einmal wichtig. Am liebsten natürlich, wenn das Ganze mit einem schönen Ausblick und einem herrlichen Naturschauspiel verbunden ist. Für mich ist es jedes Mal ein Genuss oben anzukommen.

Mit einer Gruppe unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Fitness trafen wir uns auf dem Parkplatz der Wallbergmoosalm. Es waren insgesamt dreizehn Bergbegeisterte.

Nachdem der Organisator mit Verspätung eintraf und es 1,5 Stunden Weg zu bewältigen gab und jeder rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben sein wollte, verlief der Aufstieg sehr flott. Ganz zum Gipfelkreuz bin ich nicht mit. Das letzte Stück wäre zu kraxelig gewesen und den Abstieg wollte ich mir aus Sicherheitsgründen ersparen. Deshalb blieb ich mit einer anderen Frau bei einem Aussichtspunkt an dem Paraglider starteten und wir einen schönen Rundumblick und runter zum Tegernsee hatten.

Bayern und die Berge sind schön. Seht also selbst 😉

©by UMW

Sonnenuntergang am Berg

Über eine Activitygruppe habe ich mich zu einer Feierabendtour angemeldet. Treffen war um 18 Uhr im Münchner Osten. Mit zwei Fahrzeugen ging es Richtung Tegernsee und hier zum Wanderparkplatz für die Neureuth. Wir waren vier Frauen und fünf Männer mit unterschiedlichen Fitnesslevel.

Die Tour ist mit einer Stunde Laufzeit angegeben, denn es geht ganz schön steil bergauf. Insgesamt sind es etwa 400 Höhenmeter, die bis zum Berggasthof bewältigt werden müssen. Die ersten unserer Gruppe waren bereits nach 30 Minuten am Ziel. Ich gehörte zum Schlusslicht und bei mir waren es 35 Minuten. In so kurzer Zeit war ich hier noch nie rauf gelaufen. Darauf war ich stolz.

Meine Belohnung war der Sonnenuntergang. Auf den Bildern kommt er bei weitem nicht so spektakulär herüber wie in real. Ich zeige euch hier die einzelnen Sonnenuntergangsmomente. Entscheidet bitte selbst 😉

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Kofelgipfel in Oberammergau

Unser Kini hat Geburtstag

Am 25.August 1845 wurde er geboren. Unser König. Als ältester Sohn des Kronprinzen Maximilian und der Kronprinzessin Marie. Dieses Jahr wäre sein 175. Geburtstag. Noch immer wird dieser Märchenkönig verehrt.

Zu seinen Ehren finden alljährlich – seit 1888 – in Oberammergau die Ludwig-Feuer statt. Eine Nacht vor seinem Geburtstag.

Wir haben dieses Event zum Anlass genommen, um das Gipfelkreuz am Kofelgipfel zu besuchen und die Aussicht von da oben zu genießen. Glücklicherweise war uns der Wettergott hold und es blieb den ganzen Tag trocken. Die Wolken störten uns nicht. Auch die Temperatur von 17 Grad war genau richtig. Den Schweiß trieb es uns beim Aufstieg schon so ordentlich aus den Poren. Und das letzte Stück, gesichert am Seil, ließ sicher zeitweise den Angstschweiß rinnen. Oben, am Gipfel, ließen wir uns die mitgebrachte Erfrischung und Brotzeit schmecken.

Nach unserer Stärkung ging es den Klettersteig erst wieder retour. Unser Weg führte uns danach gefühlt um den halben Berg zum Kolbensattel. Diese Wanderung dauerte etwa eine Stunde. Das nächste Ziel war der Alpine Coaster. Wir wollten das letzte Stück ins Tal nicht laufen, sondern mit diesem Gefährt bergab fahren. Für mich war es Premiere.

Auch hier oben, bei den Bergbahnen etc. war Maskenpflicht, an die sich alle hielten.

Es war ein schöner Ausflug in einer bunt gemischten Frauentruppe. Das Highlight waren zum Abschluss die Ludwigs Feuer.

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Kurztrip in die Oberpfalz

über den Dächern von Pilsach / Obpf.

Die Einladung meiner langjährigsten Freundin holte mich in meine Heimat. Zum Feiern. Den 110. Geburtstag. Gemeinsam mit ihrem Mann vereint sie diese Zahl. Dank Corona war erst eine verspätete Feier möglich. Aus Rück-sicht auf alle wurden selbstverständlich die Hygienevorschriften eingehal-ten. Desinfektionsspray für die Toilette, Einmalhandtücher und Desinfek-tionsgel für die Hände. Alles war vorhanden. Trotz Einschränkungen war es das beste Fest seit langem. Für mich hieß es „alte“ Bekannte wieder treffen und in Gesprächen neue Freunde gewinnen. Es war lustig, unterhaltsam und dauerte bis in die Morgenstunden. Dementsprechend kaputt waren wir und ließen das Wochenende sehr ruhig ausklingen.

Den nächsten Tag verbrachte ich mit meiner Mama. Sie wäre sicher enttäuscht gewesen, wenn ich sie nicht besucht hätte. Das wollte ich natürlich nicht. Glücklicherweise ist sie fit genug für einen Spaziergang. Es wurde eine größere Runde durch die Stadt bei der ich es mir nicht nehmen ließ, wieder ein Foto des Wahrzeichens – die Stadtbrille – zu fotografieren. Zum Ausruhen setzten wir uns in den Garten des Kurfürstlichen Schlosses. Heute ist dort die Stadtverwaltung untergebracht.

Über Amberg hatte ich bereits vor drei Jahren geschrieben. Zu der Zeit war der Kirchturm von St. Martin eingerüstet. Dieses Mal zeigt sich der Turm ohne Gerüst und saniert.

Meine Tour durch die Stadt fiel wesentlich kleiner aus. Das lag daran, dass mein Besuch unter dem Motto „feiern“ stand. Zudem war es diesmal lediglich ein verlängertes Wochenende.

Weil … Ein wichtiger Termin erwartete mich bereits am nächsten Vormittag in der bayrischen Hauptstadt.

©by UMW

Einfach nur genießen (in Kas)

Es waren fünf Tage, die ich in der Türkei verbrachte. Das Land und die Menschen haben mich wieder herzlich aufgenommen und ich hatte mich sehr willkommen gefühlt.

Meine Unterkunft fand ich über AirBnB im Zentrum von Kas. Mit Derya verstand ich mich auf Anhieb hervorragend. Gleichaltrig, open minded, humorvoll und hilfsbereit in allen Dingen unterhielten wir uns recht gut in einem Gemisch aus Englisch/Deutsch/Türkisch und mit Händen und Füßen. Sie machte mich mit ihren Freundinnen bekannt und nahm mich sowohl zu einem nahegelegenen Strand als auch in die Innenstadt zum Treffen mit Freunden mit. Sie verwöhnte mich mit türkischem Kaffee und Chai genauso wie mit ihrem Selbstgebackenen. Zum Abschied bereitete sie mir ein türkisches Frühstück und verabschiedete mich an meinem Transferfahrzeug sehr herzlich. Als Fremde kam ich und hatte beim Abschied eine neue Freundin.

Bei Derya

In einem Café in der Nähe meiner Unterkunft traf ich einen „alten“ Bekannten wieder. „Wir kennen uns doch?“ So begann es. Eine Weile unterhielten wir uns über seine Pläne ein deutsches Café in Kas zu eröffnen. Er wollte da ausschließlich deutsche Kuchen anbieten. Die Eröffnung soll in den nächsten Tagen erfolgen. Für sein Vorhaben wünschte ich ihm ein „Gutes Gelingen“. Am Abend traf ich ihn mit anderen Bekannten im Restaurant wieder. Er hatte uns gesehen und eine Runde Raki ausgegeben. Wir prosteten ihm zum Dank zu.

Eine Bekannte besuchte ich an ihrem Arbeitsplatz. Sie freute sich sehr mich zu sehen und wir verabredeten uns für ihren freien Tag. Auf ihren Vorschlag hin wollten wir mit dem Tauchboot rausfahren und ich konnte bei dieser Gelegenheit Scuba Diving ausprobieren.

Auf dem Boot erfolgte eine kurze Einführung um das Material kennenzulernen. Später ging es zum praktischen Teil über. Als Lehrer hatte ich den Eigentümer. Einen sehr ruhigen älteren Mann, den seine Geduld auszeichnet. Für mich war es anfangs ein Problem nur über den Mund zu atmen. Das Vertrauen, dass dies funktioniert, durfte ich erst kennenlernen. Ich merkte, dass es klappt, wenn ich entspannt blieb. Vor allem hatte ich gelernt: grinsen beim Tauchen ist nicht! Genau! Dannn gibt es nämlich eine Ladung Salzwasser 😉 Es war vorerst ein Ausprobieren. Einen längeren Kurs möchte ich bei meinem nächsten Aufenthalt buchen. Für mich hatte es einen WOW-Effekt und es ist eine neue Erfahrung in meinem Leben.

Am Leymonia Beach verabredete ich mich mit A., die mit ihrer Freundin aus Istanbul dort war. Mit social Distance hielten wir uns dort unter großen Sonnenschirmen auf. Jeder hatte eine bequeme Liege. Von einem jungen Ober wurden unsere Wünsche erfüllt – nicht nur in Bezug auf Essen und Trinken, sondern auch was Liege, Schirm und Kissen betraf.

Dem Mädelstag folgte noch ein gemeinsames Abendessen mit kalter und warmer Meze (Fisch, Gemüse) und Raki in einem Hafenrestaurant. Ich lernte den Raki türkisch zu trinken. Das heißt, in einem Glas ist der Raki mit Wasser und Eis und in dem anderen Glas ist ein Roter Rübensirup. Diesen gibt es würzig oder mild. Wir hatten die würzige Variante. Immer wenn Raki getrunken wurde, tranken wir einen Schluck von dem Rübensirup. So hatte ich ein neues Geschmackserlebnis kennengelernt. Um Mitternacht war im Restaurant Zapfenstreich.

Das Feiern wurde auf den Marktplatz verlegt. Hier saßen wir in der Runde auf dem Boden. Das nötige Bier konnte im Supermarkt gekauft werden.

Das Video ist von Gizem, das Gruppenbild von Melek. Danke an die beiden 🙂

In dieser kurzen Zeit hatte ich wieder viel erlebt und neue Eindrücke gewonnen. Die Türkei hat auf jeden Fall einen Platz in meinem Herzen.

©by UMW

Flug in die Türkei

Reisen ist seit Mitte Juni wieder erlaubt. Mit Einschränkungen. Einen Rückflug in die Türkei, vom 23. März diesen Jahres hatte ich noch. Aufgrund der Pandemie war dieser storniert worden. Umbuchen war nur per Telefon möglich.

Ich rief am 23. Juni bei der Kundenbetreuung meiner Fluglinie an. Nach kurzem Erklärungen war mein Platz für den 30. Juni reserviert. Es fehlte nur der Rückruf der Buchhaltung. Nach zwei Tagen rief ich erneut an und dann noch dreimal einen Tag vor dem Reisedatum. Schließlich hatte ich mein Zimmer bereits gebucht.

Der Rückruf erfolgte um 16 Uhr und meine Flüge (hin und zurück) wurden bestätigt. Es hat zwar gedauert, schlussendlich hat aber alles geklappt.

Die Mitarbeiter der SunExpress waren alle ausnehmend sehr freundlich und haben sich sehr bemüht. Aufgrund der Pandemie ist auch da Ausnahmezustand und vieles an Arbeit aufgelaufen. Schließlich bin ich nicht die Einzige, deren Flug umgebucht werden musste.

… und los geht’s

©by UMW