Im Buch des Lebens

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…um den Kollegen den Abschied zu versüßen 😉

Das nächste Kapitel ist abgeschlossen. Die Weckfunktion mit dem Titel „Arbeit“ ist gelöscht. Diese hatte heute Morgen zum letzten Mal ihren Dienst getan.

An dem kalten Morgen, mit nur einem Grad über dem Gefrierpunkt, ersparte ich mir heute die Fahrradfahrt und gönnte mir die Wärme in einem Sharing-Auto. Viel zu schnell, und vor allem zu früh, war ich an meinem Arbeitsplatz.

Während der PC hochfuhr, brachte ich zum letzten Mal in dieser Stätte, die Kaffeemaschine zum Laufen und erledigte den Küchendienst. Der erste Kaffee weckte meine Lebensgeister und ich widmete mich den Mails. Aufräumen, ausräumen und wegwerfen.

Eine Abschiedsmail an alle Kollegen hatte ich versandt, mit dem Link zum Blog. Viele sind gespannt und wollen diesen immer wieder einmal besuchen und sich über den Stand der Reise erkundigen. Das Interesse freut mich natürlich sehr.

Viele Umarmungen und herzliche Worte mit guten Wünschen begleiteten mich auf meiner Runde durch die Räume. Der Eine oder Andere wäre gerne dabei und beneidete den Mut einen Traum zu realisieren.

Ein Reisebuch für die besuchten Häfen, Ankerplätze, Städte und auch Windstärke sowie die Stimmung der Crew etc., habe ich zum Abschied geschenkt bekommen. Damit haben sie mir sehr viel Freude gemacht. So darf ich bei meinen Einträgen immer an sie denken 😀

Bevor es jedoch soweit ist, gibt es noch einiges zu erledigen.

©by UMW

Abschied

Schau nach vorne, nie zurück!

Vor dir, vor dir liegt das Glück.

Die Vergangenheit, die ist vorbei.

Was war, ist heute einerlei.

imag0173Setze neu deine Segel im Wind,

Segle mit vielen Knoten geschwind

Aus dem Sumpf, der zäh dich umgibt.

Es sind böse Menschen, die gierig sich die Lippen lecken.

Böse sind sie und manipulativ am Pläne hecken.

Lass sie ins Leere laufen!

In hohen Wellen werden sie Dank Neptun ersaufen!

 

 

Nimm das Steuer in deine eigene Hand,

Suche dir dein La-La-Land.

Es ist ganz nah und niemals fern,

Es ist in dir, drum hab dich selber gern.

©by UMW

Go Honey, go…

Irgendwann kommt die Zeit. Da drehen wir uns um. Und gehen. Gehen unseren Weg und schauen nur noch nach Vorne. Was war, lassen wir ziehen. Es hat in unserem Leben, an unseren Erfahrungen und auch an unserer Entwicklung, mitgewirkt.

Wir spüren es, wenn die Zeit reif ist, um uns wieder auf ein neues Ziel auszurichten. Neu durchzustarten.

Erneut spannen wir unsere Flügel und erheben uns voll Freude in einen neuen Lebensabschnitt.

©by UMW

Aus und vorbei…

Das Leben besteht aus vielen Verabschiedungen. Immer wieder. Sei es durch den Tod, dass wir etwas beenden (Arbeit / Liebe) oder dass etwas geschlossen wird.

Heute stand bei mir etwas ganz banales auf dem Plan. Das Wechseln der Winterreifen auf Sommerreifen. Meine Reifen sind eingelagert, deshalb bin ich immer bei ein und dem selben Händler. Zur vereinbarten Zeit war ich vor Ort. Heute war niemand im Büro zur Annahme und es dauerte etwas, bis der Chef sich zeigte. „Viel zu tun“ entschuldigte er sich beim Auftauchen. Ich übergab ihm die Einlagerungsquittung.

Einlagern können wir nicht mehr“, sagte er mir.

Wie? Was?“ Ich war ein einziges Fragezeichen. Auf mein „Warum?“ bekam ich die Antwort, dass sie schließen müssten. „Sorry“, sagte er. „Wir haben es erst kürzlich erfahren. Bisher konnten wir noch niemand anrufen…“

Wie sollte ich meine Reifen transportieren? Alle vier bekomme ich NIE in mein kleines Auto rein. Es ist ein MX-5, also ein Zweisitzer. Mit einem Kofferraum so groß wie meine Handtasche. Ihr versteht, oder???

Die Mechaniker versuchten einen Reifen in den Kofferraum zu verstauen. Keine Chance! Also auf den Beifahrersitz. Mit ein bisschen guten Willen bekamen wir da zwei Reifen rein. Der Mechaniker sah mich zwar mit großen Augen an… Für mich war es so o.k.

Ich setzte mich hinters Steuer. Das Kuppeln ging gerade noch. Tatsächlich ohne Schwierigkeiten. Dennoch war es knapp. Glücklicherweise ist der Weg nach Hause innerhalb einer halben Stunde beim Feierabendverkehr machbar gewesen. Allerdings hatte ich die Tour ja noch einmal vor mir. Das zweite Paar Reifen wollte auch noch transportiert werden. Das erste Paar Winterreifen verstaute ich deshalb zügig in der Tiefgarage und fuhr umgehend wieder los. Nachdem ich mein zweites Paar Reifen als stillen Beifahrer verstaut hatte, ging es wieder nach Hause. Alle Reifen sind nun in der Garage untergebracht.

Mit Bedauern habe ich den Abschied von diesem Reifenhändler zur Kenntnis genommen. Ich kannte die festangestellten Mitarbeiter und war hier immer gut beraten worden. Nun darf ich mich wieder umsehen. Bis November kann ich hierzu Überlegungen anstellen. Vorerst habe ich noch andere, wichtige Themen, die gelöst werden möchten.

©by UMW