Der Countdown läuft…

Alles auf Umbruch, alles auf Neu. Der Countdown rattert.

  • 16 Arbeitstage
  • 3,5 Wochen bis zum Zuziehen der Wohnungstür hinter mir.

Die Wohnungsauflösung läuft auf Hochtouren. Möbel sind zu 99 % weg. Die Küche sollte spätestens zum 07. September abgeholt sein. Die Schlafcouch wird am 14. September abgeholt und die Waschmaschine am 19. September. Damit sind dann alle großen Dinge aus der Wohnung raus.

Von all den Dingen, die ich bisher abgegeben habe, scheint mir gar nichts zu fehlen. Ich habe nur noch einen Bruchteil meiner Kleidung und nur noch wenige Paare Schuhe.

Es zeigt wieder einmal, wie wenig ich tatsächlich zum Leben brauche und das erstaunt mich jeden Tag aufs Neue.

Die Aufregung steigt mit der Anspannung. Manchmal wache ich panisch auf und meine, ich bekomme es nicht bis zum Auszugstermin am 25. September „gebacken“. Trotz meiner Strukturierung. Solange ich es alleine machen kann, ist es in Ordnung. Sobald andere involviert sind, wird es spannend.

Trotz allem versuche ich, so gut es eben geht, die Ruhe zu bewahren.

©by UMW

 

Endspurt läuft…

Vorfreude… Schrecken… Alles miteinander. In meiner Wohnung herrscht geordnetes Chaos.

Im ehemaligen Kinderzimmer schleift mein Sohn die Fronten der Küche ab. Er möchte meine Küche aufarbeiten und diese dann in seine Wohnung einbauen. Den großen Kühlschrank hatte ich ihm sowieso versprochen. Der geht nämlich auch mit ihm mit. Sein Vater ist Schreiner und wird beim Umzug der Küche helfen. Ich hoffe, dass dies bis Anfang September über die Bühne ist.

In der Küche sind alle Fronten ab und das Geschirr ist heraus. Für einen Wohnungsflohmarkt. Alles, was einmal in Schränken war oder an den Wänden hing und somit zum Verkauf und Verschenken steht, ist derzeit im ehemaligen Schlafzimmer untergebracht. Es ist erschreckend, was alles da ist! Am liebsten ist mir natürlich, wenn möglichst Vieles neue Besitzer bekommt.

Was übrig bleibt, kommt in die Halle 2. Eine Halle von der Stadt München, in der Sozialhilfeempfänger für geringes Geld einkaufen können. Allerdings muss ich mir das erst einmal ansehen, wie genau das dort abläuft.

Mein Wohnzimmer ist inzwischen sehr minimalistisch. Ein Regal, die Schlafcouch, ein kleines Tischchen, Standleuchte und zwei Pflanzen. Tatsächlich fühle ich mich so sehr wohl. Es zeigt, wie wenig ich tatsächlich benötige.

©by UMW

Wenn einer eine Reise tut…

Sommerzeit… Reisezeit… Obwohl, meiner Meinung reisen wir inzwischen ganzjährig. O.K., diejenigen, die wie ich Hummeln im Hintern haben oder schlichtweg immer etwas „Neues“ sehen oder erleben wollen.

Juchhu! Ich habe Urlaub. Zwar nur eine Woche, aber das hilft ungemein sich zu entspannen. Wieder einmal „runter zu kommen“ und dem Geist die Möglichkeit geben, die Anspannungen loszulassen.

Vor einiger Zeit hat mich eine Freundin schon eingeladen sie in Hamburg zu besuchen. Ich mag Hamburg sehr gerne. Wenn es dort Berge hätte, wäre das mein bevorzugtes Domizil.

IMAG0546Gestern morgen um 5.58 Uhr war die geplante Zugabfahrt. Für mich hieß das früh aufstehen, was mir als Frühmensch immer gut gelingt. So bin ich um 4.45 Uhr aufgestanden. Das Stück zur U-Bahn bin ich gelaufen. Mit Rucksack ist das ja alles ganz einfach. Mit der Bahn um 5.36 Uhr sollte ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein, so dass ich locker den Zug erreichen könnte. Die Bahn fiel aus!

Es würde alles zu spät werden und ich den Schlusslichtern des Zuges hinterhersehen. Soweit wollte ich es nicht kommen lassen, also rief ich ein Taxi. Bis das Taxi bei mir gewesen wäre auch wieder zehn Minuten abgelaufen. Das wird ja noch später! Bringt nichts… Was habe ich gemacht? Kein Bus in Sicht. Zum Laufen zur S-Bahn zu weit. Also den nächsten Handwerkerbus aufgehalten und gefragt, ob die in die Innenstadt fahren. Die beiden Männer haben mich angesehen, als wenn ich ein Marsweibchen wäre. Oh, du armes Deutschland!

Quer über die Kreuzung sehe ich ein freies Taxi, zu erkennen am leuchten des Taxizeichens. Ich winke hektisch, der Fahrer hält. Er verlädt meinen Rucksack im Kofferraum. Panisch erkläre ich dem Fahrer, dass ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein müsse. Seiner Meinung nach sollte das um diese Uhrzeit machbar sein. Prima! Die Zeit läuft und jede rote Ampel ist Horror für mich. 5.55 Uhr sind wir tatsächlich angekommen. Ich drücke ihm 15 Euro, inklusive einem sehr guten Trinkgeld, in die Hand und springe an dieser roten Ampel vor dem Bahnhof aus dem Fahrzeug.

Im Sprint laufe ich zum passenden Gleis und springe in den Zug. Als erstes suche ich meinen reservierten Sitzplatz. Dieser war besetzt. Freundlich mache ich auf meine Reservierung aufmerksam und schon gehört mir mein Sitzplatz. Die Strecke von München nach Hamburg wollte ich sitzend verbringen. Der Zug war voll und sämtliche Plätze belegt.

Da ich nun meinen ICE erreicht hatte, konnte ich erst einmal durchatmen. Schlussendlich hatte der Zug zehn Minuten Verspätung. Mein Körper hatte sich ganz bestimmt über den Adrenalinkick verbunden mit einem Sprint sehr gefreut 😀 😀 😀

©by UMW

Zukunftspläne

Es ist schon eine Weile her, dass ich mir wirkliche Pläne für die Zukunft gemacht habe. Die letzten Jahre habe ich nach der Prämisse gelebt: Es kommt wie’s kommt. Damit bin ich auch ganz gut gefahren. Hauptsächlich habe ich ja nur für mich „nicht“ geplant. Meine Erfahrung hatte mir auch immer gezeigt, dass es ganz anders kommt als ich mir es immer gewünscht hatte. Also ließ ich es bleiben und mich – mehr oder weniger – treiben.

Meine Ego-Zeiten sind vorbei und ich darf mir als „wir“ Gedanken machen. Und ja, nach meiner langen Einzelzeit fällt es mir schon schwer. Ich spüre aber auch immer mehr, dass mich dieses WIR mit Freude erfüllt. Es ist aufregend sich Gedanken über ein gemeinsames Domizil zu machen. Damit verbunden gehen die Gedanken weiter… Schon ein Jahr weiter! Auslandsjahre! Jetzt wird überlegt und der Gedanke darf reifen. Die Gedanken werden begleitet von Aufregung und Spannung.

Dieses Jahr wird ein Jahr der Entscheidungen!

©UMW

Abflug

Endlich ist es soweit. Das Warten hat ein Ende. Heute Mittag fliege ich auf die Insel im Süden. Unbeschreiblich dieses Sehnen nach diesem Mann. Fünf Tage ist er jetzt schon dort. Wir hatten zwar täglich Kontakt, aber es ist halt doch etwas anderes, wenn man dem anderen in die Augen sehen und ihn berühren kann. Mein Herz hüpft vor Freude und vor Aufregung kann ich gar nichts essen.

Die Boardkarte habe ich mir bereits am PC ausgedruckt, nun muss ich nur noch einchecken und das Gepäck aufgeben. Doch erst einmal fahre ich mit der S-Bahn zum Flughafen. Ich bin froh, dass ich mich jetzt nicht unterhalten muss. So kann ich mich auf mich und die Gefühle in mir konzentrieren.

Sich am Flughafen zu Recht zu finden ist jedes Mal pure Aufregung. Mein letzter Flug liegt schon eine Weile zurück und laufend ändert sich etwas. Klar, ich schaffe das!

So… Und nun bin ich dann mal weg und wünsche euch eine gute Zeit.

©UMW