Bücher

Autoren-Tipp: Zwölf Gründe, warum ein gedrucktes Buch sich fast immer lohnt
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Für mich haben Bücher schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Schon früh habe ich mich in die beschriebenen Abenteuer eingelassen und bin mit den dargestellten Personen verschmolzen.

Unser Leben ist ein einziges Abenteuer und wir schreiben täglich selbst an den einzelnen Kapiteln. Wenn ich bedenke, wie viele Seiten so ein Lebensbuch hat, wird mir ganz schwindelig. Viele Geschichten passieren ohne große Beachtung und sind daher von nebensächlicher Natur. Andere Geschichten beschäftigen uns mehr und werden zu einer großen Story. Sie sind emotional geladen. Das kann die Geburt eines Kindes sein, der Verlust eines Menschen oder auch die Liebe.

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Die einzelnen Geschichten können kurz sein, andere erstrecken sich über Jahre. Wir stehen immer wieder an Kreuzungen, an denen wir entscheiden dürfen, wie wir weitergehen wollen – oder müssen. Wie oft treffen wir an diesen Wegen eine falsche Entscheidung? Wobei es ein „falsch“ selten gibt. Es ist eine Entscheidung. Auf dem getroffenen Weg können wir noch immer umkehren, wenn er uns missfällt oder an der nächsten Weggabelung die Richtung ändern. Wie auch immer wir unseren Weg gehen, es steckt meist eine Lernaufgabe darin. Hin und wieder erschließt sich uns der Sinn des „lernen Müssens“ nicht direkt. Vielleicht wollen wir da aber auch gar nicht hinsehen. So lange es ein Auf und Ab ist, können wir damit umgehen. Die Hochs machen uns Freude, diese halten wir so lange wie möglich fest. Und die Wege durch die Täler versuchen wir möglichst schnell hinter uns zu lassen.

Jedes Kapitel in unserem Buch ist spannend. Wir sollten sie so intensiv wie möglich erleben. Denn irgendwann wird das Buch geschlossen werden.

Es ist schön, wenn wir dann sagen können:

Ich habe gelebt und sämtliche Höhen und Tiefen ausgekostet 😉

©UMW

Flügge

Sie war gerade einundzwanzig Jahre alt. Ihr fehlte die Ruhe um zu lernen und sich zu konzentrieren. Jedes mal, wenn sie ihre Bücher aufschlug, dauerte es keine halbe Stunde und ihre Mutter oder ihr Vater standen im Zimmer um sie für irgendwelche Tätigkeiten einzuspannen. Wie sollte sie da ihre Prüfungen schaffen? Es war Zeit, dass etwas geschah, deshalb wollte sie sich etwas überlegen.

Blicklos starrte sie aus ihrem Zimmer nach draußen zum nahen Wald. Heute war Samstag, da wollte sie mit ihren Freunden ausgehen und feiern. Ablenken tat immer gut. Sie holte sich die neue Jeans aus dem Schrank und das verwaschene Shirt, welches mehr zeigte als verbarg. Mit zwei Fingern strich sich Magda durch ihre kurzen schwarzen Haare, schnappte sich ihre Jacke und die Autoschlüssel. Mit einem kurzen Ciao verabschiedete sie sich von ihren Eltern bevor sie leichten Schrittes zu ihrem MINI hüpfte. Es war kurz nach acht Uhr abends als die junge Frau ihr Fahrzeug vor der Stammkneipe, dem „Filou“, parkte. Beschwingt betrat sie die Kneipe, grüßte Tini und Pete, die heute an der Bar arbeiteten und setzte sich zu ihren Freunden. Bisher waren lediglich Esther und Barb da. Innerhalb der nächsten Stunde kamen noch Chicco und Wolfi dazu. Es wurde über Vieles gesprochen und gelacht. Und irgendwann kam man auf die Prüfungen von Magda zu sprechen. Sie schilderte ihre Schwierigkeiten. Die Lösung lieferte ihr Chicco. Für ihn begannen in einer Woche die Semesterferien. Aus diesem Grund bot er Magda seine Studentenbude in München an. Das Apartment lag mitten in Schwabing und versprach deshalb viel Abwechslung. Die junge Frau war begeistert von dem Vorschlag und nahm das Angebot sehr gerne an. Eine Woche intensives Lernen sollte ihr ausreichen. Somit brauchte sie jetzt nur noch Urlaub nehmen und nach München fahren. Im Apartment erhielt sie von Chicco die Schlüssel. In dieser Zeit hatte der Student vor, gute Freunde in Hamburg besuchen. Deshalb traf sich das sehr gut.

Die Woche verging wie im Flug und der Urlaub wurde ihr von ihrem Chef sehr gerne genehmigt. Zu Hause verriet sie nichts von ihrer Reise. Irgendwer hätte sicher versucht ihr das Vorhaben auszureden.

Am Ziel angekommen rief sie bei ihrer Mutter an und erklärte ihr warum sie weg gefahren war und warum sie auch nichts verraten hatte.

Die Lernwoche war für Magda der volle Erfolg. Die Prüfung schloss sie mit einem sehr guten Ergebnis ab.

Es ist sehr wichtig sich seinen Freiraum einzuräumen und sich beizeiten von Angehörigen unabhängig zu machen nach dem Motto:

GIB DIR SELBST FLÜGEL 😉

©UMW