Trennungszeiten

Gerade um die Jahreswende, wenn sich Altes in Neues wendet, ist es Zeit zu überdenken. Zu überdenken, was Zeit ist loszulassen. Loslassen ist keine Trennung. Es bedeutet sich mit etwas weniger zu beschäftigen. Dem ganzen Raum für Entwicklung zu geben. Das ist wichtig. Für einen selbst und für involvierte Personen und Dinge.

Die Zeit des Loslassens dient als Zeit zum Nachdenken und abwägen, ob wir uns gegebenenfalls von etwas trennen sollen oder wollen.

Trennungszeiten sind Zeiten der Neuorientierung. Menschen, die mich nur belasten mit ihren negativen Einstellungen, lasse ich gerne gehen. Vor allem dann, wenn sie selbst nicht bemerken, dass sie nur ihr eigenes EGO füttern und meinen alle anderen sind an sämtlichen Umständen schuld. Wieso verlangen so viele Menschen von ihrem Gegenüber eine Selbstreflektion und sind unfähig erst einmal sich selbst zu reflektieren?

Jeder von uns hat Zeiten, in denen er lustlos dahin vegetiert. Auch ich bin davon immer wieder einmal betroffen. Diese Zeiten nutze ich und halte mich von anderen Menschen fern. Wer hierfür kein Verständnis hat, darf gehen und geht wahrscheinlich von selbst. Sobald ich aus dieser Zeit meines Stillstandes wieder nach außen trete bin ich wie ein Phönix aus der Asche. Ich habe Entscheidungen getroffen und mein Leben neu sortiert. Ich erwache und spanne meine Flügel…

©by UMW

Seelenverstand

Von da an, als der Mensch seine Seele verleugnete und seine Gefühle unterdrückte, wurde der Verstand gestärkt. Dabei hatte er übersehen, dass der Verstand nicht alles erfassen kann und erschuf somit Disharmonie.

Allerdings versucht die Seele immer wieder ihren Platz zurück zu erobern, den Menschen daran zu erinnern, dass sie ein Teil von ihm ist und ebenso wichtig wie der Verstand. Der Mensch bekommt Aufgaben gestellt, die häufig schmerzhafte Erfahrungen mit sich bringen – auf körperlicher und/oder psychischer Ebene. Wir versuchen mit dem Verstand zu erfassen, was in diesem Fall häufig ohne Erfolg verläuft. Es vermittelt ein Gefühl gegen die Wand zu laufen.

In dem Moment, indem wir jedoch auf unseren Bauch (Gefühle) hören und danach handeln, wird es um ein Vielfaches leichter.

Der Verstand ist das EGO, die Seele das Gefühl!

In unserer Gesellschaft wird zu oft nach dem Verstand entschieden, was sich mitunter als falsch herausstellt. In analytischen und geschäftlichen Dingen hat der Verstand auf jeden Fall seine Berechtigung, aber nicht nur.

Bei Herzensdingen sollten wir auf die Seele, auf unser Gefühl, achten. Wenn wir es schaffen, wieder Herz-Seele-Verstand – in dieser Reihenfolge 😉 in Einklang zu bringen, ist Glück wieder greifbar.

©UMW

Ich schreibe…

(Unverständnis)

Derzeit beschäftigt mich der Unfall meines Liebsten und kostet mich viel Kraft. Ja, es geht ihm wieder besser. Selbst konnte ich mich davon bisher nicht überzeugen, da mir seine Ex – die Noch-Ehefrau – den Besuch verwehrt. Ich weiß, dass die Scheidung eingereicht ist. Aber in so einem Fall sind mir die Hände gebunden. Das deutsche Recht hat hier noch eine große Lücke. Allerdings braucht selbst eine Ehefrau eine Verfügungsberechtigung, die nicht älter als zwei Jahre ist.

Unverständlich ist mir, wie eine Frau, die seit zwei Jahren bereits einen anderen Partner hat, es mir als seiner gegenwärtigen Lebenspartnerin verwehrt in dieser schwierigen Zeit an seiner Seite zu sein. Ist es zu viel verlangt, wenn ich seine Hand halten will? Ich will ihn durch mein präsent sein am Leben teil haben lassen. Natürlich stehen seine Söhne für ihn an erster Stelle. Es wäre schlimm, wenn dem nicht so wäre. Aber ich weiß, dass ich ihm ebenfalls sehr wichtig bin.

Deshalb schreibe ich in einem Buch alles auf. Alles, was mich in dieser Zeit bewegt, meine ganze Verzweiflung, Ratlosigkeit und Wut, bis ich ihn endlich sehen und fühlen darf.

Ich bin unsicher, ob sie nach seinem Sinn handelt. Für mich ist es allein ihr Ego und das Ausspielen von Macht. Doch es wird der Tag der Abrechnung kommen! Und die kommt ganz sicher nicht von mir.

©UMW