Unverständnis

Es macht mich unsagbar traurig, wenn ich höre, dass ein Elternteil von seinem Kind fern gehalten wird. Vor allem, wenn es sich um Weihnachten handelt. Ein Kind hat Anspruch auf beide Elternteile. Egal, was zwischen den Eltern vorgefallen ist: Das ist getrennt davon zu behandeln, was das Kind selbst betrifft!

Ein Kind braucht sowohl den weiblichen Teil (Mutter) als auch den männlichen Teil (Vater). Das darf nie vergessen werden. Die Liebe von jedem Einzelnen ist wichtig für die Entwicklung des Kindes.

Ich bin selbst ein geschiedener Elternteil. Und ich verstehe, dass ein Teil sauer auf den anderen sein kann. Es ist nachvollziehbar! Und trotzdem: Es darf nie – ja! Niemals auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden.

Die Kinder verstehen es meist im Erwachsenenalter. Dann kann die geliebte Mutter (Vater) auf einmal ganz schnell das volle A*schl*** sein. Also, überlegt wohl, was ihr tut. Früher oder später kommt alles ans Licht.

In diesem Sinne: Besinnliche und wundervolle Weihnacht! Überlegt wohl, was ihr tut. Denn früher oder später schlägt alles zurück 😉

©by UMW

Flügge

Sie war gerade einundzwanzig Jahre alt. Ihr fehlte die Ruhe um zu lernen und sich zu konzentrieren. Jedes mal, wenn sie ihre Bücher aufschlug, dauerte es keine halbe Stunde und ihre Mutter oder ihr Vater standen im Zimmer um sie für irgendwelche Tätigkeiten einzuspannen. Wie sollte sie da ihre Prüfungen schaffen? Es war Zeit, dass etwas geschah, deshalb wollte sie sich etwas überlegen.

Blicklos starrte sie aus ihrem Zimmer nach draußen zum nahen Wald. Heute war Samstag, da wollte sie mit ihren Freunden ausgehen und feiern. Ablenken tat immer gut. Sie holte sich die neue Jeans aus dem Schrank und das verwaschene Shirt, welches mehr zeigte als verbarg. Mit zwei Fingern strich sich Magda durch ihre kurzen schwarzen Haare, schnappte sich ihre Jacke und die Autoschlüssel. Mit einem kurzen Ciao verabschiedete sie sich von ihren Eltern bevor sie leichten Schrittes zu ihrem MINI hüpfte. Es war kurz nach acht Uhr abends als die junge Frau ihr Fahrzeug vor der Stammkneipe, dem „Filou“, parkte. Beschwingt betrat sie die Kneipe, grüßte Tini und Pete, die heute an der Bar arbeiteten und setzte sich zu ihren Freunden. Bisher waren lediglich Esther und Barb da. Innerhalb der nächsten Stunde kamen noch Chicco und Wolfi dazu. Es wurde über Vieles gesprochen und gelacht. Und irgendwann kam man auf die Prüfungen von Magda zu sprechen. Sie schilderte ihre Schwierigkeiten. Die Lösung lieferte ihr Chicco. Für ihn begannen in einer Woche die Semesterferien. Aus diesem Grund bot er Magda seine Studentenbude in München an. Das Apartment lag mitten in Schwabing und versprach deshalb viel Abwechslung. Die junge Frau war begeistert von dem Vorschlag und nahm das Angebot sehr gerne an. Eine Woche intensives Lernen sollte ihr ausreichen. Somit brauchte sie jetzt nur noch Urlaub nehmen und nach München fahren. Im Apartment erhielt sie von Chicco die Schlüssel. In dieser Zeit hatte der Student vor, gute Freunde in Hamburg besuchen. Deshalb traf sich das sehr gut.

Die Woche verging wie im Flug und der Urlaub wurde ihr von ihrem Chef sehr gerne genehmigt. Zu Hause verriet sie nichts von ihrer Reise. Irgendwer hätte sicher versucht ihr das Vorhaben auszureden.

Am Ziel angekommen rief sie bei ihrer Mutter an und erklärte ihr warum sie weg gefahren war und warum sie auch nichts verraten hatte.

Die Lernwoche war für Magda der volle Erfolg. Die Prüfung schloss sie mit einem sehr guten Ergebnis ab.

Es ist sehr wichtig sich seinen Freiraum einzuräumen und sich beizeiten von Angehörigen unabhängig zu machen nach dem Motto:

GIB DIR SELBST FLÜGEL 😉

©UMW