Im Einklang

Es verlangt viel Reife um mit sich und seiner Umwelt im Einklang, in Harmonie, leben zu können. Dazu gehört Dankbarkeit genauso wie sich entschuldigen und verzeihen zu können. Viele Menschen verlangen Toleranz von ihren Mitmenschen, haben aber selbst ein Problem andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Wenn wir ehrlich sind, gibt es bei jedem von uns Bereiche, auf die das zutrifft.

Um einen gewissen Grad an Harmonie zu erreichen finde ich es wichtig, andere Menschen um Entschuldigung bitten, aber auch vergeben zu können. Das Eine ist so wichtig wie das Andere. Beides empfinde ich als gleich schwierig, dennoch ist es möglich. Es kostet Mut, einen gewissen Grad an Selbstbewusstsein und auch Überwindung. Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die das leben können.

Wir können andere durch vielerlei Arten verletzen – bewusst und häufig unbewusst. Es kann auch vorkommen, dass sich jemand grundlos verletzt fühlt. Solange die Kommunikation vernachlässigt wird, kann der Umstand nicht geklärt werden bzw. es bleibt unbewusst.

Ich meine die Zeit ist reif, um mich an dieser Stelle heute einmal bei den Menschen zu entschuldigen, denen ich bewusst oder unbewusst Böses getan habe. Egal in welcher Form und unabhängig davon, ob mit Worten, Taten oder Werken. Die Zukunft gehört noch mehr der Achtsamkeit.

Gleichzeitig verzeihe ich den Menschen, die mir mein Leben immer wieder erschwert haben. Ein Teil dieser Menschen lebt zwar nicht mehr… Aber verzeihen befreit 🙂

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Gedankenanstoß

Wie häufig leben wir so dahin und machen uns um wichtige Dinge nur wenig bis gar keine Gedanken, weil wir es einfach so laufen lassen. Gerade dann, wenn es um andere Menschen geht, kann es unangenehm werden. Bei Personen, die einem wichtig sind, ist es in meinen Augen unverzeihlich. Leider kommt es dennoch vor. Wenn wir Glück haben, bekommen wir einen Hinweis. Vielleicht ist der Hinweis schmerzhaft, aber er rüttelt auf. Aufrütteln sollte helfen, sich wieder daran zu erinnern, um was es geht. Die Wertschätzung wieder „mehr“ zu zeigen. Sich selbst bewusst machen, was wir gerade am anderen mögen. Verloren ist so etwas ja in den seltensten Fällen nie!

Häufig stecken wir selbst gerade in einer stressigen Situation oder Veränderungen. Das will ich keineswegs als Entschuldigung gelten lassen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit etwas anzusprechen. Wir sollten es tun, auch wenn es uns schwer fällt. Ich weiß auch, dass es mitunter nichts zu sagen gibt, weil wir irgendwie feststecken – wo auch immer. Hier gibt es andere Möglichkeiten, wie Gesten und Handlungen. Lasst es uns nicht so weit kommen.

Es wäre schade, wenn wir etwas aus so einer Dummheit verlören. Unwesentlich ist, ob es sich dabei um den Partner, die Kinder oder Freunde handelt. Seid freundlich zueinander.

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