Es geht auch „ohne“

Wir kennen das alle. Jeder einzelne von uns. Wir haben unsere Vorstellung von unserem Leben und bauen daran herum, so gut es geht. Hin und wieder – oder auch häufiger – kommt es vor, dass wir andere Menschen kennenlernen.

Hier gibt es einen bunten Strauß an Möglichkeiten. Singlebörsen, Stammtische, Events, Sportgruppen, Bars und hin und wieder auch auf der Straße. Tja, so etwas soll es auch geben. Am Anfang steht ein banales Gespräch und vielleicht entsteht daraus der Wunsch sich näher kennenzulernen.

Mit welcher Erwartung geht ihr zu so einem Treffen? Habt ihr überhaupt Erwartungen?

Vor einigen Jahren hatte ich eine Zeit lang fast täglich ein Date. Jeder, der mir irgendwie interessant erschien und dessen Interessen mit meinen in einigen Punkten übereinstimmten, habe ich gedatet. Entweder nur auf einen Drink oder auf ein Essen.

Dadurch ergaben sich einige wenige Freundschaften, doch die meisten waren sogenannte Eintagsfliegen. Natürlich bin ich damals mit der Erwartung hingegangen meinen „Traummann“ zu treffen. Mit Anfang vierzig wollte und konnte ich mir das Alleinsein nur schwer vorstellen. Deshalb trieb ich mich auf solchen Portalen herum. Jeder, der das selbst schon mitgemacht hat, weiß, wie Kräfteraubend das ist. Die Realität holt einen dann doch recht schnell wieder ein.

Irgendwann habe ich diese Erwartungen abgeschaltet. Erwartungen bringen nur Enttäuschungen. Inzwischen weiß ich, dass ich mein Leben ganz gut alleine im Griff habe. Ein Mann darf eine bereichernde Ergänzung in meinem Leben sein. Leichtigkeit und Verbindlichkeit sind mir dabei wichtig.

Seit dem gehe ich mit einer anderen Einstellung zu einem Treffen und lasse es auf mich zukommen. Als Empathin kann ich vieles erspüren. Manchmal leider mehr, als mir Recht ist. Und dieses Gespür, gepaart mit meinem Bauchgefühl und auch meinen Grundsätzen, ist ausschlaggebend, ob ich mein Gegenüber wieder sehen möchte oder nicht. Nach meinen ganzen Erfahrungen werde ich einen Teufel tun, mich über mein eigenes Gefühl hinwegzusetzen.

©by UMW

Herzhüpfen

Die Sonne lacht,

sie freut sich für mich,

lockt mich nach draußen.

Derweil mein Herz stolpert,

es hüpft in Erwartung auf dich.

Mich sehnt es nach dir,

deiner Berührung,

deinen Küssen,

dem Eins sein.

©UMW

Erwartung und Spannung

Da bekomme ich doch eben eine Mail von Petra Schübert von Starline-Seminare dessen Botschaft ich euch nicht vorenthalten möchte:

Eines der größten Geschenke, das wir zu unserem Leben bekommen haben, ist die Gabe der Erwartung und Spannung. Wie langweilig das Leben doch wäre, wenn wir bei allem im Voraus wüssten, wie es ausgeht! In den nächsten Augenblicken könnte etwas passieren, das die gesamte Richtung und Qualität Ihres Lebens in einer Sekunde verändert. Wir müssen lernen, Veränderungen zu lieben, denn sie sind das Einzige, das mit Sicherheit eintritt.

Da haben wir wieder die Veränderungen, über die ich in einem vergangenen Blog geschrieben habe. Das Leben ist spannend! Wir dürfen es uns bewusst machen. Es hilft nichts, wenn wir den Kopf in den Sand stecken, weil etwas anders läuft als wir es uns erwünscht hätten. In unserem Leben ist viel zu viel reguliert, deshalb sind wir zu unflexibel, wenn das Schicksal etwas anderes mit uns vorhat. Es ist an der Zeit das Leben wieder aus den Augen eines kleinen Kindes zu betrachten, das noch nicht weiß, was als nächstes passieren wird. Ich weiß, es gibt harte Schläge. Davon habe ich selbst mehr als genug abbekommen. Aber ich habe nie aufgehört daran zu glauben, dass hinter Wolken auch Sonne ist.

©UMW