Eingefroren

Die Welt ist eingefroren

Und mit ihm alles Glück

Da hab ich mir geschworen

Es braucht ein großes Stück

Leidenschaftliches Feuer

Das in uns brennen soll.

Liebe ist ein Abenteuer

Und doch ganz wundervoll

Im schmelzen all der Kälte

Auf unserm Erdenball.

Schön wär’s , wenn jeder sie auch wählte

Wie lieblich wär es überall.

©UMW

 

 

Stille

Eine Schlechtwetterfront mit Schneegestöber und Kälte. Nach draußen zieht es da nur einige wenige. Anna schaut aus dem Fenster und beschließt dieses Wochenende gehört ihr. Ihr alleine. Sie sieht den Schneeflocken zu, die tanzend zur Erde segeln und sich kurz an ihrem Fenster aufhalten bevor sie als Wassertropfen der Erde zu laufen.

Anna kocht Tee und atmet den Duft der Kräuter und Gewürze ein, die dabei aufsteigen. Das Feuer im Kamin flackert hellorange während die Holzscheite knacken. So gemütlich kann es sein. Lächelnd kuschelt sich Anna in ihren Lieblingssessel und nimmt sich ihr Buch vor. Endlich Zeit zum Lesen. Das warme Licht des Holzfeuers lässt Anna immer wieder in die Flammen schauen. Sie legt ihr Buch zur Seite und beobachtet das Feuer. In ihr wird es still. Die Ruhe legt sich wie eine Glocke über sie und sie nimmt nur noch das flackern des Feuers wahr. Alles andere ist ausgeblendet.

Das Feuer greift nach Anna und sie folgt ihm vertrauensvoll. Die Hitze umfängt sie und zieht sie mit sich. Was ist da los? Im Kern des Feuers kann sie die Wärme nur mehr schwach spüren. Sie kommt zur Ruhe, fühlt eine Schwerelosikgeit. Etwas passiert in dieser Stille mit ihr. Alle Belastungen scheinen sich aufzulösen. Das Feuer nimmt ihr die Last ab und verbrennt diese. Anna meint selbst zu verbrennen. Sie löst sich vollends auf. Doch da… Das Feuer entlässt sie wieder. Spuckt sie förmlich aus. Transformation durch Feuer – Reinigung. Die Frau spürt der Stille nach während sie ihren Gedanken nachhängt. Den Gedanken an das, was kommen darf.

©by UMW

Untergang?

Die Wogen schlagen über mir zusammen.

Aus Missgunst, Lüge und Neid presst es mich auf den Boden,

auf dass die Feuersbrunst über mich hinwegrollt, verbrennt

und dem Erdboden gleich macht.

Nichts, außer Leere bleibt.

Doch es kommt ein Tag, an dem der Phönix erwacht.

Strahlender als je zuvor

steigt er zum Himmel empor.

©UMW