Gerade noch geschafft…

Bei der Hitze mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren, macht nur am Morgen Spaß. Da ist es noch halbwegs erträglich von den Temperaturen. Allerdings leuchtet mir die Sonne den ganzen Weg ins Gesicht. Mein Weg führt mich ein Stück neben der Isar, deren glitzern mich – je nach Stand der Sonne – ebenfalls blendet. Was bin ich doch wieder empfindlich. O.k. meine Augen sind empfindlich. Am Morgen. Der restliche Körper tut eh nur, was er gewohnt ist. Treten, zum Vorwärtskommen.

Nur noch fünf Minuten bis zum Ziel. Der Hinterreifen beginnt zu eiern. Ich bin auf der Zielgeraden. Das Rad fährt sich inzwischen echt komisch. Am Ziel. Absteigen, absperren. Genauer Blick und die Feststellung: Der Reifen ist platt. Da weiß ich, was ich am Wochenende zu tun habe 😀

©by UMW

Freitag, der 13.

Wie häufig kommt Freitag mit dem Datum 13 überhaupt vor? Ich kann es nicht sagen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich diese Tage alle für mich gepachtet habe. Und das wohl für die nächsten zehn Jahre. Also Leute, macht euch keine Sorgen. Der ganze Mist kommt eh bei mir an.

Seit Wochen schon erhalte ich nur noch Nachrichten, die mich demotivieren und erschrecken. Vor einigen Tagen habe ich mir gesagt: So, ab sofort erhalte ich nur noch positive Nachrichten. Was glaubt ihr, wie lange das so angehalten hat? Genau… Ja, genau zwölf Stunden. Irgendwie scheine ich alles falsch zu machen, mich falsch zu verhalten und all das anzuziehen, was kein anderer Mensch haben möchte. Vielleicht habe ich den Magnet verschluckt, das allen Ärger anzieht. Ich weiß es wirklich nicht.

Meine komplette Technik macht Probleme. Entweder sowieso defekt oder mangelhaft und gerade noch nutzbar. Austausch? Gerade nicht möglich. Diskrepanzen mit Anwalt und Versicherung. So, wie es gerade aussieht, bleibe ich auf den Kosten sitzen. Mir fehlt die Kraft mich herumzustreiten. Doch, ich werde es versuchen… Aber es ist so zermürbend.

Dabei sagte mir gestern ein guter Freund (und heute eine Freundin), ich sei so stark und so tapfer, hätte schon so vieles geschafft und würde so vieles bewältigen. Bin ich das tatsächlich oder sehen das nur die anderen so? Meine Schwäche sieht niemand, will niemand sehen…

Manchmal möchte ich einfach nur schreien. Und manchmal, manchmal möchte ich einfach nur gegen eine Wand fahren…

©UMW

 

Nachts…

…wenn ich nicht schlafen kann, überfallen mich Gedanken. Nach einer Weile des schlaflosen Liegens erhebt sich mein Körper und setzt sich an den Computer. Vielleicht nützt es der Schaffenskraft.

Der Kater kommt angeschlichen und fordert Streicheleinheiten ein. Diese gewähre ich ihm, während der Laptop mit den üblichen Schwierigkeiten hochfährt.

Ich sitze da, lausche der Stille.

Leise höre ich das Rauschen der Autos von der Autobahn. Der Wind weht diese Geräusche zu mir herüber. Es sind LKWs zu hören. Einige davon fahren sicher zum Großmarkt. Morgen landet dann einiges davon in unseren Einkaufswägen.

Mich erinnert die nächtliche Ruhe, das Fahren der Autos und die Kühle der Nacht an frühere Zeiten. An Zeiten, als ich Kind war. Es ist die Uhrzeit, zu der meine Eltern mit uns in Urlaub gefahren sind. Zeiten, in denen ich noch keine Verantwortung zu tragen hatte.

Nicht mehr lange, dann beginnen die Vögel mit ihrem Morgengesang während die Morgenröte den Himmel in ein wundervolles Licht taucht. Rötliches Orange wird sich über den Himmel spannen während ich versuche noch etwas Schlaf zu bekommen.

Guten Morgen ihr Lieben! Genießt einen wundervollen sonnigen Freitag 🙂

©UMW