Der Himmel so blau…

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Ja, es ist Frühling. Der April zeigte sich bisher von seiner schönsten Seite, als müsste er uns entschädigen. Entschädigen für den Virus, der Angst und Schrecken verbreitet. Entschädigen für die Panik, die von Politik und Medien verbreitet wird. Nein, das Thema lasse ich heute.

Ostern naht mit bunt bemalten Eiern, selbst gebackenen Lämmchen und Rüblitorte. Freude auf die warme Zeit und das Ende der Pandemie.

Ostern, besonders der heutige Karfreitag, steht unter anderem fürs „Kreuz tragen“. Unser Kreuz lässt sich vielleicht im Covid-19 finden. Wir müssen es tragen, ob wir wollen oder nicht. Es wurde uns aufgebürdet. Jedem einzelnen von uns. Wir dürfen weder Freunde besuchen noch reisen, sind eingeschränkt.

Jetzt habe ich schon wieder angefangen! Es lässt sich nicht ausschalten, begleitet es mich gerade überall, in allem was ich tue. Egal, wie sehr ich versuche es auszublenden.

Trotzdem oder wohl auch deshalb, freue ich mich derzeit darüber, dass ich ländlich wohne. Mit einem meiner Kinder Zeit verbringen und hier wohnen darf. Im nahen Wald lässt es sich in Ruhe und ohne Menschenansammlung, spazieren gehen. Mir geht es gut. Dieses Glück kann mir niemand nehmen.

Der Himmel ist blau, die Sonne wärmt die Haut und bringt die Sträucher zum Blühen. Die Farbenpracht vermittelt uns Leben und Freude. Sie macht uns bewusst, dass es weiter geht. Immer. Das Leben ist ein Kreislauf.

© by UMW

Festgehalten

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Zwecks Paperwork, Visakarte und nötigen Behördengängen bin ich Donnerstagnacht nach Deutschland geflogen. Das war eine falsche Entscheidung, denn nun sitze ich hier fest. Dieses vermaledeite Coronavirus, welches zu einer Pandemie geputscht wurde, ist dafür verantwortlich.

Vorerst hänge ich also hier in Deutschland fest und werde meine vorgenommenen Tätigkeiten erledigen, so lange es noch erlaubt ist vor die Türe zu gehen. Derzeit ist vieles ungewiss. Es ist ein sehr merkwürdiges Gefühl.

Eine weitere Aufgabe habe ich ungewollt erhalten. Das Umbuchen oder Stornieren meines Rückfluges. Es gestaltet sich äußerst schwierig, da augenscheinlich zu wenig Personal bei den Fluggesellschaften bzw. Reiseveranstaltern beschäftigt sind und dadurch diese den Ansturm nicht bewältigen können. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum es aufgrund der Aus-/Einreisesperre so schwierig ist eine „schlanke“ Lösung zu finden. Und wer jetzt meint, ich solle es Online versuchen, den muss ich enttäuschen, denn hier wurde ich auf eine Servicenummer verwiesen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen bei einer Telefonleitung durchzukommen, bin ich über die App in einem Chat gelandet. Dieser läuft maschinell, arbeitet nur mit Stichworten und wird, abhängig vom Flugdatum, an einen Agenten weitergeleitet. Da mein Rückflug jedoch nicht innerhalb der nächsten fünf Tage stattgefunden hätte, darf ich mich erst wieder in zwei Tagen melden. Somit heißt es erst einmal abwarten und dennoch zeitnah nach einem Flug ab 18. April suchen.

Zwischenzeitlich werde ich meine Zeit hier genießen. Trotz allem. Das Wetter ist frühlingshaft und es fängt an allen Ecken zu blühen an. Das hebt die Stimmung, lockt einen nach draußen. Sonne. Wärme. Genuss.

In diesem Sinne: Bleibt Gesund!

©by UMW

Wenn einer eine Reise tut…

Heute habe ich sie aus dem Winterschlaf erweckt. Die Diva. Wobei sie gestern schon vom Mechaniker gefahren worden ist. Eine Testfahrt, ob wirklich alles in Ordnung ist. Deshalb konnte ich sie heute im Fernen Utting am Ammersee abholen.

Es ist schon sehr abenteuerlich, wenn ich von München nach Utting möchte. Eine U-Bahn geht da nicht hin. Das war mir klar. Eine S-Bahn gibt es da raus auch nicht. Das war mir nicht klar. Jemanden aus dem Bekanntenkreis als Fahrer wollte ich nicht. Entgegen den anderen hatte ich einen freien Tag und hatte mir das Holen des Motorrades für heute vorgenommen. Also bin ich morgens um halb Zehn, wenn andere ihr Knusperfrühstück abhalten, zum Bus. Dieser brachte mich zur S-Bahn. Die S4 fuhr jedoch nicht bis zur Endstation, wie auf meiner App angezeigt sondern sollte bereits vier Stationen davor ihren Endhalt haben. So stand ich dann etwa eine halbe Stunde am Bahnsteig und wartete auf die nächste S4, die tatsächlich bis nach Geltendorf fuhr. Um 10.45 Uhr war ich dann in Geltendorf. Von hier sollte eine Bahn nach Utting fahren. Bis diese mit 5 Minuten Verspätung einfuhr musste ich eine Dreiviertelstunde warten.

Der Bahnhof selbst war Baustelle und deshalb geschlossen. Einen Kaffee konnte ich mir in einem türkischen Schnellrestaurant holen. Ich gönnte mir ein pikantes Hörnchen mit Schafskäse dazu und zahlte für Beides 3 Euro. Ja, doch. Drei Euro. Günstig für Münchner Verhältnisse. Etwas Positives für heute.

Am Bahnsteig setzte ich mich neben ein älteres Pärchen und reckte mein Gesicht der Sonne entgegen. Herrlich war das. Nebenbei hörte ich den alten Leutchen zu und schmunzelte. Sie gingen so lieb miteinander um. Ich empfand das so beneidenswert. Immer wieder wurde sich gegenseitig Mut gemacht – um was es ging, weiß ich nicht. Es war einfach nur schön zuzuhören.

Als meine Bahn einfuhr sprang ich auf und nahm dort direkt neben dem Ausstieg Platz. Es sollten nur vier Stationen sein. Nach kurzen zwanzig Minuten kam ich am Bahnhof in Utting an. Nun lag noch ein Spazierweg vor mir. Es ging bergauf. Mit der Motorradbekleidung und Helm in der Hand machte das so richtig Spaß. Es war warm und mir lief der Schweiß. Auf dem Motorrad brauche ich die Kleidung. Der frühlingshafte Fahrtwind ist noch kühl.

Zu Highnoon war ich dann in der Werkstatt. Meine Lady stand schon da. Erst wechselten Scheine den Besitzer, dann konnte ich los.imag1155

imag1150Über den Winter hatte ich nicht vergessen, wie es funktioniert. Es klappte alles. Zwar war ich erst einmal zaghaft, vorsichtig. Nein, ein Raser bin ich niemals. Es machte Spaß, der Strasse zu folgen. Mich in die Kurven zu legen. Vorerst war es nur ein kurzes Stück. Ich wollte die Sonne genießen und den See. Vor allem wollte ich meinen Wasserhaushalt auffüllen. Da spürte ich ein Defizit.

Nach der Pause fuhr ich über Land noch am Starnberger See vorbei. Seit meiner letzten Tour auf dieser Strecke hatte sich einiges verändert, ein Kreisverkehr mehr ist dazu gekommen. Nach Starnberg, auf freier Strecke nach den ganzen Kurven, sprang die Benzinleuchte an. Mist! Hoffentlich, hoffentlich…

Nach zehn Minuten kam die ersehnte Tankstelle. Ganze 15 Euro passten in meinen Tank. Das sollte für die nächsten 320 Kilometer ausreichen.

Mein Wasserdefizit machte sich bei mir mit Kopfschmerzen bemerkbar. Es wurde Zeit nach Hause zukommen.

Die erste Ausfahrt mit knappen hundert Kilometer habe ich geschafft. Die Diva schläft in der Garage und ich? Ich ruhe auf dem Sofa.

©by UMW

Drahtesel

Jeden Tag. Unterwegs. Auf dem Fahrrad. Sie tritt in die Pedale und hat das Zeitgefühl verloren. Sie fährt. Das Ganze inzwischen ohne jegliche Anstrengung. Jeder Hügel hat seine Herausforderung verloren. Zumindest in der Stadt.

Sie fährt und sie genießt. Die Sonnenstrahlen auf der Haut sind Genuss pur. Ebenso der Wind der ihrer heißen Haut Abkühlung gewährt. Der Wind, der sie streichelt. Zaghaft, kühlend. Die Sonne brennt und trocknet den Schweiß auf der Stirn. So schnell, dass die Schweißtröpfchen fast keine Zeit haben über das Gesicht zu laufen. Sie fährt sich mit dem Handrücken über die Stirn. Salzig. Zeit einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen.

Sie bremst, fährt an die Seite. Kramt aus dem Rucksack die Flasche Wasser heraus und lässt das kühle Nass die Kehle hinunter laufen. Verdammt heiß heute. Kaum zu Ende gedacht, schon schultert sie ihren Rucksack, schiebt die Sonnenbrille die Nase hoch und reiht sich unter die anderen Radfahrer ein.

Nur wenig später hat sie wieder ihre Geschwindigkeit erreicht und überholt die dahinschleichenden Verkehrsteilnehmer. In einer Stunde wollte sie ihr Ziel erreicht haben. Sie tritt noch etwas fester in die Pedale und nimmt an Geschwindigkeit zu. Der Wind kühlt. Herrlich.

Zu ihrer Linken fangen die Rapsfelder an. Herrlich Gelb leuchten die Blütenköpfe. Freundlich nickend grüßen diese. Der Weg verändert sich und wird zum Schotterweg. Gleich, gleich sollte sie am Ziel sein.

Und schon sieht sie den großen Spiegel. Den Wasserspiegel. Glitzernd liegt er dort in der Sonne und scheint sie zu locken. Sie fährt noch ein wenig schneller um zehn Minuten später vom Fahrrad zu springen. Sie legt das Fahrrad auf den Boden, reißt die Decke aus dem Rucksack und breitet diese auf dem Grasstreifen aus. Der Schweiß rinnt ihr über Stirn und Nacken, bahnt sich einen Weg an der Wirbelsäule und dem Brustbein entlang. Zügig legt sie die schweißnasse Kleidung ab und breitet diese zum Trocknen aus.

Heute gehört der See ihr. Jauchzend nimmt sie Anlauf und springt in das kühle Nass, taucht unter und schwimmt einige Züge um dann prustend nach oben zu kommen. Welch eine Freude!

©by UMW

Tanz der Blüten

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Herrlich ist es sich in der Natur zu bewegen

Während sich die Bäume im Blütenrausch überlegen

Dem Himmel entgegen strecken.

Explosiv ist der Reigen aus weißen und rosa Blüten

Die sich durch dichte Knospen mühten

Um nun dem Bienenvolke ihren Nektar anzubieten.

Amsel, Meisen und noch mehr aus der Vogelschar

Sitzen auf den Zweigen und bieten ihre Melodien dar.

Säuselnd rupft sachte der Wind,

Bringt taumelnde Blüten zum Tanze geschwind.

Sie wirbeln nieder wie im Schneegestöber,

Legen sich auf die Erde – ganz ohne zu zögern.

©by UMW

Grinsekatze – oder so…

imag010296763873.jpgHuhu… Ja, es gibt mich noch. Ich will mal kurz ein Lebenszeichen von mir geben. Derzeit lese ich mehr als ich selbst schreibe.

Mein Kopf ist so leer. Das ist wohl der Arbeit geschuldet. Es ist viel los. Immer wieder habe ich Ideen, während ich in die Arbeit radele. Doch wenn ich daraus etwas fabrizieren möchte, sind die Gedanken bereits verschwunden. Es sind wohl Geister, die in meinem Kopf für Verwirrung sorgen. Einmal übervoll und im nächsten Augenblick ist es leer.

Nun… Vielleicht ändert sich das ja wieder. Es ist die Zeit der Aktionen. Viel am Wasser und in den Bergen. Sonne tanken und Ruhe genießen. Heute habe ich kurz einmal Halt gemacht im Westpark. 1983 fand hier die Landesgartenschau statt. Den chinesischen Garten habe ich heute besucht und ein paar Bilder für euch gemacht.

 

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Ein schönes Wochenende für euch. Lasst es euch gut gehen und genießt das Leben.

©by UMW