Es kracht und scheppert…

Schon am Freitag zogen dunkle Wolken auf. Beängstigend, so dunkel wie es wurde. Dazu regnete es in Strömen und warf Hagelkörner vor die Haustüre. Meine Blumen waren so traurig, dass Sie die Blütenblätter von sich warfen. Einige Pflänzchen knickten im wahrsten Sinne des Wortes ein. Nach dem Unwetter richtete ich sie so gut es ging wieder auf. Dafür strahlten sie mich dann auch wieder freundlich an.

Die Wetterseite ist mit Eingangstüre und einem kleinen Fenster im Westen. Dummerweise hatte mir so der Regen einen kleinen See im Eingangsbereich beschert. Fast wäre ich auf den Fliesen darin ausgerutscht, doch glücklicherweise konnte ich mich abfangen. Eine halbe Schüssel voll Wasser hatte ich schlussendlich aufgewischt. Auf dem Fensterbankerl fand sich ebenfalls eine kleine Pfütze. Irgendwie ist da wohl etwas mehr undicht. Am Samstag kaufte ich im Baumarkt eine Abdichtung fürs Fenster, nur für die Türe konnte ich das Passende nicht finden, also musste ich es online bestellen. Bis Mitte der Woche sollte ich die Haustüre abdichten können. 

Samstag und Sonntag war es wieder heiß und sonnig. Auch der Montag begann mit einem klarem wolkenlosen blauen Himmel. An Regen hatte ich deshalb so schnell nicht wieder gedacht. Bis ich nach Hause kam, hingen bereits regenschwere dunkle Wolken in den Bergen. Eine Weile hielt es noch durch, bevor es wieder Hagelkörner vom Himmel schleuderte. Glücklicherweise hatte ich rechtzeitig meine Pflänzchen in den Schutz des Hauses geholt, so dass diese heute verschont blieben. 

Dieses Mal gab es jedoch ein beängstigendes und gewaltiges Gewitter. Es krachte und schepperte. Der Blitz war grell und sorgte für eine taghelle Umgebung. Der Donner kurz darauf war laut wie ein Kanonenschuss. Es war keine Zeit um bis zwei zu zählen. Doch glücklicherweise hielt das nur kurz an. Schon bald war nur noch ein Grollen in der Ferne hörbar. Das Gewitter war weitergezogen. Was blieb war noch das beruhigende Rauschen des Regens und dieser besondere Geruch nach einem Sommergewitter.

©by UMW

Ängste

Ein Thema, dass mich immer wieder beschäftigt und darüber jetzt geschrieben werden mag. Es geht um Ängste.

Manche Problematiken beschäftigen einen laufend, andere kommen nur in bestimmten Situationen zum Vorschein. Eines haben sie gemeinsam, sie verhindern zu leben. Natürlich weiß auch ich, dass Ängste ebenso eine schützende Funktion haben. Deshalb ist es wichtig uns selbst vertrauen zu können. Nur wer tut das tatsächlich?

In unserer Erziehung sind wir so getriggert worden, dass gewissen Ängste immer da sind. Andere entstehen durch verschiedene Umstände und wieder andere werden uns immer wieder nur „eingeredet“.

Statt in der Gegenwart zu bleiben, sind wir damit beschäftigt uns viele Gedanken über die Zukunft zu machen und haben Verlust- und Versagensängste

Im Alter von ca. zwanzig Jahren kannte ich nur wenige Ängste. Ich hatte keine Probleme nach Partynächten durch den Wald nach Hause zu laufen. Es passierte nie etwas. In der Zeit, in der meine Kinder klein waren und ich Alleinerziehend, bin ich in der Nacht zum Joggen. Das war meine einzige freie Zeit. Inzwischen traue ich mich nicht mehr in der Nacht durch einen Park zu laufen. Das ist den vielen Negativberichten in der Vergangenheit geschuldet.

Wir haben Existenzängste, Versagensängste, Angst etwas falsch zu machen, Angst nicht zu genügen und noch vieles mehr. Mir ist bewusst, dass wir nicht alle Ängste bezwingen können, ABER es können schrittweise die Steine, Hügel und Berge überwunden werden. Dazu darf  die einem dargebotene Hand angenommen werden. Es gibt immer Jemanden, der einen hilft – und wenn diese Hilfe professionell ist.

Und ja, ich weiß wovon ich spreche und ich weiß, wie schwierig es ist, sich seiner Furcht, Panik oder Angst zu stellen.

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