Regentage

Es war so angesagt. Regenwetter für das Wochenende. Geglaubt hatte ich es nicht, denn in letzter Zeit waren die Angaben des Wetterdienstes – oder soll ich sagen „der Wetter App“ – meistens falsch. Es regnet. Gefühlt bereits seit Stunden und es ist ein waberndes Grau. Da draußen vor dem Fenster.

Die Natur freut sich. Es war bitter nötig. Alles ausgetrocknet! Wie soll da etwas gedeihen? Die Erde darf sich vollsaugen und überschüssiges Wasser abspeichern. Die Strassen werden gereinigt. Die Luft wird wieder klar und erleichtert das atmen.

Genau! Wirklich böse bin ich nicht. Ich habe zu tun. Zumindest finde ich immer wieder etwas. Fotografieren. Einstellen. Verkaufen. Dazwischen stricke ich an einem Shirt weiter. In Türkis. Das erheitert und vermittelt ein Gefühl von Sommer, Sonne und Freude.

Soziale Kontakte pflegen bietet sich bei diesem Wetter ebenfalls an. Die Mutter anrufen. Demnächst sollte ich sie besuchen.

Viele Gedanken purzeln durch meinen Kopf. Ideen sammeln. Austauschen und niederschreiben. Ich mag graue Tage – hin und wieder…

©by UMW

Schlaflos in….

Nix mit Seattle. Dafür aber schlaflos in München. Es sind die Gedanken, die mich immer wieder wach halten und treiben.

Ich verkaufe mein Hab und Gut. Zumindest schon einmal im Geiste. Bin sowieso am Ausmisten. Wie bereits in meinen vorangegangenen Beiträgen geschrieben. Dabei kommen mir immer wieder Ideen, die ich in Google auf Möglichkeit überprüfe. Soweit bin ich also schon.

Was mir heute Nacht bewusst wurde… Seit geraumer Zeit, also schon mehr als ein Jahr, trage ich mich mit dem Thema Umzug. Allein das hat mir vor kurzem das Gefühl gegeben, bald weg zu sein. Schon komisch, dass genau dann dieser – nennen wir es einmal Vorschlag – mit der Weltumsegelung kam. Weiß das Unterbewusstsein mehr als ich oder steckt das schon so tief in meinem „raus-aus-dieser-Tretmühle-wollen“?

Die einzige Hemmschwelle sind derzeit meine Kinder. Den Mittleren unterstütze ich noch. Das ist der Kausus Knacksus. Ich muss während der Reise arbeiten. Fünfzehn Wochenstunden reichen da vollkommen aus. Das setzt jedoch Internet voraus. Inzwischen sollte das weltweit verfügbar sein. Ansonsten lässt sich das bestimmt variabel gestalten. Anpassen an die gegebenen Möglichkeiten. Das ist ein Ziel für den Moment. Herauszufinden, welche Firmen Aufträge soweit vergeben, dass beide Parteien glücklich sind

Es lässt mich schlichtweg nicht los 🙂

©by UMW

Gedankenfragmente

Morgens um sechs scheint die Welt noch in Ordnung. Ich sitze auf meinem Fahrrad und empfinde so einiges. Ich empfinde Kälte, Wärme und auch gar nichts. Das einzige, was mich fesselt, sind meine herum turnenden Gedanken. Gedanken über dies und das, was mir gerade mein Empfinden so durch die Windungen schickt.

Trotz der mageren vier Grad ist mir mein Daunenmantel zu warm, mein Schal zu viel. Ich öffne den Reißverschluss. Erst ein kleines Stück, dann komplett. Handschuhe habe ich mir heute Morgen gespart und das war eine richtige Entscheidung.

Meine Gedanken jagen mich. Ich habe so viele Träume. Träume, die ich gerne verwirklichen möchte. Schaffe ich das? Genau betrachtet brauche ich den dreifachen Verdienst und doppelt so viel Urlaub. Ist das machbar? Wie ist es machbar? Wo muss ich noch etwas verändern? Mich verändern…

Manchmal möchte ich alles hinwerfen, alles aufgeben. Und hinaus in die Welt. Da wünschte ich mich zurück in meine Zwanziger/Dreißiger Jahre. Altersmäßig meine ich das. Dazu die Möglichkeiten und die Technik von heute. Oder ist das auch im fortgeschrittenerem Alter möglich? Bisher bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Hier hält mich wenig. Gut, meine Kinder. Die Familienanbindung. Ein paar liebe Freunde. Das kann und darf mich jedoch nicht hindern, das zu tun, wonach sich meine Seele sehnt. Die Sehnsucht scheint noch auf kleiner Flamme zu brennen. Noch. Sobald die Flamme brennt, bin ich fort. Irgendwo am Wasser. Vielleicht auf einem Segler als Smutje 😀 oder als Sennerin auf einer Alm. Es zerreißt mich…

©by UMW

Leben heißt leben

Wieder einmal sind es die Gedanken, die sich festfressen. Gedanken, die mir während des Radelns durch den Kopf spuken.

Es geht um den Sinn meines Lebens. Warum, weshalb, wieso… Mein Leben und wie es bisher verlaufen ist und wie es läuft. Warum sich Dinge anders entwickeln als angenommen oder gewünscht. Weshalb etwas endet, was doch einmal super begonnen hatte. Und hier geht es nicht unbedingt um die Gegenwart. Vergangenes ploppt und blubbert nach oben.

Wer kennt ihn nicht diesen Gedankenkreislauf? Der Kreislauf, der sich alljährlich in der dunkleren Jahreszeit einstellt. Einen einpackt wie Watte und die Gedanken umhüllt wie eine wärmende Daunenjacke. Es wirkt wie ein Sog und zieht mitunter in eine scheinbar beruhigende und friedlich wirkende Umgebung. Hier lässt es sich aushalten. Entscheidungen sind unnötig. Es ist ein verharren, ausharren oder vielleicht ein kleines sterben. Tot sein.

Nur, wer will wirklich als Lebender tot sein? Ich nicht!

Also muss ich mich besinnen. Besinnen auf das Schöne. Das Farbige. Das Fröhliche. Die Lebensfreude! Raus in die Natur. Rauf auf einen Berg oder an ein Gewässer. Hauptsache raus und es ist farbig bunt.

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©by UMW

Sternenzauber

imag0241Aufgewacht

In einer Oktobernacht

Es ist frisch und der Himmel klar

Es blinkt und glitzert eine Sternenschar

Meine Gedanken in die Ferne eilen

Um bei Meeresplätschern zu verweilen

Wo Wellenwogen krachend

An Felsen brechen

Freudestrahlend lachend

Genießend Lippen zueinander sprechen

Sternenzauber still gewacht

Während ich an dich gedacht.

©by UMW

 

Moleskin

Im vergangenen Jahr habe ich so ein Büchlein zum Geburtstag geschenkt bekommen. Damit ich meine Gedanken, die damals nur so blubberten, aufschreiben kann. Oder zum Notizen festhalten, wenn einmal kein PC zur Verfügung steht. Somit bin ich mit diesem kleinen Büchlein ganz autark. Brauche keinen Strom und kann es überall mit hin nehmen. Wasser ist hierbei nur eine ganz schlechte Idee. Späßchen am Rande 😉

Lange Zeit hatte ich den Moleskin nicht mehr in Händen gehalten. Es gab nichts aufzuschreiben. Zumindest empfand ich es so. Nun hat es sich wieder geändert. Bei Schlaflosigkeit knipse ich die Nachttischlampe gedimmt an und schreibe da rein, was mir so im Kopf herum spukt. Das Gedankenkarussell läuft zwar noch weiter, aber der Schwung ist heraus genommen. So habe ich vor kurzem schnell mal einen Schrank für meine Nische skizziert. Bei Tageslicht besehen ist die Idee ganz ok, jedoch werde ich fertige Schränke bestellen.

Für mich hat so ein Moleskin den Charakter eines Gedankensammlers. Ich möchte Dinge festhalten, die mir gut tun oder mich inspirieren. Es soll mir ein Hilfsmittel sein mich zu fokussieren. Hierbei geht es ganz und gar nur um mich. Das klingt auf den ersten Blick wahrscheinlich egoistisch. Aber nun mal ganz ehrlich: Wenn es mir gut geht und ich in der Balance bin, geht es auch meinem Umfeld gut.

©by UMW

Sprudelnde Gedanken

So viele Worte in mir

Unsortiert sind sie hier

Schwer zu fassen in einem Text

Ohne Rahmen – es ist wie verhext.

Immerzu blubbert es in meinem Geist

Ist es Irrsinn, dass du mir Flügel verleihst?

Meine Wünsche und meine Gedanken

Sind ganz klar – keinesfalls am wanken.

Ich bin auf meinem Weg

Den ich wahrnehme als Privileg

Zu erreichen mein Ziel

Fokussiere ich mich,

Nehme es mit Freude als Spiel.

©by UMW