Mein größter Wunsch

Demütig gegenüber dem Leben

ist es mein einziges Streben

Schmerzfreiheit und Genesung für dich.

 

Ruhe und Entspannung solltest du haben.

Es sind andere, die mit Ihren Klagen

dir Stress und Sorgen bereiten.

 

Dein Körper ist ausgebrannt und leer,

so fällt es deinem Geist unendlich schwer

einen klaren Gedanken zu fassen.

 

Ich wünsche dir Stärke und Kraft

und tu, was in meiner Macht,

um dir Energie zu geben.

©UMW

 

Die Rückkehr der Meerjungfrau

Was damals geschah: Die kleine Meerjungfrau rettete den Prinzen vor dem Ertrinken und verliebte sich unsterblich in ihn. Von der Meerhexe ließ sie sich einen Zaubertrank verabreichen, um als Mensch weiterleben zu können. Um als Mensch leben zu können, musste sie das Herz des Prinzen gewinnen. Der Prinz wusste aber nicht, dass sie ihn gerettet hatte und verliebte sich in die Frau, die zur Stelle war, als er aufwachte und heiratete diese. Das junge Meerwesen wurde an seinem Hochzeitstag zu Meerschaum und konnte von da an nur noch als Geist weiterleben.

Meerjungfrau auf Stein
Danke an meinen Liebsten K. G.  für die Meerjungfrau 🙂

Seit diesem Tag sind viele Jahre vergangen. Die Meerjungfrau hatte als Geist in vielen Dingen geholfen und ward nie müde Liebende zu unterstützen. Sie heilte deren Herzen und half ihnen zusammen zu kommen. In den Nächten setzte sie sich auf den Stein zur Skulptur im Hafen, der an sie erinnern sollte. Hier beobachtete sie die Matrosen und hing ihren Gedanken nach. Sie wünschte sich so sehr wieder menschlich zu sein.

Eines Nachts stieg die Meerhexe auf und sprach zu ihr: „Welch dummes Ding warst du damals als du ein Mensch werden wolltest. Dein Wunsch ging nicht auf. Niemals hast du jedoch aufgegeben gut zu sein. Das soll endlich gewürdigt werden. Zu deinem Volk kannst du nicht mehr zurück. Das ist so beschlossen. Ich habe einen Trunk für dich, der es dir ermöglicht wieder menschlich zu werden. Lebendig wirst du jedoch nur in der Zeit von Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen. Wenn du es in dieser Zeit schaffst, dass dich ein Mann liebt und heiratet, wirst du ganz Mensch werden. Möchtest du das?“ Mit großen Augen sah die Angesprochene auf die Meerhexe und nickte begeistert. „Werde ich sprechen können?“ fragte sie. „In der angegebenen Zeit wirst du menschlich sein. Du wirst sprechen können. Nur bei einem musst du aufpassen. Iss keinen Fisch! Das wäre dein sofortiger Tod“, erwiderte die Hexe. „Gut. Das will ich tun“, freute sich das Mädchen. „Zum nächsten Vollmond bringe ich dir den Trunk“, sprach die Hexe und verschwand in den Tiefen des Wassers.

Zum genannten Zeitpunkt tauchte die Meerhexe wieder auf und übergab der Meerjungfrau eine Phiole mit den Worten: „Pass gut auf dich auf. Die Zeiten haben sich geändert, wie du sicherlich mitbekommen hast. Die Menschen sind rau und hinterhältig. Schau tief in das Herz des Mannes. Wenn es der Richtige ist, wird dein rechter Fuß ganz kurz mit Schuppen überzogen sein“. Sagte es und verschwand wieder.

Die Meerjungfrau sah auf die Phiole in ihrer Hand und lächelte. Das Leben hatte ihr eine zweite Chance geschenkt. Sie dankte, setzte die Phiole an die Lippen und trank. Kurz schwindelte ihr. Sie sah an sich herunter, konnte ihren Körper sehen und spüren. Ihre langen Locken wehten um ihren nackten Körper. Sie rutschte von dem Stein herunter und ging hinüber an Land.

Als erstes brauchte sie Kleidung. Auf den Steinen am Strand lag etwas Zusammengerolltes. Sie hob es auf. Da schien jemand seine Kleidung am Strand vergessen zu haben. Die Meerjungfrau entrollte es und sah es sich an. Es war eine weiße schmale Hose und eine türkisblaue Tunika. Beides war um eine kleine Tasche und Schuhe herum gewickelt. Alles passte sehr gut. Sogar die weißen Leinenschuhe saßen perfekt am Fuß. Sie nahm die Tasche und ging langsam Richtung Stadt. Ihre Füße schmerzten. Sie musste sich ans Laufen gewöhnen. So setzte sie sich erst einmal auf eine Bank und untersuchte den Tascheninhalt. Ein Beutel mit Geld waren darin, eine Haarbürste und ein Haargummi. Sie fasste ihre langen Haare zusammen und band sie zu einem Zopf.

Nach einer kurzen Pause erhob sie sich. Zeit für das Abenteuer „Leben“ und die Suche nach demjenigen, der ihr ein richtiges Menschsein ermöglichen sollte. Sie lächelte und lief beschwingt ins Zentrum der Stadt. Vor einem Schaufenster blieb sie stehen und begutachtete ihr Spiegelbild. Die Frau, die ihr entgegensah gefiel ihr  – mit ihrer schlanken Figur und den langen Locken. Mit Freude bemerkte sie die Männerblicke, die ihr folgten. Sie wäre keine Nixe, wenn dem nicht so wäre. Im Schaufenster konnte sie sehen, wie ein Mann auf sie zukam. „Na, du Schöne. Wie wäre es mit uns beiden? Etwas trinken“? fragte sie der Mann. Aufmerksam sah sie in sein Gesicht und spürte eine Warnung in ihrem Inneren. Kurz schüttelte sie den Kopf und ging weiter. Der Mann sah ihr böse nach. Sie drehte sich kurz um und freute sich, dass er ihr nicht folgte. Ein komisches Gefühl blieb in ihr.

Von einer Bar schallte Musik auf die Strasse. Durch die großen Fenster konnte die junge Frau fröhliche Menschen beobachten. Sie drückte ihre Nase ans Glas, als sie von zwei Frauen angesprochen wurde: „Können wir dir helfen? Suchst du etwas“? „Oh.. Danke“, stotterte sie. „Ich bin fremd hier und wollte nur sehen, was da los ist“. „Komm mit uns rein. Ein Freund feiert heute seinen Geburtstag“. Mit einem Kichern hakten die Frauen die Meerjungfrau unter und zogen sie mit in die Bar. Die Frauen wurden mit großem Hallo begrüßt. „Hallo Madi, hallo Cara“ wurden sie begrüßt. „Welch hübsches Wesen habt ihr denn da mitgebracht“? „Ja, gell“, antwortete Madi. „Das ist… Wie heißt du“? wurde die überraschte Meerfrau gefragt. Nach kurzem Zögern stellte sie sich als Oceana vor. „Sehr außergewöhnlicher Name“ kam als Antwort. Oceana nickte und erklärte, dass ihre Mutter das Meer so sehr geliebt hatte, dass sie ihr diesen Namen gab. Die jungen Leute feierten ausgelassen und die Frau aus dem Meer fühlte sich so wohl wie schon lange nicht mehr. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie sie von einem jungen Mann beobachtet wurde. „Wer ist das“? fragte sie Cara, die neben ihr stand und den Raum mit ihrem Blick absuchte. Cara folgte den Blick von Oceana. „Das ist Ovid, ein Grieche“ Ein hübscher Kerl, aber so was von ruhig. Für mich ist er zu langweilig“ raunte sie der anderen zu und zwinkerte. „Da drüben ist Berti. Ich muss ihn kurz sprechen“, sprach es und drängelte sich durch die Menschen.

Oceana schloss die Augen und bewegte sich zu der langsamen Musik. „Lust zu tanzen“? wurde sie gefragt. Sie öffnete die Augen und sah genau in die Augen von Ovid. „Gerne“, erwiderte sie leicht errötend. Er führte sie zur Tanzfläche und zog sie sanft an sich. Langsam bewegten sie sich zur Musik und unterhielten sich leise. Der Abend war wunderschön und irgendwann war es doch Zeit sich zu verabschieden. Ovid bot an Oceana nach Hause zu bringen. Sie lehnte dankend ab. Wie sollte sie ihm erzählen, dass sie kein zu Hause im herkömmlichen Sinne hatte? Er küsste sie zum Abschied und rang ihr das Versprechen ab, sich am nächsten Tag nach der Arbeit an selber Stelle wieder zu treffen. Sie sah ihm tief in die Augen, spürte ein kribbeln und gab ihm das Versprechen. Während er nach Hause lief, schlenderte sie zum Strand. Sie setzte sich ans Wasser. Langsam zog sie sich die Schuhe von den schmerzenden Füßen. Ihr rechter Fuß schimmerte glänzend – und schuppig. Das Zeichen, dass sie den richtigen Mann kennen gelernt hatte. Sie freute sich während die Schuppen bereits verblassten.

Als Geist war sie ans Wasser gebunden und konnte die Tage nur auf dem Meer verbringen. Sie sehnte die Nächte heran, in denen sie Ovid sah. In den folgenden Wochen lernten sie sich immer besser kennen. Ovid liebte sie sehr und wünschte sich, dass sie zu ihm zog. Er wollte sie in seinem nächsten Urlaub seinen Eltern vorstellen. Oceana überfiel Panik. Was konnte sie tun? Wie sollte sie ihm von sich erzählen? Von ihrem echten ich. Sie musste es ihm erzählen. Nur dann konnte sich ihr Schicksal erfüllen. Wenn er hierfür kein Verständnis aufbrachte, hatte alles andere sowieso keinen Sinn. Oceana nahm ein roséfarbiges Seidenkleid aus dem Schrank, das die Rundungen ihres Körpers besonders gut betonte. Mit einem mauvefarbigem Schal band sie ihre Locken zurück und trug einen zarten Lippenstift auf. Die Augen betonte sie lediglich durch einen leichten Lidstrich. Sie lächelte sich nervös an. Heute war der Tag der Wahrheit. Mehr als zwei Stunden lief sie den Strand auf und ab, bis es Zeit war sich zum Treffpunkt zu bewegen. Heute wollten sie sich in seinem Haus treffen um wieder einmal gemeinsam zu kochen. Es war nur ein kurzer Fußweg. Aber heute kam er ihr weit vor, sehr weit. Nervös klingelte sie. Ovid öffnete die Tür. „Wow! Heute schaust du ja besonders hübsch aus!“ rief er aus und küsste sie stürmisch auf den Mund. „Alles in Ordnung bei dir?“ fragte er sie skeptisch. „Ja… Nein…“ stammelte sie. „Ich muss dir etwas erzählen. Es ist wichtig“. Unruhig trat sie in sein Wohnzimmer und setzte sich. Er legte beruhigend seinen Arm um ihre Schultern und stellte ein Glas Wasser vor ihr ab. „Komm trink. Es ist alles sicherlich nur halb so schlimm“. Sie nickte und holte tief Luft.

Dann begann sie ihre Geschichte zu erzählen. Ovid hörte erstaunt zu und nickte immer wieder. Als sie geendet hatte, nahm er sie in seine Arme. „Das ist es also, was dich schon die ganze Zeit bedrückt hat. Jetzt kann ich dich besser verstehen! Und natürlich auch deine Zurückhaltung und warum ich dich nie nach Hause bringen durfte. Das Ganze klingt zwar äußerst merkwürdig. Und in unserer verrückten Zeit, in der es keine Märchen mehr zu geben scheint, auch äußerst unglaubwürdig“. Er sah ihr in die hellen blau leuchtenden Augen. „Irgendwo tief drin spüre ich, dass du die Wahrheit sprichst. Ich liebe dich und ich möchte mit dir leben, Kinder haben und alt werden. Wenn du ganz sicher bist, dass auch du das möchtest, dann lass uns heiraten und dich… Wie soll ich das nennen? Mensch werden?“ Sie nickte glücklich. „Ja, ich möchte das wirklich. Und ich spüre etwas Tiefes in mir. Es ist wie ein ziehen zum Meeresgrund. Vielleicht ist es das, was ihr Menschen „Liebe“ nennt. Über Kinder und alt werden brauchte ich mir bisher keine Gedanken machen. Wenn es das ist, was Mensch sein ausmacht, dann will ich das mit dir“. So war es beschlossen. Ovid wollte Oceana heiraten und im nächsten Urlaub seiner Familie vorstellen. Dort sollte dann eine typisch griechische Hochzeit stattfinden.

Vorerst mussten beide einen Standesbeamten finden, der sie am Abend traute. Sie wählten Freitag, den 25. September um 19 Uhr. Das war der letzte Termin, den der Trauzeuge bereit war eine Trauung vorzunehmen. Madi und Cara freuten sich als Trauzeugen mitwirken zu dürfen. Oceana war beiden so dankbar für ihre Freundlichkeit bei ihrer ersten Begegnung, der eine tiefe Freundschaft gefolgt war.

Endlich kam der große Tag. Oceana kleidete sich in ein türkisblaues Seidenkleid und schmückte ihre Haare mit vielen kleinen Blüten. Ihre Freundinnen hatten sie bei der aufwendigen Frisur unterstützt und begleiteten sie nun zum Standesamt. Ovid wartete bereits nervös, den Brautstrauß aus rosa und weißen Blüten haltend. Als er Oceana sah, war die Nervosität wie weg geblasen. „Wie schön du bist!“ begrüßte er seine Liebste und überreichte ihr die Blumen. „Du aber auch“, lächelte sie und steckte die Nase zwischen die Blüten. „Wie gut die duften! Hier, wir haben dir auch etwas mitgebracht“, lächelte sie zwinkernd. Die Frauen überreichten ihm eine Fliege, die zum Kleid seiner Zukünftigen passte. Cara entfernte seine schwarze Fliege und band ihm die türkisfarbige um. „Ihr seid ein so schönes Paar!“ rief sie aus. In dem Moment wurde das Brautpaar aufgerufen. Die Formalitäten brauchten keine zwanzig Minuten und die beiden waren verheiratet. Mit ihren Trauzeuginnen gingen sie in ein Restaurant zum Essen. Danach verabschiedeten sich Madi und Cara von den jung Vermählten.

Oceana und Ovid gingen zum Strand. Sie setzten sich auf einen Stein im Wasser, der beiden Platz bot und warteten. Gegen Mitternacht tauchte die Wasserhexe auf. Ovid erschrak. Die Alte winkte ab und sprach: „Glückwunsch Mädchen. Du hast es also geschafft. Ich wünsche dir ein gutes Leben. Der Weg zurück ist somit für immer geschlossen. Du Jüngling, achte auf sie und behandle sie gut. Sie ist etwas Besonderes.“ Sagte es und verschwand.

Die Beiden bereuten nie ihre Entscheidung. Der Wunsch nach Familie wurde ihnen mit vielen Kindern gewährt und so lebten sie glücklich bis an ihr Ende.

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Fastenzeit – Geist und Körper brauchen Ruh’

Entlastet ins Frühjahr

Entschlacken darfst du.

Ein neuer Jahreszyklus,

das Jahr beginnt neu sich zu drehn.

Befreie dich von allem

was dein Leben erschwert.

Löse schwierige Gedanken

und schick sie auf Reisen.

Sortiere aus, was dich behindert.

Trenne dich von Menschen,

die nur belastend für dich sind.

Verzichte auf Dinge,

die deinen Geist träge machen

und deinem Körper schaden.

Erneure dich auf ganz spezielle Weise.

Schick Körper und Geist

zur selbst heilenden Reise.

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Klarheit

Mit fragenden Augen sah sie das Gegenüber in den alten wissenden Blick. Hier versuchte Jemand sie aufs Glatteis zu führen. Ihr Körper vibrierte.

Da war etwas, wusste ihr messerscharfer Verstand. Ihr Geist verlangte nach dem besonderen Kick. Wollte dieser Mensch sie beleidigen mit den wortlosen Hülsen? Nicht mit ihr! Sie verlangte nach klaren Aussagen. Die Klarheit bekam sie durch ihren Tod, während das Wesen mit Genuss ihren dunkelroten Saft trank…

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Zeit für Entspannung

(oder: Waterworld)

Trübes Wetter draußen

Müde und lustloses chillen drinnen.

Diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen

und packen für einen Thermenbesuch.

Steigerung beim Aufwärmen bis rauf zu 95 Grad

und eiskaltes Abduschen bringen

den Organismus zum Schwingen.

Ruhen im Solestollen und

schwimmen im Solewasser

befreien die Atemwege.

Zeit für sich selbst

Zeit für einander

Zeit im Wasser

Entspannung für Körper, Geist und Seele!

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