Herzschlag

In meinem Nacken spüre ich deinen Atem

während mich deine Arme umfangen

Heiße Küsse streifen Wangen

in geöffneten Mündern explodieren

eng aneinander unsere Wärme spüren

Vibrierende Körper unermesslich im führen

Brausendes Donnern ist dein Herzschlag an meiner Brust

erweckt, erweckt hast du meine Lust.

©UMW

Das Date

Es war schon lange Zeit her, dass sich Petra verabredet hatte. Sie wollte es wagen; es war die beste Medizin um eine vergangene Liebe zu heilen. Dieser Mann lag ihr nun doch schon eine Weile hartnäckig in den Ohren und wollte sie näher kennen lernen. Einmal hatten sie sich schon kurz auf einen Kaffee getroffen. Nun lud er sie ein. In sein Haus. Petra war nervös. Was wollte sie anziehen? Auf keinen Fall zu sexy. Lieber die sportliche Variante. So entschied sie sich für eine Röhrenjeans und eine Bluse. Das war genau richtig, fand sie. Sie tuschte ihre Wimpern, schminkte ihre Lippen und entschied sich für Jil Sander als Duft. Mit dem Blick auf die Uhr stellte sie fest, dass die Zeit wieder einmal zu schnell verging. So schlüpfte sie schnell in ihre Stiefeletten, schnappte sich Mantel und Tasche. Mit einem zufriedenen Blick in den Spiegel griff sie nach den Autoschlüsseln und verließ die Wohnung.

Im Auto tippte sie die Adresse ins Navi und startete. Innerhalb von 35 Minuten sollte sie am Ziel sein. Die berechnete Zeit, war trotz des regen Verkehrs auf der Strasse, gut kalkuliert. In dieser Ecke der Stadt war sie bisher selten, so musste sie sich konzentrieren,  um der Stimme aus dem Navi richtig zu folgen. Es war eine gute Gegend, worauf die Häuser und gepflegten Gärten schließen ließen. Petra wurde es mulmig. Auf was hatte sie sich da schon wieder eingelassen? Noch zwei Minuten bis zum Ziel. Schon gab ihr das Navi zu verstehen, dass sie ihr Ziel erreicht hätte und es sich auf der rechten Straßenseite befände.

Das Tor stand offen. Kurz überlegte sie, ob sie rein fahren solle oder doch auf der Straße parken wolle. In dem Moment entdeckte sie, dass Matthias auf sie zukam. Er deutete an, dass sie hereinfahren solle. Sie lenkte das Fahrzeug in die Auffahrt und blieb hinter seinem Auto stehen. Kurz sammelte sie sich. Doch da war der Mann schon an ihrer Fahrzeugtür und hielt sie ihr auf. Charmant ist er also auch noch. Sie lächelte ihn an und stieg aus. Mit einem „Willkommen“ und einem Kuss auf die Wange begrüßte er sie. Er erzählte, dass er Muscheln in einer Tomaten-Knoblauch-Soße vorbereitet hätte. Dazu soll es frisches Weißbrot geben. Petra war begeistert und überreichte ihm eine Flasche Rotwein. „Die passt ja jetzt nicht wirklich dazu“, meinte sie. Matthias winkte ab. „Doch. Passt. Für mich gibt es da keine Regeln“, lachte er.

Nachdem er die Weinflasche beiseite gestellt hatte, nahm Matthias ihr den Mantel ab und geleitete sie in die großzügige modern eingerichtete Küche. Überwältigt blieb Petra stehen. So eine gut ausgestattete Küche hatte sie bisher noch bei keinem Mann gesehen. Mit Erstaunen nahm sie den hübsch gedeckten Tisch zur Kenntnis. Matthias entzündete die Kerzen und bot Petra einen Aperol Sprizz als Aperitif an. Nachdem Petra mit dem Getränk versorgt war, stellte Matthias den Sud auf eine höhere Stufe und ließ die Muscheln im Sieb abtropfen. Nach einer halben Stunde war das Essen bereit. Das Diner war sehr gelungen und reichlich. „Boah! Das ist ja der Wahnsinn!“ lobte Petra den Koch. Stolz streckte sich Matthias durch und wirkte damit noch größer als seine bereits stolzen 1,90 m. Er räumte das Geschirr direkt in die Spülmaschine. Das hatte Petra so noch nicht erlebt. „So ein Saubermann“, dachte sie sich. Das war ja schon fast zu perfekt. Als krönenden Abschluss bot er ihr noch einen Espresso an.

Die Unterhaltung lief sehr locker. Mit Begeisterung stellten sie fest, dass sie mit ihren Interessen doch sehr ähnlich lagen. Motorrad war er auch gefahren. Allerdings hatte Matthias das bereits vor Jahren aufgegeben. Zu viele seiner Freunde hatten auf der Strasse ihr Leben gelassen.

Inzwischen verbrachte er die meiste Zeit, wenn er sich von der Arbeit freischaufeln konnte, am Wasser. Hier hatte er Vieles ausprobiert. Als einziges Equipment hatte er noch ein Segelboot am Chiemsee. Alles, was er sonst zum Wellenreiten, Surfen oder Kiten brauchte, lieh er sich vor Ort aus. Es herrschte eine wunderbare Harmonie zwischen den beiden.

Inzwischen hatten sie eine Flasche Wein geleert. Petra bat um Wasser. Sie wollte noch nach Hause fahren. Matthias wehrte ab. „So schnell kannst du das nicht neutralisieren“, lachte er. „Du kannst hier schlafen. Ich habe Gästezimmer, wenn dir alles zu schnell geht“. Das klang gut. Mit zwei Gläsern Wein war sie noch nüchtern genug, um klare Entscheidungen zu treffen. Sie wollte auf keinen Fall irgendetwas überstürzen. Aber küssen wollte sie ihn und wissen, wie er schmeckt. Küssen ist der Anfang von vielem und entscheidend, ob ein Wiedersehen und mehr möglich ist. Und er konnte küssen…

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Begehren 

Lippen die sich berühren

Hände die einander verführen

Herzen, die im Gleichklang pochen

Körper haben die selbe Sprache gesprochen

Gefühle bewegend und unter der Haut

Daraus wird wohl Liebe gebraut

Spürst du diese Liebe tief in dir drin,

Nimm dieses Geschenk als besonderen Gewinn.

©UMW

Gedanken…

Gewünscht werden Küsse,

die Körper erspüren

streichende Finger

die Haut berührend

Lust erwecken.

 

Gewünscht wirst du

an meiner Seite

aneinander geschmiegt

im Schlafe gewiegt.

 

Gewünscht wird die Wärme deines Körpers

und dein Geruch in meiner Nase

beim Aufwachen mit einem Kuss

und einem Cappuccino im Bett.

©UMW

 

 

 

 

Sonne auf der Haut

Erwärmt von sonnigen Strahlen

gelockt in den von Blumen bunten Park

genießend bei der Gelegenheit

wir uns auf der Wiese aalen,

spüre ich die Sehnsucht deiner Küsse

voll Leidenschaft und stark.

Meine unbeschuhten Füße

strecke ich in frühlingsgrünes Gras.

Auf Frohsinn und Gemütlichkeit

erhebe ich mein Glas!

©UMW

CLOSE TO REALITY

Es ist morgen und dieser Gedanke oder Traum in meinem Kopf. Noch dazu so real….

Wir hatten uns schon länger nicht mehr gesehen. Bisher hatten wir immer schöne Abende. Freundschaftlich. Gequatscht über Gott und die Welt, einfach alles mit Leichtigkeit.

Ja, und heute war es wieder einmal soweit. Wir sehen uns. Bei ihm. Ich freue mich auf den Abend – und ihn.

Ich stehe vor seinem Haus und klingle. Es summt und die Tür öffnet sich. Ich gehe die Treppen hoch. Seine Wohnungstür ist angelehnt. Da ist ein Zettel an der Tür befestigt und ein schwarzes Tuch hängt am Türknauf. Was ist denn hier los? Bin ich an der falschen Tür? Ich lese das Namensschild. Doch. Richtig.

Auf dem Zettel steht: „Es wird Zeit für den nächsten Schritt. Bitte komme herein und binde dir das Tuch über die Augen.“

Ich stehe erst einmal unschlüssig da. Panik! Wie? Was für ein nächster Schritt?! Überraschungen haben etwas Aufregendes. Nur, das hier überrascht mich doch unvorbereitet. Eiskalt! Will ich das? Mein Herz schlägt ganz wild. Meine innere Stimme ermahnt mich zur Ruhe. O.k. Ich beruhige mich und höre in mich hinein. Ja, da ist ein Gefühl für diesen Mann da. Er berührt etwas in mir und …. er reizt mich! Das was jetzt kommt, war nie Thema. Zumindest bisher nicht. Oder habe ich es nur nicht gespürt? Nicht spüren wollen?

Mutig betrete ich die Wohnung, stelle meine Handtasche auf den Boden und binde mir das Tuch über die Augen. Soll ich stehen bleiben oder mich hin knien? Hätte er das nicht genauer schreiben können? Nervös stehe ich da, fühle mich etwas verloren. Mein Mund fühlt sich ganz trocken an. Unruhig kaue ich auf meiner Unterlippe herum. Dann höre ich leise Schritte. Er steht auf einmal neben mir. „Schön, dass du da bist!“ sagt er mit seiner warmen Stimme und drückt mich kurz an sich. Ich nehme seinen Geruch in mich auf. Männlich, herb und… etwas Wildes, Dunkles. Mein Körper ist in Anspannung und reagiert auf diesen Menschen. Er führt mich mit wenigen Schritten in ein Zimmer. Was hat er eigentlich vor? Er fragt mich: „Willst du dich mir anvertrauen?“ Ich bringe kein Wort heraus und deshalb nicke ich zustimmend. Langsam öffnet er den Reißverschluss meines Kleides. Das Kleid fällt zu Boden und ich stehe in meinen Dessous vor ihm. Glücklicherweise habe ich heute mein Lieblings-Dessous an. So fühle ich mich wirklich gut und sexy. Oh! Er öffnet den BH, der leise zum Kleid auf den Boden fällt. Kühle Luft umspielt meine Brustwarzen, die sich gleich keck aufstellen. Er holt tief Luft… Gefällt ihm, was er sieht? Er sagt nichts! Seine Zunge leckt über den linken Nippel während er spielerisch den anderen zusammendrückt. Diese verräterischen Knospen werden gleich noch härter. Arghhhhhh! Die Lust zieht sich durch den Körper und lässt Hitze aufwallen.

Da spüre ich etwas an meinem linken Handgelenk. Eine Ledermanschette. Und dann auch an der rechten. Er legt mich auf eine weiche Unterlage, nimmt meine Hände über Kopf und bindet diese irgendwo fest. Ich sehe nichts und meine Hände sind gebunden. Ich atme etwas schneller. Meine Sinne arbeiten auf Hochtouren. Ich rieche ihn… so intensiv. Oh ja, der Geruch gefällt mir. Macht mich total an.

Irgendwo tickt eine Uhr. Die blende ich besser aus.

Er fährt mit etwas leichtem weichen über meinen Körper. Es reizt die Haut. Mich. So gerne würde ich auch meine Hände benutzen. Geht nicht. Darf ich nicht. Da küsst er mich. Und er kann küssen! Mir wird ganz schwindelig…

….und dann klingelt der Wecker! So ein Mist!

 ©UMW