Der Sonne entgegen

Morgens von West nach Ost

ist es reine Seelenkost.

Egal was gewesen oder was gerade ist,

bleib fröhlich, sonnig, Realist.

Das Schicksal bestimmt dein Leben,

die Nornen sind immer am weben

und bauen so manche Überraschung mit ein.

Zur Freude kommt so manche Pein.

Jede Herausforderung führt dich durch manchen Kerker,

schlägt Wunden – macht dich härter.

Am Abend fährst du zurück von Ost nach West,

hast vieles bestanden – auch so manchen Test.

Die Sonne wärmt dir jetzt wieder dein Gesicht.

Ein Hoch auf dieses himmlische Licht.

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Wandel

Es bleibt nichts, wie es war. Wandel ist gut und wichtig. Für alles was lebt und ist. Wenn wir es genau nehmen, passiert der Wandel meist langsam. Unbemerkt. Außer wir sind besonders „sensitiv“.

Was wahrscheinlich auch euch aufgefallen ist: Das Licht verändert sich. Es wird weicher. Das Wasser bekommt wieder einen anderen Glanz. Es wird kühler und in der Nacht brauchen wir Jacken, um es draußen aushalten zu können. Die Tage werden wieder kürzer. Morgens um 6 Uhr ist es noch dämmrig. Der Tag beginnt wesentlich verschlafener als in den Sommermonaten und verabschiedet sich bereits nach dreizehn Stunden. Innerhalb der nächsten Wochen wird der Tag noch kürzer werden. Die Natur zieht sich langsam zurück. Ich gehe davon aus, dass sie uns in den nächsten vier bis sechs Wochen nochmals überraschen wird. Mit einem Feuerwerk an Farben.

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Der Sommer war viel zu schnell vorbei – meine ich. Irgendwie macht mich das traurig, melancholisch. Die Natur verändert sich, unaufhörlich. Sie lässt sich nicht aufhalten.

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Ostara

Nur noch eine Woche bis Ostern. Da möchte ich mich eben mit der Bedeutung von diesem Fest auseinander setzen.

Der Begriff Ostern entstammt den Bezeichnungen Ostara, Osten oder Eostre. Im Angelsächsischen bedeutet Ostern Göttin der Morgenröte. Das war gleichzusetzen mit der Auferstehung, der Fruchtbarkeit und dem Ackerbau. Ursprünglich wurde Ostara zu Ehren zur Tag- und Nachtgleiche gefeiert. Die Menschen begrüßten es, dass die Tage wieder länger wurden und der Frühling den Winter vertrieb.

Für dieses „Frühlingsfest“ gab und gibt es verschiedene Bräuche:

  • Den Schwerttanz als Symbol für Sonnengott, der die Wintermächte besiegt
  • Eier wurden als Opfergaben vergraben und verschenkt
  • Ostern gilt aus theologischer Sicht als das wichtigste Christenfest in Erinnerung an die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus.
  • Die christlichen Lehren besagen, dass sich die Frauen am Grab Jesu nach Osten wandten, in Richtung der Morgenröte. Sie glaubten, dass Jesus von Osten kommt, wenn er auf die Erde zurückkehrt. Nach Ansicht von Ostaras Befürwortern erinnern Ostern und andere Frühjahrsfeste bis heute an die Göttin.

Obwohl Ostern von der christlichen Kirche eingenommen und die Symbolik der Erneuerung mit der Wiedergeburt Christi verbunden wurde, sind viele Rituale und auch der Name immer noch Zeuge des heidnisch-germanischen Erbes.

Dank religiös-kulturellen Strömungen wird die Frühlings-Tagundnachtgleiche von Neuheiden als das Ostara-Fest gefeiert. Auch in der Wicca-Religion feiert man vom 20.-23. März das Frühlingsfest Ostara. Es ist eines der acht Hexenfeste im Jahreskreis und kennzeichnet die Zeit des Neubeginns. In der Wicca-Religion bedeutet die Tagundnachtgleiche, dass das Licht nun die Dunkelheit ablöst, und die Göttin Ostara erwacht, damit sie Fruchtbarkeit über die Erde bringt.

Obwohl wir in unserer Zeit immer über frisches Essen verfügen und im Winter ein warmes Heim haben und die Dunkelheit mit elektrischem Licht verdrängen können, ist der Frühling noch immer ein Symbol des Lebens und des Neubeginns. Das wieder erwachte Licht wirkt sich positiv auf unsere Seele und unseren Körper aus, erfüllt uns mit Energie, guter Laune und Optimismus. Egal, wie wir heutzutage das Fest der Frühlingsgöttin Ostara benennen, wir sollten in dieser Zeit das Leben und die Natur zelebrieren, den Winter zurücklassen und den Frühling mit einem Lächeln willkommen heißen.

Die Göttin Ostara bringt neue Lebensenergie nach den finsteren Wintermonaten Ostaras Kräfte führen zu einer Wende. Es findet Wachstum, Erneuerung und Leben statt. Erwacht der Frühling, können wir die kraftvollen Energien spüren und für uns nutzen.

Auch heute noch weisen einige Symbole auf die Verbindung zur Göttin der Morgenröte hin. Ostereier stellen die Fruchtbarkeit dar. Der Osterhase ist das Sinnbild für Fruchtbarkeit, der stellvertretend für die Götter, das Ei als Symbol für das neu entstehen versteckt. Hier haben die Farben folgende Bedeutung: Blaues Ei ist Hel geweiht und bringt Unglück, wogegen ein Rotes Ei Thor geweiht ist und drei Tage Glück bringt und das Gelbe Ei ist Ostara geweiht.

Die Osterfeuer symbolisieren mit ihrem Licht und ihrer Wärme die wieder erstarkende Sonne nach der langen und dunklen Winterzeit. Entsprechend ausgelassen werden diese Feierlichkeiten mit reichlich Alkohol begangen.
Der Osterhase war Begleiter der Frühlingsgöttin Ostara und Fackelträger der Erdgöttin Holda. Der vermehrungsfreudige Hase verkörpert besonders Fruchtbarkeit und die Lust am Leben. Etwa seit dem 16. / 17. Jahrhundert ist der Osterhase auch mit dem christlichen Osterfest verbunden.

Während das christliche Osterfest die Auferstehung Jesu ins Zentrum stellt, geht es beim Ostara Fest um die Auferstehung der Natur. Die Feldweihe ist ein Ritual, dass viele Bauern auch jetzt noch zelebrieren. Diese Weihe findet immer zu Ostara statt. Die Landwirte begeben sich auf die Felder und verstreuen an den vier Ecken Pfefferminze, Weidenbaum-Äste, Kräuter und Schlüsselblumen. Sie stecken eine Kerze in den Erdboden und bitten um Schutz für die Ernte und gutes Wetter.

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Kristallpalast

Hoch droben,

über den Wolken bei klarer Luft.

Weit entfernt von Hektik und Stress

findet sich Ruhe.

Im Kristallpalast liegt es seit Jahren

und wartet auf mich.

Verschlossen in einer glasklaren Phiole.

Umhüllt von waberndem Licht,

schimmert es grünlich und rosa

inmitten der anderen.

Bewacht von einer Armee

aus Geisterwesen.

Wage es nicht eine dieser Kostbarkeiten

zu berühren oder gar mitzunehmen!

Mit Lichtschwertern schneller

als jeder Samurai wird das Anvertraute

mit dem eigenen Leben behütet.

Es sind verletzte misshandelte Herzen,

die im Kristallpalast wieder Stärke erfahren

und mit Ruhe und Kraft lernen

wieder an die Liebe zu glauben.

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Hexenzauber

Hexenzauber einer Zauberhexe

Zaubertrunk und Spruchgetexte

an einem schwarzen Feuerkessel.

Fröhlich steigt die Feuerzunge

hoch den Topf bis an die Zungenfessel.

Losgelöst das Zünglein spricht:

Werde Friede

Werde Liebe

Werde Licht!

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