Familienbande

Familienbande

Nicht nur am Rande

Sondern mittendrin

Ich bin

 

Durch Blut

Sind wir gebunden

So manche Glut

Hat ein Feuer entfacht

 

Wir haben mit Bedacht

Gelöscht so manchen Brand

Dadurch ward gefestigt

Zwischen uns das Band.

 

Familienbande zeigen mir an

Einen Zusammenhalt es geben kann

Es braucht Offenheit,

Gemeinsamkeit

Ganz ohne Scherz

Ein liebendes Herz

©by UMW

Die Berghütte

Seit mehreren Wochen schon waren Anne und Fred in den Bergen. Rückzug in ihre Hütte. Ein kleiner See gehörte mit dazu und lud allmorgendlich zum Schwimmen ein. Herrlich war es dort. Klare Luft. Keine Fahrzeuge und nur wenig bis gar keine Menschen.

Seit zwei Tagen war Basti hier. Ein Freund von Fred. Er wollte eine Woche bleiben und ein wenig im nahen Fels klettern. Anne mochte ihn nicht so besonders. Er war ihr zu glatt; zu geschniegelt und zu oberflächlich. Trotzdem war sie freundlich zu ihm, unverbindlich.

Gerade kam sie vom See zurück. Fröstelnd lief sie hinters Haus, um sich kurz warm abzuduschen. Danach ging sie auf ihr Zimmer und kleidete sich an.

Unten hörte sie die Männer im Gespräch. Es war ein bisschen lauter. Was war da los? Sie öffnete die Zimmertür, lauschte. Um was ging es denn da? Nachdrücklich schien Basti auf Fred einzureden. Da setzte sie sich auf die oberste Stufe und versuchte die Gesprächsfetzen zu verstehen. Es wurde deutlicher. Es ging um sie. Anne wurde ärgerlich, als sie Fred so abfällig über ihre Person reden hörte. Vorerst blieb sie auf ihrem Platz.

Da saß sie nun. Oben auf dem Treppenabsatz. Sie lauschte normal nie. Doch jetzt war sie neugierig. Was wollte der Typ denn?

„Bisher hattest du immer hübsche schlanke Frauen,“ hörte sie Basti sagen. „Was willst du mit der Anne. Was machst mit der alleine hier oben? Die ist doch fad.“

Fred war wütend über diese Aussage: „Was bildest du dir ein, Basti! Du kennst sie doch gar nicht. Vielleicht hat sie ein bisschen mehr auf den Rippen als die anderen. Mir gefällt es an ihr. Außerdem hat sie ihr Herz auf dem rechten Fleck. Sie tut, was sie sagt und verspricht nichts. Sie ist ein ganz ein feiner Mensch. Wie kannst du nur so einen Blödsinn von dir geben?“

Basti lachte. „Das kannst du so nicht meinen. Schau dir doch den Hintern an!“ meinte er abfällig.

Anne hatte genug gehört. Sie lief die Treppen hinunter und baute sich vor Basti auf. „Es reicht, du blöder Schnösel! Du bist ein oberflächlicher Arsch. Wie kannst du nur über mich herziehen und versuchen Fred zu beeinflussen? Das ist unterste Schublade. Nur weil Fred gerade nicht mit dir um die Häuser zieht und ich nicht deinem Ideal entspreche…“ Kopfschüttelnd wandte sie sich ab und ging zu Fred.

Er legte besitzergreifen seinen Arm um ihre Taille. „Auf meine Frau lass ich nichts kommen. Wenn es dir nicht passt… Es hält dich keiner hier,“ schimpfte er und küsste Anne auf den Scheitel.

Basti hatte einen hochroten Kopf. „Entschuldigung“, murmelte er. „Ich gehe dann wohl besser.“ Er packte seinen Rucksack und verschwand.

Endlich war wieder Ruhe eingekehrt. Die beiden Verliebten verschwanden im Schlafzimmer. Endlich hatten sie wieder Zeit für sich.

©by UMW

Schmarotzerweiber

Vor langer Zeit, da meinte sie ihn zu lieben. Sein Geld, seinen Status, sein Leben. Davon versprach sie sich viel. Zumindest ein unbeschwertes Leben. Wäre da nicht sie selbst gewesen. Irgendwann mochte sie sich selbst nicht mehr und begann alles an sich zu hassen. Ihr zu viel an Pfunden, ihre Unrast und ihre Schwangerschaft. Ihre Selbstwahrnehmung verfälschte alles. Damit trieb sie ihn von sich fort. Sie gab ihm die Schuld an ihrer misslichen Lage, einfach an allem.

Wer kann das schon ertragen?!

Trennung. Ärger. Hass. Dazwischen ein liebenswertes „Etwas“. Das Kind. Die Kinder. Der PingPong-Ball zum Einfordern von finanziellen Mitteln. Nicht mehr gönnen können. Nur noch wollen. Alles kaputt machen. Vernichten.

Wo bleibt das Rückgrat? Wo bleibt der Stolz? Sich mit eigener Hände selbst etwas (er)schaffen. Eigenes Leben (er)leben.

Ja, ich kenne so manches, so handelndes, böses Weib. Schmarotzerweiber. Die mein Leben streiften, hatten Probleme mit meiner direkten Art. In diesen Spiegel wollten sie ungern schauen.

©by UMW

Eine Liebe…

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Ich liebe. Ja! Wenn ich liebe, dann sehr intensiv. Und diese Liebe ist etwas, was mir soviel zurück gibt. Meine Liebe zu den Bergen, zur Natur. Es ist eine bedingungslose Liebe – ohne Erwartung, so wie reine Liebe eben sein soll. Und doch bekomme ich hier so viel zurück. Ruhe, Entspannung, Freude und noch viel mehr.

 

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Gestern erst war ich beim Ski fahren. Die Pisten waren leer. Enfach herrlich und entspannend. Blauer Himmel und Glitzerschnee. Dazu wertvolle Menschen. Meine Kinder. Kann es etwas Schöneres geben?

 

©by UMW

Unverständnis

Es macht mich unsagbar traurig, wenn ich höre, dass ein Elternteil von seinem Kind fern gehalten wird. Vor allem, wenn es sich um Weihnachten handelt. Ein Kind hat Anspruch auf beide Elternteile. Egal, was zwischen den Eltern vorgefallen ist: Das ist getrennt davon zu behandeln, was das Kind selbst betrifft!

Ein Kind braucht sowohl den weiblichen Teil (Mutter) als auch den männlichen Teil (Vater). Das darf nie vergessen werden. Die Liebe von jedem Einzelnen ist wichtig für die Entwicklung des Kindes.

Ich bin selbst ein geschiedener Elternteil. Und ich verstehe, dass ein Teil sauer auf den anderen sein kann. Es ist nachvollziehbar! Und trotzdem: Es darf nie – ja! Niemals auf dem Rücken des Kindes ausgetragen werden.

Die Kinder verstehen es meist im Erwachsenenalter. Dann kann die geliebte Mutter (Vater) auf einmal ganz schnell das volle A*schl*** sein. Also, überlegt wohl, was ihr tut. Früher oder später kommt alles ans Licht.

In diesem Sinne: Besinnliche und wundervolle Weihnacht! Überlegt wohl, was ihr tut. Denn früher oder später schlägt alles zurück 😉

©by UMW

Es ist vollbracht…

IMAG0690Advent, Advent, das Vierte Lichtlein brennt. Es ist vollbracht – zumindest fast. Die Adventszeit, Vorbereitungszeit auf Weihnachten, endet morgen mit dem Höhepunkt. Dem heiligen Abend. Kinderaugen leuchten. Es wird wieder viele Enttäuschte geben, weil sie etwas anderes bekommen haben als gewünscht. Es ist eine hochexplosive Zeit in vielen Familien, dazu Unglücksfälle durch brennende Christbäume und Selbstmorde wegen Einsamkeit.

Dabei sollten wir dankbar sein. Dankbar, dass wir leben, ein Dach über den Kopf haben und etwas zu essen auf dem Teller. Was sind schon Geschenke, wenn sie nicht vom Herzen kommen? Wenn nur geschenkt wird, in der Erwartung selbst etwas zu bekommen!?

Ich persönlich schenke, wenn ich jemanden etwas schenken möchte. Weil es mir mein Herz sagt und weil es mir Freude bereitet. Erwartungen daran knüpfe ich schon lange keine mehr.

Für mich ist das schönste Geschenk, Zeit mit meinen Lieben zu verbringen.

©by UMW

Alle Jahre wieder…

Ja, es kommt zu Wiederholungen. Vieles bleibt gleich. Und doch ist alles im Wandel. In der Veränderung.

Was gleich bleibt sind die Festtage, die an ein Datum gebunden sind. Weihnachten, Geburtstag und bestimmte Feiertage. Alles was drumherum passiert verläuft anders oder findet gar nicht statt. Da können wir uns noch so sehr etwas wünschen. An den Weihnachtsmann glauben wir nicht mehr und vielleicht haben wir den Glauben an Friede, Freude, Eierkuchen sowieso schon verloren. Es ist vorbei und funktioniert nicht, uns ein X für ein U vorzumachen schon gleich gar nicht.

Vielleicht hilft es an ein Wunder zu glauben. Richtig! Nur das kann noch überzeugen!

In diesem Sinne ein wundervolles letztes Adventswochenende 🙂

©by UMW