Rückschläge und Selbstmotivation

Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist sich selbst herunter zu ziehen. Von Gegebenheiten, die vielleicht einen neuen oder anderen Ansatz benötigen.

Deshalb ist es ganz wichtig, sich selbst mit kleinen Erfolgen zu stärken. Inzwischen wurde ich bei einer Seite zum Texten angenommen. Der Verdienst ist zwar unterirdisch, aber vielleicht werde ich von einem Auftraggeber „entdeckt“, der mich unter besseren Bedingungen schreiben lässt. Na ja, aller Anfang ist schwer.

Beim Surfen habe ich nun einige Seiten gefunden, die Möglichkeiten zum ortsungebundenen Arbeiten anbieten. Genau das ist es, was mich dann wieder motiviert. Es gibt Chancen. Ich muss sie nur aufspüren. Vielleicht möchtet ihr euch informieren zum ortsunabhängig Arbeiten? Onlinekurs mit Alex Marci bei der FreedomAcademy

Der Versuch mein Motorrad heute zu verkaufen war katastrophal. Erst einmal hatte der Mensch Schwierigkeiten beim Starten. Gestern bin ich erst gefahren und hatte diese Schwierigkeiten nicht. Nach der Probefahrt behauptete er, es wäre Wasser im Öl und irgendwo etwas undicht. Panik bei mir. Will er nur den Preis drücken? Er kann nämlich alles selbst reparieren und bekommt von seinem Arbeitgeber, dem Hersteller meines Motorrades, sehr gute Konditionen für die Ersatzteile. Was soll ich tun? Ihm blind vertrauen? Wo ich doch sowieso Probleme mit dem Vertrauen habe. Im ersten Moment habe ich tatsächlich gedacht, ich mache das. Inzwischen habe ich mich umentschieden und fahre bei der Werkstatt meines Vertrauens vorbei. Ich lasse einen Ölwechsel machen. Dabei zeigt sich dann schon, ob jetzt tatsächlich etwas defekt ist oder nicht. Vorerst pausiere ich meine Verkaufsanzeigen. Schließlich will ich ja niemand etwas böses.

Für den Verkauf meiner Kleidung habe ich tatsächlich eine Ankaufsmöglichkeit im Netz gefunden. Wie bei den Büchern auch, sagen die direkt, was ich an dem einen oder anderen Kleidungsstück verdiene. Das finde ich genial, denn so brauche ich mich mit keinem Käufer bei Flohmärkten oder Onlineauktionsportalen herumzuschlagen. Allerdings nehmen sie nur Markenbekleidung. Erst kürzlich habe ich festgestellt, dass ich davon genug habe. Vorteil wiederum ist, dass die Sendungskosten zu deren Lasten gehen.

Wie ihr seht, tut sich bei mir etwas. Sowohl schönes als auch weniger schönes. Es ist gar nicht so einfach, sein angesammeltes Hab und Gut wieder unter die Leute zu bringen. Ich habe noch Zeit! Das darf ich mir immer wieder bewusst machen. Nur nicht hudeln… 🙂

©by UMW

 

 

Wenn einer eine Reise tut…

Heute habe ich sie aus dem Winterschlaf erweckt. Die Diva. Wobei sie gestern schon vom Mechaniker gefahren worden ist. Eine Testfahrt, ob wirklich alles in Ordnung ist. Deshalb konnte ich sie heute im Fernen Utting am Ammersee abholen.

Es ist schon sehr abenteuerlich, wenn ich von München nach Utting möchte. Eine U-Bahn geht da nicht hin. Das war mir klar. Eine S-Bahn gibt es da raus auch nicht. Das war mir nicht klar. Jemanden aus dem Bekanntenkreis als Fahrer wollte ich nicht. Entgegen den anderen hatte ich einen freien Tag und hatte mir das Holen des Motorrades für heute vorgenommen. Also bin ich morgens um halb Zehn, wenn andere ihr Knusperfrühstück abhalten, zum Bus. Dieser brachte mich zur S-Bahn. Die S4 fuhr jedoch nicht bis zur Endstation, wie auf meiner App angezeigt sondern sollte bereits vier Stationen davor ihren Endhalt haben. So stand ich dann etwa eine halbe Stunde am Bahnsteig und wartete auf die nächste S4, die tatsächlich bis nach Geltendorf fuhr. Um 10.45 Uhr war ich dann in Geltendorf. Von hier sollte eine Bahn nach Utting fahren. Bis diese mit 5 Minuten Verspätung einfuhr musste ich eine Dreiviertelstunde warten.

Der Bahnhof selbst war Baustelle und deshalb geschlossen. Einen Kaffee konnte ich mir in einem türkischen Schnellrestaurant holen. Ich gönnte mir ein pikantes Hörnchen mit Schafskäse dazu und zahlte für Beides 3 Euro. Ja, doch. Drei Euro. Günstig für Münchner Verhältnisse. Etwas Positives für heute.

Am Bahnsteig setzte ich mich neben ein älteres Pärchen und reckte mein Gesicht der Sonne entgegen. Herrlich war das. Nebenbei hörte ich den alten Leutchen zu und schmunzelte. Sie gingen so lieb miteinander um. Ich empfand das so beneidenswert. Immer wieder wurde sich gegenseitig Mut gemacht – um was es ging, weiß ich nicht. Es war einfach nur schön zuzuhören.

Als meine Bahn einfuhr sprang ich auf und nahm dort direkt neben dem Ausstieg Platz. Es sollten nur vier Stationen sein. Nach kurzen zwanzig Minuten kam ich am Bahnhof in Utting an. Nun lag noch ein Spazierweg vor mir. Es ging bergauf. Mit der Motorradbekleidung und Helm in der Hand machte das so richtig Spaß. Es war warm und mir lief der Schweiß. Auf dem Motorrad brauche ich die Kleidung. Der frühlingshafte Fahrtwind ist noch kühl.

Zu Highnoon war ich dann in der Werkstatt. Meine Lady stand schon da. Erst wechselten Scheine den Besitzer, dann konnte ich los.imag1155

imag1150Über den Winter hatte ich nicht vergessen, wie es funktioniert. Es klappte alles. Zwar war ich erst einmal zaghaft, vorsichtig. Nein, ein Raser bin ich niemals. Es machte Spaß, der Strasse zu folgen. Mich in die Kurven zu legen. Vorerst war es nur ein kurzes Stück. Ich wollte die Sonne genießen und den See. Vor allem wollte ich meinen Wasserhaushalt auffüllen. Da spürte ich ein Defizit.

Nach der Pause fuhr ich über Land noch am Starnberger See vorbei. Seit meiner letzten Tour auf dieser Strecke hatte sich einiges verändert, ein Kreisverkehr mehr ist dazu gekommen. Nach Starnberg, auf freier Strecke nach den ganzen Kurven, sprang die Benzinleuchte an. Mist! Hoffentlich, hoffentlich…

Nach zehn Minuten kam die ersehnte Tankstelle. Ganze 15 Euro passten in meinen Tank. Das sollte für die nächsten 320 Kilometer ausreichen.

Mein Wasserdefizit machte sich bei mir mit Kopfschmerzen bemerkbar. Es wurde Zeit nach Hause zukommen.

Die erste Ausfahrt mit knappen hundert Kilometer habe ich geschafft. Die Diva schläft in der Garage und ich? Ich ruhe auf dem Sofa.

©by UMW

Immer wieder das Motorrad

Schon vor meinem Urlaub war es eine Zeit her, dass ich Motorrad gefahren bin. Nun, nach dem Urlaub wollte ich nun doch einmal wieder starten und vor allem eine Runde zum Luftdruck prüfen und „Batteriepflege“ fahren.

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Deshalb bin ich einen Tag nach meiner Rückkunft zu meinem Kälbchen zur Begrüßung. Tja, sie war beleidigt und machte gar keinen Mucks mehr. Nicht einmal einen Klack. Gar nichts. Wie ich es liebe, die Batterie auszubauen! Doch dieses mal klappte es ziemlich fix. Die Batterie also mit in die Wohnung und an das Ladegerät. Schließlich habe ich diese Batterie erst seit dem Winter. Nach zwei Tagen gab ich das Laden auf. Es war zwecklos. Tiefenentladung nehme ich an und damit nicht mehr brauchbar. Keine Chance auf Wiederverwendung. So ein Shit! Also eine neue Batterie gekauft. Die wievielte ich da innerhalb der letzten fünf Jahre gekauft habe kann ich nicht sagen. Zu viele! Kein Mensch versteht das oder kann es nachvollziehen. Ja, ich weiß… Ich fahre zu wenig. Bisher lies sie sich nur nicht verkaufen. Nächster Versuch dann im Frühjahr!

Am Freitag schaffte ich es dann endlich die Batterie einzubauen. Ich bin echt stolz auf mich. Es ging wirklich gut und vor allem sehr zügig. So langsam scheine ich hier Übung zu bekommen. Wie es mir der Mechaniker gesagt hatte, startete ich die Zündung und wartete bis nur noch das „N“ und Öllämpchen aufleuchteten. Ich drehte das Gas dreimal voll auf und schaltete die Zündung wieder aus. Klingt alles bisschen verrückt? So soll das Bike aber an die neue Batterie angelernt werden. Danach konnte ich starten, ohne Gas zu geben. Bis dahin hat alles wunderbar funktioniert. Ja, sie springt problemlos an und läuft im Leerlauf. Sobald ich jetzt aber Gas gebe… Stirbt sie ab. Ich bin mit meinem Latein am Ende.

Wie es aussieht, muss sie in die Werkstatt und die Software muss neu aufgespielt werden. Es ist einfach nur zum Kotzen.

©by UMW

Baby Baby…

Die Sonne lacht und in der geheizten Wohnung überkommt einen schon das Sommerfeeling. Ok. Bei mir liegt es vielleicht daran, dass ich im Dachgeschoss wohne und einen Blick auf den hellblauen Himmel habe. Auf jeden Fall hat mich heute morgen Vogelgezwitscher geweckt und der Blick auf den klaren Himmel meinen Aktionismus.

Sie naht. Die Motorradsaison. Etwas verspätet dieses Jahr. Der Winter hat uns ja noch immer im Griff. Dennoch sind Vorbereitungen zu treffen. Nachdem ich mich schon länger um die Abholung meines Mottorrades bemühe… Heute hat es geklappt. Beim Anruf am Montag, war mir dieser Samstag in Aussicht gestellt worden. Nur hörte ich nichts von diesem Menschen, also eine Erinnerung von mir.

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wenn Frau selber schraubt…

Dann ging es schnell. Ich musste noch die Batterie einbauen, denn der Mann hatte es eilig und wollte sich damit nicht aufhalten, wenn er kommt. Eine Stunde sollte ich haben, bis er bei mir eintreffen sollte.

Ich also schnell in Schlabberklamotten, die Batterie von der Ladestation abgeklemmt, Schrauben gepackt und ab in die Tiefgarage.Die eine Mutter lies sich nur schwer in die richtige Position drücken, insofern war das Schrauben nicht möglich. Mir lief vor Nervosität das Wasser den Rücken hinunter. Ich wollte fertig sein, bis der Mechaniker da war. 20180324_091147.jpgSchlussendlich klappte es doch noch. Die Batterie war eingebaut, die Verkleidung fest und der Öldeckel festgeschraubt und ich am Ende…

Über die Tiefgaragenzufahrt verließ ich die Garage und sah, wie der Mechaniker gerade her fuhr. Wow, das war wieder einmal „just in time“. Mein Baby sprang auch gleich an, so dass sie problemlos aus der Garage gefahren und verladen werden konnte.

20130811_141929-1Nun bekommt sie einen Kundendienst und den TÜV. Danach werde ich sie verkaufen.

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Meine Helden

Der Tag begann bewölkt. Mit schweren dunklen Wolken. Bis zum frühen Nachmittag riss die Wolkendecke immer weiter auf. Es war angenehm warm. Das richtige Wetter für eine Motorradtour.

Wir waren gerade beim Stöbern im Baumarkt als uns die WhatsApp von Frido, mit der Frage nach „Lust auf Motorrad fahren“ erreichte. Das Wetter war prädestiniert für eine kleine Tour um den Starnberger See. Vielleicht sogar mit einem erfrischenden Sprung ins Wasser. Also vereinbarten wir eine Uhrzeit zu der wir uns treffen wollten. Wieder zu Hause packte ich ein Handtuch und Trinkwasser ein.

Kurz nach drei Uhr am Nachmittag ging es dann los. Erst einmal zum obligatorischen Luftcheck an die Tankstelle und dann war Abfahrt. Ich bin ein vorsichtiger und gemächlicher Fahrer im Vergleich zu den beiden männlichen Fahrern. Charlie und Frido sind beide von Haus aus zügiger unterwegs, deshalb war es für mich hart immer hinten dran zu bleiben. Bei dieser Fahrt versuchte ich etwas mehr den Anschluss zu halten. Somit mussten die Männer auch nicht zu lange auf mich warten. Ich konnte mich ein wenig besser anpassen, da mir die Strecke bekannt war. So verlief die Fahrt gut und machte auch mir richtig Spaß.

Weil es so gut lief, schlug ich vor ohne Stopp am See weiter zu fahren und auch noch den Ammersee zur Runde dazu zu nehmen. Charlie fand die Idee super und auch Frido nahm den Vorschlag an.

Wir waren gerade wieder einmal abgebogen, als es einen Schlag gab. Mein Motorrad – ja, wieder einmal das Meinige! – bremste herunter. Ich blieb zittrig stehen. Was war denn dieses Mal? Frido, der auf meiner Höhe war sah an meinem Motorrad herunter und stellte fest, dass die Kette herausgesprungen war. So ein Mist! Meine Lady war mein zügiges fahren wohl nicht gewöhnt, so dass sich die Kette gelängt hatte. Das Missgeschick passierte genau vor einer Sanitärfirma. Charlie ging ums Haus herum, um vielleicht Jemanden zu finden, der uns Werkzeug leihen könnte. Tatsächlich fand sich ein Retter. Und wir trafen es richtig gut – Glück im Unglück sozusagen. Es war ein Mitarbeiter von BMW, der gerade von einem Experience Motorrad-Training zurück kam und bereitwillig das Werkzeug und seine Arbeitskraft einsetzte. Meine Helden machten mein 16jähriges BMW-Kälbchen wieder flott, so dass ich weiter fahren konnte. Der fremde Held wollte auch nichts für seine Mühe. Bekanntlich trifft sich Mensch immer zweimal im Leben…

Bei uns ging die Fahrt weiter. Ich war anfangs noch etwas ängstlich unterwegs, da ich dasselbe Malheur nochmals befürchtete. Nach einer kurzen Eispause am Ammersee hatte ich mich beruhigt und legte das letzte Stück nach Hause erneut zügig zurück.

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Tage wie diese

An diesem wundervollen Tag, mit Sonnenschein auf strahlendblauem Himmel, wurde ich durch Vogelgezwitscher aufgeweckt. Ein liebevoller Kuss und ein schöner Cappuccino ließen den Morgen wundervoll starten.

Während ich den Tag mit Freunden bei Volleyball und Grill geplant hatte, der auch wunderschön war, mit schwimmen im 16 Grad frischem See, hatte sich mein Freund einen Kitetag verordnet. Die Sehnsucht nach Wind und Wasser quälte ihn schon länger und ich gönnte es ihm von Herzen, da für einen See im Königswinkel guter Wind angesagt war. Mit dem Motorrad brach er auf, um sich mit seinem Sohn zu treffen und mit ihm gemeinsam im Auto weiter zu fahren. Ich bat ihn nur um eine kurze Rückmeldung, wenn er angekommen wäre. Diese kam dann nach einer längeren Zeit als er üblicherweise zum Fahren brauchte. Sein Motorrad zeigte auf der Fahrt Kupplungsprobleme, die er zu Hause zu beheben versuchte. Als er seine Grenzen bei der Reparatur erreichte rief er ein Servicemobil. Es stellte sich heraus, dass das Getriebe des Motorrades defekt war. Ein neues Motorrad mit nur 5000 km, so ein Shit! Im Laufe des Nachmittags sollte ein neues Getriebe angeliefert werden. Nur war sein Tag somit „gelaufen“! Der Monteur kam dann auch erst gegen 21 Uhr. Nach 22 Uhr war das Motorrad endlich fertig und fuhr wieder. Wenigstens das!

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Rock my Bike

Ein wunderschöner Sonntag. Morgens um 7 Uhr aufgestanden. Die Vögel zwitschern und erzählen schon von einem wundervollen Tag. Die Mopeds stehen voll betankt draußen und warten bereits auf uns. Ab 8 Uhr treffen wir uns an dem in einer Fahrtstunde entfernten Treffpunkt, um 9 Uhr späteste Abfahrt. Es gibt noch einen schnellen „wake-up“-Kaffee, während wir in die Sicherheitsklamotten steigen und schon geht es los.

Die Mopeds schnurren brav und gleich geht es los. Der Morgen hat noch kühle Temperaturen, die durch die warme Kleidung spürbar ist. Der Fahrtwind beißt, also Visier mit Sonnenblende schließen. Der Schnelligkeit halber fuhren wir auf die Autobahn. Es war noch wenig Verkehr, deshalb störte mich das an dem Tag wenig.

Circa zwanzig Kilometer nach der Stadt ging ein rucken durch mein Motorrad.  Der Drehzahlmesser ging von 5000 Umdrehungen runter auf 2000 und die Maschine hatte einen Aussetzer. Es war wie ein Schlag! Verunsichert fuhr ich weiter, konnte jedoch nur langsam fahren. Es folgte ein weiteres Ruckeln. Mein Partner war vorausgefahren und fuhr dann an den Seitenstreifen, nachdem ich ihm nicht mehr nachkam. Ich hielt neben ihm an, während das Moped bereits abgestorben war. Ich erzählte ihm was vorgefallen war. Er startete meine Lady und sie fuhr auch wieder. Ich also wieder rauf, am Seitenstreifen beschleunigt und auf die Autobahn. Es folgte ein gefährliches Stück, denn hier trafen zwei Zufahrten zusammen und die Autobahn war 5spurig bevor sie sich wieder auf drei Spuren verringerte. Während ich mitten auf der dritten Spur war, ein erneuter Schlag. Die Motorleistung war wieder ganz unten. Ich sah zu, dass ich möglichst auf die rechte Spur wechseln konnte und schaffte es. Glücklicherweise gab es gleich einen Parkplatz, den wir ansteuerten. So konnte ich nicht weiterfahren. Wir sperrten das Motorrad sicher ab und ließen es auf dem Parkplatz. Ich war ganz zittrig ob der Geschehnisse.

Mein Freund meinte nur, ich solle bei ihm aufsitzen. Ach du Scheiße! Eine Ewigkeit bin ich schon nicht mehr als Sozia gefahren. Und die besten Erinnerungen daran hatte ich auch nicht. Mir ging der Arsch auf Grundeis. Aber was sollte ich tun? Welche Möglichkeiten hatte ich? Keine! Also, ich hinter ihn drauf und mich an ihm fest gekrallt. Da uns die Zeit davonlief hatte er ordentlich hochgedreht. Ich war verkrampft ohne Ende. Das kann sich keiner vorstellen, der es nicht selbst einmal erlebt hatte.

Eine Viertel Stunde vor Start waren wir am Treffpunkt. Unser Tourguide noch nicht da. Nachdem wir aber nun nur mit einem Moped und einem besseren Fahrer unterwegs waren konnten wir uns einer anderen Truppe anschließen, die sich gerade neu und kurzerhand formierte. Wir waren vier Motorräder und sollten zügig unterwegs sein. Ich ließ mich noch von meinem Partner instruieren, wie ich mich hinten drauf zu verhalten habe und schon ging es los.

Es war ungewohnt für mich als Selbstfahrer. Ich bekam von einer anderen Sozia noch Tipps, die ich dann so nach und nach umsetzte. Wir fuhren über Pässe und enge Kurven, die ich nun einmal mit einem anderen Feeling erlebte. Ab Mittag hatte ich den Dreh als Sozia raus und mein Fahrer spürte mich nicht mehr so präsent wie anfangs. Natürlich ist es immer ein anderes fahren mit Sozius und gerade bei bergab Fahrten und ruckhaften Schalten spürte er mich, da ich ihn dann nach vorne an den Tank drückte. Irgendwann hatte ich auch das im Griff. Körperspannung…

Es war eine superschöne Ausfahrt. Eine andere Perspektive. Eines wurde mir hier wieder einmal bewusst: Vertrauen! Vertrauen zum Partner, Vertrauen zum Fahrer. Beides habe ich. Danke!

©UMW