Nachteule

Marias Schlaf endete mitten in der Nacht – wieder einmal. Der neue Tag war gerade zwei Stunden alt. Sie lauschte in die Stille. Der Regen prasselte auf das Dachfenster. Mehr war heute Nacht nicht zu hören. Nicht einmal der Kater kam aus dem Versteck, während sie durch die Wohnung schlich. Ihre Gedanken wanderten in die Ferne, zu ihm. Zärtliche Gedanken… und dem Wunsch nach Nähe und Verschmelzung.

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Nachteule

Wieder einmal liege ich wach. Der Nacken schmerzt und der Kopf pocht. An Schlaf ist erst einmal nicht zu denken. Ich sehe die Finsternis und höre die Stille. Meine Gedanken rasen. Neben mir ein leises schnarchen. Mit meiner Unruhe will ich seinen Schlaf nicht stören So stehe ich auf und gebe dem Wunsch nach Wasser nach, die Kehle ist sowieso ausgetrocknet. Der Kater schleicht maunzend um mich herum und holt sich bei dieser Gelegenheit seine Streicheleinheiten. Während ich schreibe liegt er schnurrend bei mir. Alte Kamellen geistern durch meine Gedanken. Die Woche war mental anstrengend. Kommende Woche wird es auch wieder. Zwischenzeitlich wird der Kater frech und schlägt mir seine Krallen in Wade und Zehen. Mein Gefährte kommt ebenfalls aus dem Schlafzimmer, hat mich gesucht und holt mich wieder ins Bett. Zeit noch ein wenig Schlaf zu bekommen…

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