Eine Freude

Es ist eine Freude die Natur in ihrer bunten Pracht zu genießen. Selbst hier in der Stadt ist der Herbst eine Wonne. Die Bäume geben sich noch einmal Mühe und leuchten in warmen Gelbtönen bis hin zu feurigem Rot. Es ist eine Freude raschelnd durch das Laub zu laufen, gleich den Kindern alles Bedrückende auf der Seite zu lassen und sich nur am Moment zu freuen.

Schon der Blick aus dem Fenster lockt nach draußen, zwingt einen die Arbeit liegen zu lassen um in die Freiheit zu fliehen. Noch einmal, zweimal die Sonne zu tanken und sich an allem zu erfreuen. Bevor die Natur stirbt und kahl wird für den Winter.

Soweit will ich noch gar nicht denken. Ich will mich erfreuen an dem Moment – im Hier und Jetzt.

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Regentage

Es war so angesagt. Regenwetter für das Wochenende. Geglaubt hatte ich es nicht, denn in letzter Zeit waren die Angaben des Wetterdienstes – oder soll ich sagen „der Wetter App“ – meistens falsch. Es regnet. Gefühlt bereits seit Stunden und es ist ein waberndes Grau. Da draußen vor dem Fenster.

Die Natur freut sich. Es war bitter nötig. Alles ausgetrocknet! Wie soll da etwas gedeihen? Die Erde darf sich vollsaugen und überschüssiges Wasser abspeichern. Die Strassen werden gereinigt. Die Luft wird wieder klar und erleichtert das atmen.

Genau! Wirklich böse bin ich nicht. Ich habe zu tun. Zumindest finde ich immer wieder etwas. Fotografieren. Einstellen. Verkaufen. Dazwischen stricke ich an einem Shirt weiter. In Türkis. Das erheitert und vermittelt ein Gefühl von Sommer, Sonne und Freude.

Soziale Kontakte pflegen bietet sich bei diesem Wetter ebenfalls an. Die Mutter anrufen. Demnächst sollte ich sie besuchen.

Viele Gedanken purzeln durch meinen Kopf. Ideen sammeln. Austauschen und niederschreiben. Ich mag graue Tage – hin und wieder…

©by UMW

Zerschlagen

Schwere Beine

Schwere Arme

Abgetrennt schwebt der Kopf

So scheint es unserm armen Tropf.

Sind doch schlaue Viren

Sich bei ihm am einquartieren.

Ingwer, Zitrone und Honig sind famos

So werden wir diese Parasiten wieder los

Ohne den Körper mit Chemie zu malträtieren

Kann sich alles bestens regenerieren.

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Wandel

Es bleibt nichts, wie es war. Wandel ist gut und wichtig. Für alles was lebt und ist. Wenn wir es genau nehmen, passiert der Wandel meist langsam. Unbemerkt. Außer wir sind besonders „sensitiv“.

Was wahrscheinlich auch euch aufgefallen ist: Das Licht verändert sich. Es wird weicher. Das Wasser bekommt wieder einen anderen Glanz. Es wird kühler und in der Nacht brauchen wir Jacken, um es draußen aushalten zu können. Die Tage werden wieder kürzer. Morgens um 6 Uhr ist es noch dämmrig. Der Tag beginnt wesentlich verschlafener als in den Sommermonaten und verabschiedet sich bereits nach dreizehn Stunden. Innerhalb der nächsten Wochen wird der Tag noch kürzer werden. Die Natur zieht sich langsam zurück. Ich gehe davon aus, dass sie uns in den nächsten vier bis sechs Wochen nochmals überraschen wird. Mit einem Feuerwerk an Farben.

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Der Sommer war viel zu schnell vorbei – meine ich. Irgendwie macht mich das traurig, melancholisch. Die Natur verändert sich, unaufhörlich. Sie lässt sich nicht aufhalten.

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Bienenstich

Hmmm… Lecker… Ist da bei vielen der erste Gedanke. Ja, bei mir auch. Bienenstich mit Creme- oder Sahnefüllung und Mandeldeckel. Da läuft einem doch glatt das Wasser im Mund zusammen. Bevorzugt im Herbst und Winter, denn da trägt man selten einen Bikini 😉

Es gibt aber auch noch den anderen Bienenstich. Den sommerlichen. Den wir beim Barfuss laufen durch den Klee, z. B. am See, davontragen. Da kann es einen böse erwischen. Das ist schmerzhaft und es verunstaltet die betroffene Stelle. Wenn wir Pech haben, bekommen wir eine partielle Vergiftung.

Hier sollten wir uns fragen, was diese lieben Tierchen mit ihrer Nahrung aufnehmen? Es ist das, was unsere Bauern versprühen. Vieles soll zwar vor Ungeziefer schützen, aber es ist giftig. Für alle – Mensch und Natur.

Biene

Ich liebe Bienen. Bienen sind wichtig für die Natur. Sie sorgen für eine Vielfalt in der Natur und dadurch auch für unsere Nahrung. Ohne Bienen gäbe es kein landwirtschaftliches Wachstum. Sie sichern die Erträge und die Nahrungsquellen für viele Tierarten. Mich schmerzt es, wenn ich eine Biene trete und gestochen werde. Für mich ist es „nur“ schmerzhaft, für die Biene aber bedeutet es den Tod.

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Überwindung

Morgens das Wetter noch trüb

Kälte drückt uns tief ins Bett

Doch die Vögel locken mit ihrem Gesang

Die Lust auf Bewegung treibt uns

In unsere Sportkleidung

So folgen wir dem Ruf unserer Körper.

Der innere Schweinehund hat verloren

Gegenseitig ermunternd sind wir dem

Ruf nach draußen gefolgt

Finden uns im Wald wieder

Bei kühler Luft werden die Gedanken geklärt

Die Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung

Mit Spaß zu zweit finden wir einen

Gemeinsamen Rhythmus

Sind dankbar für die Überwindung.

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Vorbereitungen

Heute Morgen beim Durchqueren der Baumschule sind sie mir über den Weg gelaufen. In leuchtendgelb-grüne Anzüge mit Reflektorstreifen gekleidete Menschlein, von der Ferne aussehend wie Zwerge. Sie standen auf ihren Maschinen und schnitten Bäume zu, luden abgeschnittene Äste auf Laster und nahmen Erdarbeiten vor. Mit schweren Maschinen wurden die vom Tauwetter aufgeweichten Wege in Gräben verwandelt. Da hieß es aufpassen, um nicht in den tiefen Furchen zu versinken.

Begleitet von Vogelgezwitscher, während die Sonne sich durch dicke Wolken kämpft um die winterliche Kälte zu vertreiben, sind die fleißigen Landschaftsgärtner dabei die Natur auf den Frühling vorzubereiten.

Diese Vorbereitungen fördern die Vorfreude 🙂 Vorfreude auf den Frühling, Vorfreude auf Farbe und Vorfreude auf Wärme.

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