Beobachtung stellt Fragen

  • Warum vergisst ein Mensch selbst zu leben, wenn er meint zu lieben?
  • Was ist das, wenn sich eine Person dem Leben eines anderen unterordnet?
  • Wie soll man das sehen, wenn Jemand immer auf Abruf für einen anderen bereit steht?
  • Wohin führt es, wenn Nahestehende die schlechten Launen aushalten müssen?
  • Was ist das, wenn ein Mensch seinen Partner für sämtliche seine Ausflüchte und Ausreden immer in Schutz nimmt?
  • Innerhalb welcher Zeit sollte dieser Mensch sich ernsthafte Gedanken über sein Tun machen?
  • Wann ist es Liebe?
  • Wann ist es Abhängigkeit?

Heute bin ich Beobachter, aber es gab eine Zeit, in der ich dieses Phänomen selbst hatte. Es ist absolut ungesund und „das Erwachen“ schmerzt viel mehr als das Aufgeben, Abbrechung und Alleinsein.

Sobald zwei Menschen zueinander gehören findet das Leben auf Augenhöhe statt. Diese Menschen verbringen gerne die Zeit miteinander. Vor allem teilen diese Menschen Freunde und Familie, es ist ein Miteinander.

Ein sehr guter Freund sagte mir seinerzeit:  Wenn ein Mann wirklich mit dir Zusammensein möchte, dann weiß er das spätestens nach einem halben Jahr und wird alles daran setzen mit dir etwas Gemeinsames aufzubauen. Ist das nicht der Fall, wird es auch nie passieren. Und wenn Jemand nur Ausreden benutzt solltest du das Weite suchen.

Wie seht ihr das und wie sind hier euere Erfahrungen? Ich freue mich über euere Kommentare 🙂

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Unverständnis

Gestern hatte ich mich mit einer guten Bekannten unterhalten. Wir waren vor Jahren einmal recht gut miteinander befreundet, aber einige Dinge an ihrem Verhalten konnte und wollte ich nicht akzeptieren, deshalb hatte ich mich zurückgezogen und die Freundschaft „auslaufen“ lassen. Die Frau ist Mitte vierzig, arbeitet halbtags für die Stadt und freiberuflich als Nageldesignerin. Ist also sehr autark, vor allem da die Kinder bereits außer Haus sind.

Das Gespräch begann damit, dass sie erst einmal fragte, wie es mir ginge da ich auf den Bildern in FB so glücklich aussehe. Sie freue sich für mich und ich scheine einen Partner zu haben, der mir gut tue. Darin konnte ich sie bestätigen.

Auf meine Frage, wie es denn in Ihrer inzwischen fünfjährigen Partnerschaft laufe, bekam ich die Antwort: „Na Ja…“ Ja, die Beziehung war schon von Anfang an recht schwierig – das wusste ich. Beim Sex kam sie von Beginn an zu kurz und er war nicht aufgeschlossen genug für mehr oder Außergewöhnliches. Der Mann arbeitet im oberen Management bei einem großen Leuchtmittelhersteller und verdient sehr gut, was ihr immer schon sehr wichtig war. Es war also alles unverändert. Sie seit Jahren unzufrieden mit dem gewählten Partner. Wie bereits damals habe ich ihr angeraten zu akzeptieren oder die Konsequenzen zu ziehen. Einen anderen Menschen ändern, funktioniert nicht. Geht nicht. Tolerieren und akzeptieren oder ziehen lassen. Aber da ist das „liebe Geld“ und er macht ja auch einiges für sie. Auf das will sie nicht verzichten. Dann soll sie akzeptieren!

In meiner ehrlichen Art habe ich es ihr auch so gesagt. Daraufhin war sie sauer und meinte: „Hätte ich doch nicht mit dir gesprochen!“ Hmmm… Was hätte ich sagen sollen?! Was war ihre Erwartung an mich?

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Vertrauen haben

Dabei stellte sich die Frage: Kann man das lernen oder wie kommt man in den Zustand, dass man einer anderen Person vertrauen kann?

Meiner Meinung nach braucht es eine offene und positive Lebenseinstellung.

Sollte man Schwierigkeiten haben zu vertrauen, ist es sinnvoll das WARUM zu hinterfragen und abzuklären, woher dieses Misstrauen stammt. Vielleicht hat man Glück und die Ursache liegt nicht zu weit in der Vergangenheit. Unter Umständen gibt es vielleicht sogar Flashbacks, die einem alte Situationen hochkommen lassen, die mit der Ursache zu tun haben. Es ist mit Sicherheit viel Arbeit selbst zu reflektieren und zu hinterfragen. Deshalb mag es hilfreich sein jemanden dazu zu nehmen, der einen hier unterstützt, jemanden dem man sich anvertrauen mag. Als Gegenüber wäre ein geduldiger Mensch wünschenswert, dem man sich öffnen kann.

Wer im Hier und Jetzt lebt dürfte weniger Schwierigkeiten haben zu vertrauen, denn diese Person lebt meiner Meinung nach bewusster und freier.

Ich glaube jedoch auch, dass ein Mensch, der sich immer wieder alles negativ vorstellt, sich gedanklich bereits das Negative in sein Leben zieht und es dann tatsächlich so passiert – nach dem Resonanzgesetz. Im Umkehrschluss heißt das dann jedoch, mir mein Leben positiv vorzustellen und so zu tun als wenn es genau so schon passiert. Womöglich ist das Selbstbetrug, andererseits ist man aber so positiv eingestellt und lebensfroh, dass kein Platz für schlechte Gedanken bleibt.

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Casual Sex

vögelnGibt es heute noch Frauen oder Männer, die sich tatsächlich auf eine Partnerschaft einlassen wollen? Bei mir verfestigt sich immer mehr der Gedanke, dass es nur noch auf Freundschaft+ hinausläuft. Auf ein verbindlich unverbindliches Vögeln. Wenn wir ehrlich sind, ist es doch nichts anderes!

Nach gescheiterten Ehen und Beziehungen hat sich jeder Single sein Leben erneut eingerichtet. Es ist anzunehmen, dass in der Partnerschaft Teile der Selbstverwirklichung zu kurz gekommen sind, dass man ausgebremst oder eingeschränkt wurde. Das will in der Singlezeit nachgeholt und gelebt werden. Das Leben wird neu gestaltet, organisiert und man baut sich vielleicht einen neuen Freundeskreis auf. Man hat Hobbies, sportliche Aktivitäten und will seinen Freiraum weder einschränken geschweige denn aufgeben. Wobei letzteres in den seltensten Fällen verlangt wird.

Aber da zum Leben auch noch das Bedürfnis nach Zweisamkeit gehört, versucht man es möglichst unverbindlich mit unter den Hut zu bekommen. Zu kompensieren. Was ist denn auch falsch daran, seinen sexuellen Bedürfnissen nachzugeben? Wer mag keine Knutschereien, Haut fühlen und spüren, Sex in seiner bunten Vielfalt und Wildheit!

JA, her damit! So lange die Beteiligten wissen woran sie sind ist doch alles gut 🙂

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