Herausfordernd

Die schmerzhaftesten Ohrfeigen im Leben sind nicht die, die wir von einer Hand erhalten sondern die, die uns unterschwellig auf psychischer Ebene erreichen.

Häufig sind es Aussagen, die dem Sender selten im Umfang dessen – was sie auslösen – bewusst sind. Ganz schnell wird hier Jemanden eine (oder mehr) Unzulänglichkeit bescheinigt, die aber nicht haltbar ist. Bei einem Umgang miteinander, der von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt ist, kann so etwas selten passieren. Dem Betroffenen bleibt nur, hinter die Fassade zu schauen und die Perspektive zu verändern. Jeder Mensch ist in Ordnung, wie er ist – mit all seinen Fehlern – und das haben wir zu akzeptieren, anzunehmen.

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Auf der Suche…

Es begab sich zu einer Zeit, da waren eine hochschwangere Frau und ein Mann aus dem Lande Nazareth auf dem Weg nach Bethlehem. Den Weg von 150 km legten sie in etwa fünf Tagen zurück. Es war eine beschwerliche Reise in eine völlig überfüllte Stadt. Sämtliche Zimmer waren belegt, die Menschen unfreundlich und die Türen blieben verschlossen. Die Suche nach einem Schlafplatz hatte ein Ende als ein gütiger Bauer seinen Stall zur Verfügung stellte.

Wie häufig sind wir in der heutigen Zeit auf der Suche? Auf der Suche nach einer anderen Wohnung, einem neuen Arbeitsplatz oder gar nach der „großen“ Liebe. Wie häufig wird uns die Türe vor der Nase zugeschlagen? Wie häufig gibt man auf, weil man keine Möglichkeiten sieht? Wie häufig gibt man auf, weil einem die passende Unterstützung fehlt?

Es wird Zeit wieder an Wunder zu glauben. Irgendwo gibt es auch für uns den gütigen Bauern, der uns Perspektive und Mut gibt, durchzuhalten.

In diesem Sinne bewahrt euch die Weihnachtsgeschichte in euerm Herzen und seid selbst hin und wieder ein „gütiger Bauer“.

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