Gelassenheit

 

Während ich die Überschrift schreibe habe ich ein Grinsen im Gesicht. Gelassenheit ist etwas, was ich mir häufiger „etwas mehr“ für mich wünschen würde. Als Mensch, der sich sehr viele Gedanken über alles macht, ist das schwierig umzusetzen. Ich kann mich so schön über Dinge echauffieren, die unabänderlich sind bzw. die ICH selbst nicht ändern kann.

Als Beispiel sei hier das Stichwort „Straßenverkehr“ gesagt. So lange der Verkehr fließt ist alles gut. Nur wenn er ins stocken gerät, weil jemand nicht weiß, wie er fahren will oder ganz einfach auf der Strasse stehen bleibt (schließlich ist er der einzige Verkehrsteilnehmer!) wird die Geduld auf eine harte Probe gestellt. Zum Glück kommt das eher selten vor. Was mich mitunter zur Weißglut bringt, ist, wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt und man mitbekommt, dass diese Person einfach nur fährt ohne aktiv zu schauen. Mir geht es hier nicht nur um Autofahrer. Es dürfen sich Radler und Fußgänger gleichermaßen angesprochen fühlen. In der heutigen Zeit wird nur noch blind und möglichst passiv am Leben teilgenommen. Nach dem Motto: Die anderen machen das schon!

Gleichwohl ist es mit Schlange stehen – vor der Kasse, den öffentlichen Verkehrsmitteln, Zugang zu irgendwelchen Veranstaltungen. Wie viel Zeit verbringen wir mit anstehen?!

Wir wissen alle genau, dass sich aufregen nichts bringt und tun es trotzdem. Ist es denn nicht meist so, dass wir uns genau dann aufregen, wenn wir in Eile sind oder Zeitdruck haben? Mir ist aber aufgefallen, je lockerer wir mit der Situation umgehen, desto ruhiger bleiben auch die anderen.

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Mein größter Wunsch

Demütig gegenüber dem Leben

ist es mein einziges Streben

Schmerzfreiheit und Genesung für dich.

 

Ruhe und Entspannung solltest du haben.

Es sind andere, die mit Ihren Klagen

dir Stress und Sorgen bereiten.

 

Dein Körper ist ausgebrannt und leer,

so fällt es deinem Geist unendlich schwer

einen klaren Gedanken zu fassen.

 

Ich wünsche dir Stärke und Kraft

und tu, was in meiner Macht,

um dir Energie zu geben.

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Morgens am See

Nichts kann mir die Stimmung verdrießen

morgens, in Ruhe die Stille genießen.

Dem Wind lauschen,

wie er flüstert beim Blätterrauschen.

 

Den Gedanken nachhängen

in der Einsamkeit nur Sein.

Doch wie lange noch, bis viele Leiber im Sonnenschein

und mit Geschnatter die Ruhe verdrängen?

 

Sobald der Tag voll erwacht zur Mittagsstund’

pack ich meine Sachen zum Bunde

denn nun ist das Leise entschwunden,

dennoch waren es wunderbare stille Genussstunden.

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RuheOasen in der Stadt

Nymphenburger Schlosspark

Solange die ganzen kleinen Häuschen wie Badenburg, Amalienburg, Pagodenburg und Magdalenenklause wegen der Kälte geschlossen sind, ist es hier tatsächlich ruhig. Wer in den Sommermonaten zu Besuch kommt, kann Ruhe finden. Dazu darf er sich nur nicht in der Nähe des Schlosses aufhalten. Das Areal ist rießig und bietet Möglichkeiten für lange Spaziergänge.

Ab April öffnen die genannten Häuser und der Park ist wieder überschwemmt von vielen Touristen. Bis dahin sind sämtliche Skulpturen ebenfalls noch in ihre Holzhäuschen verpackt und warten auf die Befreiung im Frühling. Aber… Sobald die Sonne länger ihre warmen Strahlen schickt, geht es im Park rege zu. Die Gärtner bepflanzen die Rabatten und Einfassungen und reinigen die Brunnen.

Kleiner Einblick auf die Schönheit des Parks, der im Moment mehr von Enten als von Besuchern bevölkert ist.

Hier mit Blick auf  die Pagodenburg:20170310_145655

Derzeit ist die Pagodenburg noch verschlossen. Hier gibt es holländische Kacheln zu bewundern und chinesische Pagoden sowie chinesische Tapeten. Ich kann mich nicht erinnern, ob und wann ich darin gewesen wäre. Also werde ich mir das demnächst ansehen 😉

Die Amalienburg ist ebenfalls noch verschlossen. Dieses Schlösschen wurde von Kurfürst Karl-Albrecht für seine jagdbegeisterte lebenslustige Frau Maria Amalia gebaut und ist im Stil des Rokoko gehalten. Da war ich schon einmal drin. Hier sieht man nicht nur die Jagdgöttin Diana sondern auch schöne großzügige Räume mit einem besonderen Charme. Auf dem Dach ist ein Rondell, der Maria Amalia als Ausguck diente.

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Hier habe ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten festgehalten, die einen gewissen Charme haben. Ganz unten habe ich den Blick auf Schloss Nymphenburg festgehalten. Im Park davor kann man die Holzhäuschen sehen. Dahinter verbergen sich Skulpturen, die im Frühjahr wieder zum Vorschein kommen.

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Kristallpalast

Hoch droben,

über den Wolken bei klarer Luft.

Weit entfernt von Hektik und Stress

findet sich Ruhe.

Im Kristallpalast liegt es seit Jahren

und wartet auf mich.

Verschlossen in einer glasklaren Phiole.

Umhüllt von waberndem Licht,

schimmert es grünlich und rosa

inmitten der anderen.

Bewacht von einer Armee

aus Geisterwesen.

Wage es nicht eine dieser Kostbarkeiten

zu berühren oder gar mitzunehmen!

Mit Lichtschwertern schneller

als jeder Samurai wird das Anvertraute

mit dem eigenen Leben behütet.

Es sind verletzte misshandelte Herzen,

die im Kristallpalast wieder Stärke erfahren

und mit Ruhe und Kraft lernen

wieder an die Liebe zu glauben.

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Coolness

Heute wollte er vorbeikommen um nötige Dinge abzuholen. Er brachte seine Freundin mit. Das gefiel ihr gar nicht, aber wen interessierte das? Sie wollte nur ihre Ruhe haben, ungestört den Gedanken nachhängen.

Da, sie hörte den Schlüssel im Schloss und die Tür öffnete sich. Die beiden traten herein und ein „Hallo“ ertönte. Kurz grüßte sie zurück. Musste er diese Frau mitbringen? Sie sah an Maria vorbei, sah in die andere Richtung. Maria setzte sich zu ihr auf die Couch. „Scheiße, was soll das“ dachte Clara, „Ich will mich nicht unterhalten“. Maria überlegte, wie sie ein Gespräch anfangen könnte. Sie war etwas unsicher, da sie doch um die belastenden Geschehnisse der Anderen wusste. Bevor Maria jedoch zu einem Ergebnis kam, war Clara aufgestanden und fing an aufzuräumen. Maria zuckte mit den Schultern und holte ihr Mobiltelefon. Da kam eine Nachricht von einer Freundin aufs Display. Sie überlegte noch kurz, was sie antworten könne, entschloss sich dann aber zu telefonieren. So saß sie dann auf der fremden Couch, fühlte sich fast wie zu Hause während sie mit einer Freundin telefonierte.

Nach einer guten halben Stunde war der Spuk endlich vorbei und Clara wieder alleine. So konnte sie ungestört wieder ihren Gedanken nachhängen…

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Im Garten

Nach Ruhe suchend

verirrend im Labyrinth

schwebst du nach unten.

Barfüßig hüpfst du im Sonnenlicht

mit leuchtenden Augen

durch feuchtnasses Gras.

Streckst die Nase gekraust in die Luft

dem Duft nach hellrosa Apfelblüten entgegen.

Verharrst einen Moment

bevor du dich nachdenklich

auf die Schaukel schwingst.

So viele Fragen…

Mit Ruhe in dir verbringst du Zeit

mit deinem inneren Kind.

„Leise, leise“ haucht da der Wind.

©UMW