Strandparty

Wieder einmal bin ich in der Ferne

Schwimme im azurblauen Meer

Bunte Bänder flattern am Speer

Erfrischend ihr Knattern in der Wärme

Drücke meine Füße in schneeweißen Sand

Stehe vor ihm, mit dem ich mich verband

 

Viele kommen zu diesem großen Feste

aus aller Welt ganz besondere Gäste

fröhlich kommen zu Hauf angefahren

in bunten Gewändern und hoch getürmten Haaren

Laut rufen die Trommeln und laden geschwind

weit getragen die Töne vom Wind

Hoch springend viele Delfine im schäumenden Wasser

mit einem Tusch wird auch die Sonne blasser

Fröhliches Geschnatter von großem Glück

Blicken auf das Kommende gerichtet, nie zurück

Stupsen mit ihren langen Nasen

Die Boote vorwärts mit aufgemalten Hasen

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Summerfeeling II

Mit Samba lässt Brasilien grüßen,

Salsa feuert an das erotische Herz.

In bunten Kostümen feiern wir in unserer Stadt

die südamerikanisch ausgelassene Pracht.

Schon ist geweckt der Sehnsuchtsschmerz,

gelindert beim Tanz durch Sand unter den Füßen.

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Felsenbrecher

Nächtliche Ruhe war eingekehrt. Sämtliche Badegäste waren verschwunden. Es war leer am Strand. Der Mond stand schon hoch am Himmel und tauchte den Sand in silbriges Licht.

Eliza liebte es alleine am Uferrand entlang zu laufen. Ihre Espandrilles hielt sie locker in der Hand und hinterließ tiefe Fußspuren im Sand, die von leisen Wellen mit Wasser gefüllt und wieder versandet wurden. Vor sich hin summend ging Eliza zur ihrem Felsen. Es erforderte etwas Übung da hinauf zu kommen, dafür hatte sie oben einen sehr bequemen Sitz. Der Fels war an ihrer Sitzstelle sehr glatt und bot eine Art Lehne. Eliza machte es sich bequem und suchte ihren Stern am Himmel, lächelte kurz hoch und lauschte dann dem Klang der Wellen. Es hatte etwas Beruhigendes.

Der Wind drehte und das Wasser kam in immer größeren Wellen herein und brach sich am Fels. Immer höher wurden die Wellen. Die Gischt erreichte Eliza, die ruhig auf ihrem Fels zu sitzen schien. Das inzwischen tobende Wasser hatte sich zu wahren Felsenbrechern entwickelt.

Die nächste hereinbrechende Welle zog die Frau mit in die Tiefe und spülte sie ins offene Meer hinaus. Eliza stellte fest, dass sie da unten atmen konnte und sah einen Nixenschwanz, der sich kraftvoll im Wasser bewegte. Mit Erstaunen wurde ihr klar, dass es ihr Nixenschwanz war. Ungewöhnliche Freude nahm von ihr Besitz. Spielerisch verfolgte sie einen kleinen Hai und anderes Wassergetier. Der Mond spendete Licht in dem Dunkel, das ihr gar nicht so finster vorkam. Eliza beobachtete die Wellen, ließ sich von ihnen treiben und versuchte sogar auf dem Wellenkamm zu reiten. Dieses Gefühl der Einheit mit dem Wasser machte sie glücklich. Nach einigen Stunden des Spiels, die Wellen hatten sich beruhigt, suchte sie sich ein Plätzchen am Ufer.

Die Vögel stimmten gerade ihr Morgengezwitscher an und das Morgenrot löste die Nacht ab. Eliza streckte sich in ihrem Felsensitz durch, so gut es eben ging und kletterte den Felsen hinunter. Es war Zeit nach Hause zu gehen…

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Stiller Genuss

Es ist Nacht. Gerade hatte die Turmuhr der nahen Burg zur Mitternacht geschlagen. Maria läuft am Meeressaum barfuss durch den Sand. Mit ihren Gedanken ist sie nirgendwo. Sie atmet die frische Meeresbrise tief in ihre Lungen während sie die Stille der Vollmondnacht genießt.

Die drückende Sommerhitze des Tages ist nun, während der Nachtstunden, auf erträgliche Temperaturen herunter gekühlt. Außerhalb des Zentrums konnte sie an dieser Stelle die Grillen zirpen hören und für sich alleine die Stille genießen, die nur von dem Rauschen der nahenden Wellen unterbrochen war.

Niemand störte sie. Sie fühlte sich frei. Voller Freude streckte sie ihre Arme aus und lies zu, dass sich der Wind in ihrem leichten weißen Kleid verfing. Von der Ferne sah sie aus wie eine Göttin. Ihre langen Haare umwehten sie und mit dem flatterndem Kleid wirkte es mystisch. Der Mond tauchte die Szene in ein silbrigblaues Licht.

Nach einer Weile, der Wind ebbte ab, setzte sich Maria in den Sand. Sie bohrte ihre Zehen in den nassen Sand und lauschte dem leisen Plätschern der Wellen. Sie beobachtete den Lauf des Mondes und die landläufigen Wellen. In dieser Stille kam sie zur Ruhe. Sie lächelte vor sich hin. Ja, sie hatte die richtige Entscheidung getroffen.

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FEELINGS

Salzwasser auf unserer Haut

verdunstet im Sonnenschein und

hinterlässt weiße Spuren.

Fingerspitzen spüren den

verlaufenden Wasserwellen nach

und wir können unsere

aufkommende Lust wahrnehmen.

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Unter uns der Vulkansand

lässt die Lava in uns

zum Kochen bringen.

Mit wohligen Erbeben

fühle ich dich und deine Lust

während ich mich dir schenke.

(Stunden der Zweisamkeit sind gemeinsam gelebte Lebenszeit)

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FERNWEH…

Die Taschen gepackt

Vorfreude pur!

Meer, Wellen und Wind

erfreuen deine Gedanken,

du fühlst wie ein Kind.

Bald, ja bald in unendlichen Weiten

kannst du im Sonnenschein

Sand unter den Füßen spüren.

Nimmst dir dein Board und

Wind bläht den Schirm

Endlich mit Freude am Kiten!

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Barfuss

Barfuss durch Pfützen laufend

hinterlasse ich Fußabdrücke auf dem Teer.

Barfuss hinterlasse ich Spuren im Sand

bis das Meer sich den Strand zurück erobert.

 …und barfuss tanze ich am liebsten!

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