Nächtens…

Heute bin ich aufgewacht,

Dabei war es noch mitten in der Nacht.

Der Himmel Schwarz

Gar geisterhaft die Stille

Wo blieb da des Körpers Wille

Auf entspannenden Schlaf?

Gezählt hab ich da manches Schaf

Doch ohne Erfolg war ich am zählen

Sollt ich vielleicht etwas anderes wählen?

Der Kopf ist wieder übervoll

An Gedanken, die sich überschlagen.

Sollt ich meine Qual dem Mond vortragen?

Doch hier hat die Faulheit gesiegt,

Weil Orpheus mich im Arme wiegt.

©@UMW

 

Vollmond

Viel zu kurz war vergangene Nacht

Einer hat die Stunden kürzer gemacht

Wind und Regen raubten meinen Schlaf

so zähle ich so manches Schaf

mit Blick auf den Vollmond,

der hinter den Wolken sich zwar verbarg,

und dennoch am Himmel trohnt.

Finstre Nacht beim Wecker läuten,

viel Cappuccinos mich am Morgen erfreuten

bis endlich ich dann wirklich wach.

©UMW

 

Stürmisch

Der Wind sauste in einer orkanartigen Geschwindigkeit ums Haus. Er rüttelte an allem, was sich bewegen ließ und machte einen irrsinnigen Krach. Maria erwachte. Ihr Blick wanderte zum Fenster. Es war noch tiefschwarze Nacht. Die Leuchtziffern der Uhr verrieten ihr, dass es früh morgens 3 Uhr war. Sie war ja fast erst zu Bett gegangen. Unwillig drehte sie sich auf die andere Seite. Mit geschlossenen Augen hörte sie auf die Windgeräusche. Ihr war, als wenn ihr Bett schaukelte. Das konnte aber nicht sein. Hatte das vielleicht mit dem Wind zu tun? Merkwürdig war das ja schon…

Sie ließ den gestrigen Abend nochmals Revue passieren. Mit Lena hatte sie den Abend in einer Südamerikanischen Bar verbracht. Diese Musik liebte sie und auch das spanische Stimmengewirr. Lena hatte hier schon viel Zeit verbracht, so war sie beim Chef und den Barkeepern bekannt. Zu den gekauften Cocktails bekamen sie noch den einen oder anderen von den Barkeepern geschenkt. Trotz allem hielt sich der Alkohol in Grenzen. Während Lena nur das Geschehen vom Barhocker aus beobachtete, hatte Maria viel getanzt. An der Bar waren beide mit anderen Gästen ins Gespräch gekommen und hatten dadurch viel Spaß. Maria lächelte vor sich hin.

Der Wind rüttelte am Fenster auf der anderen Hausseite. Nun stand Maria doch auf, um nachzusehen. Sie schloss das gekippte Fenster. Es war immer wieder zugeschlagen und hatte dadurch gestört. Nachdem nun auch diese Störquelle ausgeschalten war, ging Maria zurück in ihr Bett. Dort wurde sie gnädiger weise von Orpheus Armen umschlungen und konnte nun endlich weiter schlafen.

©UMW

Time to race

Sonne lockt mit

blauem Himmel

Drahtesel ruft

mit aufgeregtem Gewieher

lustvolles Gestrampel

durch Wald und Wiese

am Bach entlang

dem nächsten Biergarten entgegen

Zufriedenheit pur und

den Schlaf verdient

sinkst du abends

in Orpheus Arme

©Umw

Sog…

Ein Raum

Sechs Männer

Vier Frauen

Eine Dozentin

langwierige Erklärungen

Langeweile

Unklarheit

Sog

Wo ist der Rote Faden?

Anstrengendes hören

Langeweile

Unverständnis

Abschalten

Sog

Vortrag

Mehr Langeweile

Weiter abschalten

Sog

Schlaf!

©UMW