Probare? Si, probare!

Ich bin wieder am Start. Am Start meine Fitness zu pushen. Habe ich mich die letzten Monate doch selbst vernachlässigt. Das ist sträflich! Denn die Pölsterchen an den verschiedensten Stellen empfinde ich als lästig und sie schmälern mein Wohlfühlgefühl. Deshalb habe ich mir das Fitnessstudio hier am Ort und direkt am See angeschaut. Von innen versteht sich. Natürlich ist „nur schauen“ absolut unzureichend. Aus diesem Grund war ich heute zum Probetraining vor Ort.

Erst einmal Aufwärmen am Stepper. Nach nur fünf Minuten fühlte ich mich wie ein… Mir fällt dafür kein Ausdruck ein. Ich war am Ende und dachte die Lunge kollabiert. Der Trainer ging mit mir in den Fitnessraum. Mit Bändern und diesen dicken Bällen quälte er mich (oder ich mich) über eine Stunde zur Stärkung verschiedener Muskel. Es kostete Kraft und der Schweiß floss in Strömen. Das gibt mit Sicherheit einen Muskelkater. Einen von der ganz feinen Sorte. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mich wieder einmal anzustrengen. Lob bekam ich auch. Dafür, dass ich die Übungen sehr sauber ausführte.

Naja, es lässt sich schwer leugnen, dass ich mir in vielen Jahren Vieles im Fitnessbereich bereits angeeignet hatte und sehr aktiv war. Übrig geblieben ist davon gerade mal ein Samenkorn. Und das heißt es jetzt fleißig liebevoll zum Wachsen zu bringen. Ich will wieder den Spaß an Bewegung schmecken und dadurch meine Lebensfreude erwecken.

Einen Vertrag habe ich jetzt einmal für ein Jahr abgeschlossen. Da werde ich sehen, wie lange es mir Spaß macht und wie intensiv ich es mit meinem Zeitmanagement verquicken kann. Weg von der Couch und faulen Ausreden 😉

©by UMW

Angekommen?

Da bin ich wieder 🙂 Der Umzug ist geschafft. Am Samstag war der große Tag. Morgens organisierte ich ein Fahrzeug über einen Sharinganbieter und buchte es für zwei Tage mit 250 km. Das sollte reichen und ich hatte Zeit das Fahrzeug im Laufe des Sonntag zurückzubringen. 

Schrank aus den 50ern

Damit fuhr ich erst einmal zu meinem jüngsten Sohn, der mit einer Makita bewaffnet zu mir ins Auto stieg. Wir wollten jetzt einen gebrauchten Schrank abbauen, der unweit von seiner Wohnung stand. Als Zeit hatte ich eine Stunde veranschlagt, denn bis um 10 Uhr kamen Freunde aus meiner alten Heimat zum Helfen zu meinem Mitwohndomizil. Tatsächlich schafften wir es dieses alte Teil aus den 50ern in dieser Zeit in seine Einzelteile zu zerlegen. Das Möbel hat eine hochwertige Qualität und ist so gebaut, dass es problemlos in kurzer Zeit zerlegt werden kann, da es gesteckt und mit Splinten verkeilt ist. Allerdings hatten wir die Spanngurte vergessen. Deshalb fuhr mein Sohn mit seinem Skateboard fix zum nächsten Baumarkt und holte das Fehlende.

Endlich konnte das gute Stück in den Sprinter verladen und verzurrt werden und das Möbel hatte somit für kleines Geld den Besitzer gewechselt. Wir lagen noch immer gut in der Zeit. O.k. wir hatten etwa zehn Minuten verspätet meine alte Unterkunft erreicht. Hier warteten bereits Verena mit ihrem Mann und mein mittlerer Sohn. 

Nach einem kurzen Frühstück mit Butterbrezen ging es dann an die Arbeit. Mein ganzes Hab und Gut wurde von uns fünfen in den Transporter verladen. Just in dem Moment, als das letzte Stück verstaut war, erhielt ich vom Verkäufer des Schrankes eine Nachricht. Wir hatten die Makita vergessen und auf dem Mäuerchen liegen gelassen. Da mein Jüngster für den Nachmittag Gäste hatte und auch gar nicht für die Fahrt zur neuen Wohnung eingeplant war, brachte ihn mein Mittlerer nach Hause. Auf dem Weg wurde das Werkzeug abgeholt. Die Splinte und Nägel für den Schrank wechselten aus dem Werkzeugkoffer in eine kleine Plastiktüte, die mein Mittlerer dann 60 km in meine neue Unterkunft lieferte. 

Während dessen waren wir schon am Schliersee und hatten Kisten und Möbel ausgeladen. Wieder fehlten Teile und ein Bohrer. Verena und ich fuhren in den nächsten Baumarkt und besorgten das Nötige. Bis wir zurück kamen, stand der dicke Sessel und die Couch im Wohnzimmer. Wie hatten meine Helfer das geschafft? Die Treppe vom Erdgeschoss in die obere Etage ist so schmal, da konnte das nie durchgepasst haben. Glücklicherweise bin ich von tatkräftigen und ideenreichen Menschen umgeben. Sie hatten beides mit Spanngurten über den französischen Balkon  von außen in die erste Etage gehievt. Wow! Damit war der Transporter leer und ich konnte ihn von der engen Strasse wegbringen. 

Tja… Was wäre ein Umzug, wenn nicht doch etwas vergessen wurde? In diesem Fall meinte mein Sohn auf einmal: Du hast dein Fahrrad vergessen. Mist! Das hätte noch so schön Platz gehabt. So musste ich es eben mit der Bahn mitnehmen. In die Stadt musste ich sowieso nochmal zurück um das Fahrzeug zurückzubringen. 

Nun lebe ich da, wo andere Urlaub machen. Höre die Vögel zwitschern und die Hähne krähen. Noch muss ich ankommen, die Seele braucht immer etwas länger um dem Körper zu folgen 😉

©by UMW

 

Ab in den Schnee

Wenn das kalte Weiß es schon nicht schafft zu mir in die Stadt zu kommen, dann muss halt ich mich bemühen. So war es dann heute. Zu zweit fuhren wir nach Schliersee, suchten einen Parkplatz und wanderten von dort aus los. Zur Alm, oberhalb des Sees auf etwas über 1000 Meter. Es ist nur ein einfacher Weg, so dass es einige Familien hier ebenfalls hoch getrieben hatte. Den 75minütigen Weg hatten wir in 45 Minuten geschafft. Das hat uns nicht wirklich ausgelastet, also ging es noch etwas weiter. Wir genossen die Wintersonne, einen warmen Tee und stiegen wieder ins Tal ab. Der Weg war heute rund 15 Kilometer, den wir in etwa 2,5 Stunden gewandert sind. 

Selbstverständlich habe ich euch ein paar Bilder mitgebracht 🙂

©by UMW