Schmarotzerweiber

Vor langer Zeit, da meinte sie ihn zu lieben. Sein Geld, seinen Status, sein Leben. Davon versprach sie sich viel. Zumindest ein unbeschwertes Leben. Wäre da nicht sie selbst gewesen. Irgendwann mochte sie sich selbst nicht mehr und begann alles an sich zu hassen. Ihr zu viel an Pfunden, ihre Unrast und ihre Schwangerschaft. Ihre Selbstwahrnehmung verfälschte alles. Damit trieb sie ihn von sich fort. Sie gab ihm die Schuld an ihrer misslichen Lage, einfach an allem.

Wer kann das schon ertragen?!

Trennung. Ärger. Hass. Dazwischen ein liebenswertes „Etwas“. Das Kind. Die Kinder. Der PingPong-Ball zum Einfordern von finanziellen Mitteln. Nicht mehr gönnen können. Nur noch wollen. Alles kaputt machen. Vernichten.

Wo bleibt das Rückgrat? Wo bleibt der Stolz? Sich mit eigener Hände selbst etwas (er)schaffen. Eigenes Leben (er)leben.

Ja, ich kenne so manches, so handelndes, böses Weib. Schmarotzerweiber. Die mein Leben streiften, hatten Probleme mit meiner direkten Art. In diesen Spiegel wollten sie ungern schauen.

©by UMW