Schifoan…

Seit 1976 hat sich Wolfgang Ambros damit in die Herzen der Schiliebhaber gesungen – und auch in meines. Zu meinem Bedauern schaffe ich es nur selten meine Ski jeden Freitag aufs Auto zu „montieren“ – und.. bei mir liegen die Schi auf dem Beifahrersitz. Hinzukommen noch andere Interessen und dann streikt auch manchmal das Wetter. Somit ist das nix mit jedem Freitag…

Doch vergangenen Freitag hab ich es geschafft und war übers Wochenende beim Schifahren im Zillertal. Hier sind die Abfahrten „flacher“, wie mir heute ein Einheimischer sagte. Die Gäste wollen so etwas und keine besonders großen Herausforderungen. Für mich sind die Abfahrten genau richtig, Blau sowieso und die Roten sind auch gut machbar.

Über Spontacts habe ich mich mit zwei Mädels zusammen getan. Ich organisierte eine Unterkunft, die ich über das Fremdenverkehrsamt vermittelt bekam. Es waren einfache Zimmer, sauber und ein reichliches Frühstück zu einem sehr guten Preis. Für die Schi gab es einen Raum mit einem beheizbaren Schuhtrockner für die Schistiefel und einen „Backofen“ zum Trocknen von Jacke, Handschuhe etc. Die alten Leutchen, beide sicher schon weit über siebzig, setzten sich mit an den Frühstückstisch und erzählten so einige Anekdoten. Er hatte damals beim Aufbau des Skigebietes in Hochzillertal mitgeholfen. Heute bekommen seine Gäste noch immer einen Nachlass auf die Skikarte.

Samstag und Sonntag hatten wir ein Traumwetter in diesem Paradies. Wir waren früh auf der Piste und das war wichtig. Durch die warmen Temperaturen wurde der Schnee nach dem Mittag zunehmend weicher und erschwerte das Schifahren bzw. strengte ungemein an. Beim Kurvenfahren wurden so manche Schneehaufen aufgehäuft. Das schuf eine Buckelpiste, die so manch einen zu Fall brachte. So manchesmal hörten und sahen wir die Bergrettung mit Hubschraubern, die jemanden von der Piste holen mussten. Dieser Schnee ist nicht ungefährlich.

Wir waren froh, als wir am Sonntag Nachmittag gesund und munter wieder in unsere Autos steigen durften. Die Eine hatte noch einen weiten Weg vor sich – nach Berlin und meine Beifahrerin und ich zwei Stunden über den Achensee zurück nach München. Bei dem wunderbaren Wetter konnten wir mit dem Cabrio offen durch eine zauberhafte Landschaft fahren.

Ein paar Eindrücke möchte ich euch vermitteln:

Ein paradiesiches Wochenende hat seinen Ausklang gefunden und ab morgen hat uns der Alltag wieder. In diesem Sinne wünsche ich euch morgen einen guten Start in eine angenehme Woche!

©by UMW

Eine Liebe…

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Ich liebe. Ja! Wenn ich liebe, dann sehr intensiv. Und diese Liebe ist etwas, was mir soviel zurück gibt. Meine Liebe zu den Bergen, zur Natur. Es ist eine bedingungslose Liebe – ohne Erwartung, so wie reine Liebe eben sein soll. Und doch bekomme ich hier so viel zurück. Ruhe, Entspannung, Freude und noch viel mehr.

 

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Gestern erst war ich beim Ski fahren. Die Pisten waren leer. Enfach herrlich und entspannend. Blauer Himmel und Glitzerschnee. Dazu wertvolle Menschen. Meine Kinder. Kann es etwas Schöneres geben?

 

©by UMW

Ganz in Weiß

IMAG0729Er ist angekommen. Der Herr Winter. Bei uns in Europa. Auf jeden Fall in den germanischen Ländern über 500 NN. Sollte ich mich irren, dann korrigiert mich bitte 😉

Dicke Flocken segeln nun seit Tagen zu uns auf die Erde. Vor meinem Fenster türmt sich das Weiß auf etwa einen halben Meter. Dabei wohne ich in der Stadt. Unter dem Dach. Dieses kalte Weiß findet Zugang in mein Zimmer sobald ich das Dachfenster öffne. Schwer lässt es sich nur öffnen mit der Schneelast. Aber mit ein bisschen Mucki-Einsatz schaffe ich das. Beim Schließen rutscht der Schnee nach unten. Zumindest solange es so pulvrig und noch ungetaut ist.

Ich genieße diese klare Luft am Morgen. Wenn ich ehrlich bin, sogar den ganzen Tag. Dieses Weiß macht mir unbändige Freude. Deckt es doch alles zu und lässt alles sauber und unberührt erscheinen. Es ist mir absolut klar, dass es viele Menschen gibt, die den Winter weniger mögen. Autofahrer, die verschneite Straßen verfluchen, weil sie ihrem (selbstgemachten) Stress nicht mehr nachgeben können. Dabei ist es doch gut, wenn uns die Natur zu etwas mehr Ruhe zwingt. Zu etwas mehr Besinnung. Uns „einfriert“.

Schön finde ich es auch, wenn es die Kinder von ihren Computern, Mobiltelefonen und sonstigen Elektronischem wegholt. Nach draußen für Spaß mit anderen Kindern. Spaß beim Schneemann bauen, Schlitten oder Ski fahren. Ja, auch in der Stadt gibt es kleine Berge, die das möglich machen. In Parks und Grünanlagen.

Rafft euch auf und genießt diese Freude. Gemeinsam mit den Kindern. Vielleicht könnt ihr auch Kollegen überreden in der Mittagspause einen Schneemann zu bauen. Wenn es mir gelingt, werde ich über das Ergebnis schreiben oder ein Foto auf Instagram (berge_meer_freak) einstellen.

In diesem Sinne, genießt die „Weißen Tage“ 🙂

©by UMW

 

Happy Day :)

Ich schrieb darüber und nun gibts ein paar Einsichten…

Einige Bilder sind von Andrea K., die doch etwas mehr Muse zum fotografieren fand. Dafür danke ich ihr sehr 🙂

Es war ein anstrengender Tag, an dem ich mit einer Bekannten von morgens 8.30 Uhr bis 16 Uhr fleißig am Ski fahren war. Morgens und Abends gab es die versprochene Sonne. Über die Mittagszeit quälten wir uns durch Nebel, nutzten die Zeit jedoch auch für eine kurze Pause bei einer Kaspresssuppe und einem Russn. Das gehört einfach mit dazu und ist lebensnotwendig.

Nebel ist für mich immer Horror, aber ich habe es leidlich gemeistert. Meine Muskeln hielten durch, waren jedoch ab dem frühen Nachmittag übersäuert. Ein  Muskelkater sorgt auch heute noch dafür, mich an einen wunderschönen Schneetag zu erinnern 😉 Manchmal dürfen wir eben einen kleinen Tod sterben um zu wissen, dass wir leben.

©by UMW

Neues Jahr – neues Glück?

Nun ist das Jahr wenige Stunden alt

Dieses Silvester wurde extrem viel geknallt.

Überschlafen wollte ich diese Mitternacht,

Knallen, zischen, Raketenlärm haben das verhindert

Und mein Schlaf war vermindert.

So habe ich mit vielen Gedanken gewacht

Bevor Orpheus mich trug

Und um 6 Uhr der Wecker anschlug.

Hurtig musst ich dem Bett entsteigen

An diesem Tag soll die Sonn‘ an den Himmel steigen

Und mich im Schnee auf der Piste erfreuen.

Ich mache mich davon, den Tag zu genießen

Das neue Jahr beginnen mit Sonne und Schnee

Schreie ich heute ganz froh: Juchee!!!

©by UMW

Ski Opening

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Schon lange druckte es uns endlich die Ski-Saison zu eröffnen. Nur ohne Schnee in der eigenen Region musste man weiter weg fahren. Meine Tochter hatte also vor ein paar Tagen meinen Partner bestochen, indem sie eine Lasagne gekocht hatte und als Dessert Brownies mit Eis und Sahne zubereitete. Da konnte er dann schlichtweg nicht widerstehen…

In vielen Skigebieten ist derzeit nur sehr wenig Schnee und auf reinem Kunstschnee wollte von uns keiner fahren, so entschieden wir uns für den Hintertuxer Gletscher. Von uns aus war das in gut zwei Stunden zu erreichen und somit für einen Tagesausflug vertretbar.

Zu viert hieß es heute Morgen um 5 Uhr aufstehen, eine kleine Brotzeit und Tee einzupacken und los zu fahren. Bis dann endlich alle im Auto saßen war es 6 Uhr. Ohne Verkehr konnten wir zügig durchfahren und somit schon früh mit wenig anderen Personen den Berg genießen. Mehrere Gondeln brachten uns nach oben in die Sonne. Nach der ersten Abfahrt, alle noch recht steif, entschlossen wir uns für einen Jagertee. Diese österreichische heiße Rum-Spezialität hat uns von innen aufgeheizt und wahrlich gelockert, ohne jedoch für einen Schwips zu sorgen. Das Getränk hat einfach eine Wunderwirkung.

Der Berg rief, der Schnee lockte und wir hatten viel Spaß. Mehrmals carvten meine Kinder mit meinem Freund auf Snowboards den Berg hinunter während ich mich mit Schwüngen auf meinen Skiern nach unten bewegte.

Um unsere Kraftreserven wieder aufzutanken gab es zu Mittag Schnitzel mit Pommes und Tortellini mit Schafskäse und Oliven. Für die Krönung sorgte der Kaiserschmarrn. Papp satt machten wir uns wieder auf die Piste.

Am Nachmittag vereiste die Piste zunehmend. Um keinen Unfall heraus zu fordern schlossen wir unser Ski Opening gegen 15 Uhr ab und begaben uns auf die Heimfahrt.

Es war ein wunderschöner sonniger Tag im Schnee. Und als es auf dem Heimweg zu schneien begann machte sich eine kleine Hoffnung breit, dass uns Frau Holle vielleicht doch noch Weiße Weihnachten beschert. Da würden nicht nur wir uns darüber freuen!

Einen schönen Ausklang zum 4. Advent wünsche ich euch allen.

©UMW