Sommer & Erkältung

Zwei konträre Themen – eigentlich… In meinen Augen passt das nämlich gar nicht zusammen.

Sommer bedeutet für mich Wärme, Bewegung, Freude und Lust am Leben. Dagegen spiegelt Erkältung den Winter wieder. Mit Nässe, Kälte und am liebsten die Decke über den Kopf ziehen.

Und doch kann es einen erwischen. In der vergangenen Woche lief meine Mitbewohnerin mit Triefnase durch die Gegend und einer meiner Kollegen. Der mitdenkende Leser kann sich gut vorstellen, was jetzt kommt. Genau!!! Diese dämliche Erkältung hat MICH erwischt. Mich, die ja so nie krank wird. Mich, die sich abhärtet und keine Probleme hat bei 10 Grad Morgentemperatur die 12,5 km – ohne Jacke versteht sich – in die Arbeit radelt.

Mit Kratzen im Hals ging es los. Dann kamen schlaflose Nächte durch verstopfte Nase und tränende Augen dazu. Den gestrigen Tag habe ich noch ganz gut überstanden, nur heute kam ich irgendwie nicht hoch. Ein Tag Rückzug zur Regeneration. Durch Medikamente, Ruhe und einen eisernen Willen werde ich morgen wieder meine Kollegen ärgern 😉

©by UMW

Rock the road…

So oder so ähnlich ging es Maria.

In der Nacht hatte es nochmals ordentlich geregnet, doch die Sonne konnte sich am Morgen durchsetzen. Angenehmes Wetter – zumindest von den Temperaturen. Leicht bewölkt war es. Dies machte den Himmel nur interessanter.

Es war der Tag, an dem Maria ihre Garage leer räumen wollte. Ab Montag war von der Hausverwaltung eine Generalrenovierung für die Tiefgarage angesagt. Insofern musste alles raus. Auto, Winterreifen, Motorrad, Fahrrad – alles, was sich auf zwei Garagenplätzen verteilte.

Da es dumm gewesen wäre, das Motorrad nur hoch zu stellen, wollte Maria zumindest bis zur Tankstelle fahren. Wenigstens die Luft prüfen und dann vielleicht kurz um den Block, damit sich auch die Batterie freuen konnte.

Nach ihrem Morgen-Cappuccino schlüpfte Maria in Motorrad-Jeans, Wollsocken, Bikerstiefel und sie schnappte sich ihre Lederjacke für Heldinnen. Geld war in die Tasche gepackt und auch das Mobiltelefon fand einen Platz.

Bevor sie ihren Helm aufsetzte wurde das Motorrad erst einmal gestartet. Ohne Probleme sprang sie an und schnurrte vor sich hin. Das Fahrzeug wurde aus der Garage geschoben und das Gitter wieder verschlossen. Als erstes ging es planmäßig zur Tankstelle. Dieses Luftgerät funktionierte nicht. „Bin ich zu blöd dazu?“ fragte sich die Frau, doch irgend wie ging es nicht. Sie schaute sich um. Vielleicht konnte ihr ja jemand helfen. Es gab keine Person, die sie gerne angesprochen hätte. Aber da… Zwei Männer mit einem Hänger hatten dieses mobile Luftfüllgerät. Die sprach sie an, scherzten kurz und kamen ins Gespräch. Der Ältere hatte Interesse an einer GS. Maria sagte ihm, dass sie eine GS hätte und diese auch verkaufen wolle. Er kam mit zum Motorrad und sah es sich an. Nickte… „Neue Kette? Ja, ich sehe es…“ „Wo ist sie inseriert?“wollte er noch wissen. Maria sagte es ihm und er wollte es sich zu Hause ansehen. Aber wahrscheinlich ist ihm die Motorisierung sowieso zu wenig mit 50 PS. Die meisten Männer wollen mehr PS zum Aufdrehen und schneller vorwärts kommen. Ein Versuch war es Wert und warum soll es nicht einfach so durch ein Miteinanderreden zum Verkauf kommen?

Nachdem der Luftdruck in Ordnung war fuhr Maria vom Platz. An der Ampel bog sie links ab. Fuhr ein Stück, bog rechts ab und entschied sich Richtung Innsbruck zu fahren. Sie könnte ja zum Achensee fahren. Ganz ohne Navi war das sicher eine Herausforderung. Vor allem, da sie spätestens um 16 Uhr zurück sein musste. Der Freund ihrer Tochter wollte ihre Winterreifen bei sich zwischenlagern. Bis dahin hatte sie fast 5 Stunden. Das sollte reichen.

So fuhr Maria über Tölz zum Sylvensteinspeicher, weiter zum Achensee und darüber hinaus bis sie über Serpentinen nach unten ankam und nicht wusste, wo sie abbiegen müsste um zurück nach München zu kommen. Die Auswahlmöglichkeiten mit Zillertal oder Autobahn nach München kamen beide heute nicht in Frage. So fuhr sie bis zum nächsten Kreisverkehr und von da aus wieder den Weg zurück.

Am Achensee bog sie dann links ab, Richtung Eng. Durch diese Mautstraße fuhr sie nach Wallgau. Eine wunderschöne Ecke mit einer tollen Aussicht auf Berge und den Fluss. Türkises Wasser strahlte sie an. Pause wollte sie keine machen, denn so viel Zeit blieb ihr nicht mehr bis sie zu Hause sein musste.

Nach der Mautstraße fuhr sie Richtung Kochel am See, passierte unterwegs den Walchen-, den Kochel- und auch noch den Starnberger See.

Punkt genau um 16 Uhr traf sie zu Hause ein.

Wie wir wieder einmal sehen, so ein Kurztrip kann sich ganz schnell ganz schön auswachsen 😉

©by UMW

Abgetaucht

Da sitze ich und beobachte das große Wasser vor mir. Wellen schlagen mit weißen Schaumkronen ans Ufer. Die Sonne heizt meine Haut auf und die Feuchtigkeit tritt aus meinen Poren. Der Schweiß sammelt sich in der Halskuhle und rinnt nach dem Überlaufen zwischen den Brüsten zum Nabel. Nach einer Weile ist die Haut glitschig nass und verlangt nach Abkühlung.

Ich laufe die wenigen Schritte durch den Sand, verweile kurz und lasse mich mit der nächsten Welle in die Weite des Meeres mitziehen. Die Strömung schwemmt mich ins offene Meer. Ich lasse mich treiben, tauche ab und folge dem Sog nach unten.

Eine andere Kraft treibt mich wieder nach oben. Ich sehe eine Hand oberhalb der Wasseroberfläche. Deine Hand. Unsere Finger treffen aufeinander und unsere Hände umgreifen sich. Während du versuchst mich nach oben zu ziehen, ziehe ich dich zu mir. In meinen Strudel, einen Strudel der Emotionen.

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Flirrend

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Blick in die Sonne

Er ist in der Stadt. Endlich. Der Sommer hat in diesen Tagen vorbei geschaut. Es bleibt nun abzuwarten, wie lange es ihm bei uns gefällt. Mitgebracht hat er sonnige Stunden, laue Abende zu zweit – und mehr. Dazu der Duft nach Gegrilltem und der Wunsch nach einer schönen Maß Bier im Biergarten. So lässt es sich aushalten.

Seit einigen Tagen schon sind die Massen an die Wasserstellen geströmt, um ihre (noch) weißen Leiber der Sonne auszusetzen. Manch ein schöner Anblick zeigt sich da dem lechzenden anderen Geschlecht. Bei steigenden Temperaturen, klarem Himmel und einer heizenden Scheibe am Himmel fällt es den Menschen leichter zu flirten. Fast alle sind wesentlich besser aufgelegt und erfreut sich an den Aktivitäten im Freien. Es ist einfach nur schön zuzusehen.

Ja! So macht das Leben Spaß 🙂

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Summerfeeling

Die Temperatur klettert hoch über zwanzig

Röcke verkürzt bis knapp überm Po

da sind gleich alle Männer froh

und die älteren Damen werden schnell ranzig.

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RuheOasen in der Stadt

Nymphenburger Schlosspark

Solange die ganzen kleinen Häuschen wie Badenburg, Amalienburg, Pagodenburg und Magdalenenklause wegen der Kälte geschlossen sind, ist es hier tatsächlich ruhig. Wer in den Sommermonaten zu Besuch kommt, kann Ruhe finden. Dazu darf er sich nur nicht in der Nähe des Schlosses aufhalten. Das Areal ist rießig und bietet Möglichkeiten für lange Spaziergänge.

Ab April öffnen die genannten Häuser und der Park ist wieder überschwemmt von vielen Touristen. Bis dahin sind sämtliche Skulpturen ebenfalls noch in ihre Holzhäuschen verpackt und warten auf die Befreiung im Frühling. Aber… Sobald die Sonne länger ihre warmen Strahlen schickt, geht es im Park rege zu. Die Gärtner bepflanzen die Rabatten und Einfassungen und reinigen die Brunnen.

Kleiner Einblick auf die Schönheit des Parks, der im Moment mehr von Enten als von Besuchern bevölkert ist.

Hier mit Blick auf  die Pagodenburg:20170310_145655

Derzeit ist die Pagodenburg noch verschlossen. Hier gibt es holländische Kacheln zu bewundern und chinesische Pagoden sowie chinesische Tapeten. Ich kann mich nicht erinnern, ob und wann ich darin gewesen wäre. Also werde ich mir das demnächst ansehen 😉

Die Amalienburg ist ebenfalls noch verschlossen. Dieses Schlösschen wurde von Kurfürst Karl-Albrecht für seine jagdbegeisterte lebenslustige Frau Maria Amalia gebaut und ist im Stil des Rokoko gehalten. Da war ich schon einmal drin. Hier sieht man nicht nur die Jagdgöttin Diana sondern auch schöne großzügige Räume mit einem besonderen Charme. Auf dem Dach ist ein Rondell, der Maria Amalia als Ausguck diente.

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Hier habe ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten festgehalten, die einen gewissen Charme haben. Ganz unten habe ich den Blick auf Schloss Nymphenburg festgehalten. Im Park davor kann man die Holzhäuschen sehen. Dahinter verbergen sich Skulpturen, die im Frühjahr wieder zum Vorschein kommen.

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Stiller Genuss

Es ist Nacht. Gerade hatte die Turmuhr der nahen Burg zur Mitternacht geschlagen. Maria läuft am Meeressaum barfuss durch den Sand. Mit ihren Gedanken ist sie nirgendwo. Sie atmet die frische Meeresbrise tief in ihre Lungen während sie die Stille der Vollmondnacht genießt.

Die drückende Sommerhitze des Tages ist nun, während der Nachtstunden, auf erträgliche Temperaturen herunter gekühlt. Außerhalb des Zentrums konnte sie an dieser Stelle die Grillen zirpen hören und für sich alleine die Stille genießen, die nur von dem Rauschen der nahenden Wellen unterbrochen war.

Niemand störte sie. Sie fühlte sich frei. Voller Freude streckte sie ihre Arme aus und lies zu, dass sich der Wind in ihrem leichten weißen Kleid verfing. Von der Ferne sah sie aus wie eine Göttin. Ihre langen Haare umwehten sie und mit dem flatterndem Kleid wirkte es mystisch. Der Mond tauchte die Szene in ein silbrigblaues Licht.

Nach einer Weile, der Wind ebbte ab, setzte sich Maria in den Sand. Sie bohrte ihre Zehen in den nassen Sand und lauschte dem leisen Plätschern der Wellen. Sie beobachtete den Lauf des Mondes und die landläufigen Wellen. In dieser Stille kam sie zur Ruhe. Sie lächelte vor sich hin. Ja, sie hatte die richtige Entscheidung getroffen.

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