Go Jenny, go!

Es war ein Montag, wie sie es sich immer vorstellte. Wochenbeginn mit einem freien Tag. Dazu ein sonniger Sommertag mit knapp 30 Grad Wärme. Das bot sich doch tatsächlich an, um in einem nahegelegenen See zu paddeln.

Mit ihrer Freundin vereinbarte sie einen Termin an einer S-Bahn-Station. Selbst besaß sie kein motorisiertes Fahrzeug. Bepackt mit dem SUP-Rucksack und einer kleinen Kühltasche mit Getränken bestieg sie den Meridian, der sie in zwanzig Minuten zum vereinbarten Treffpunkt brachte. Sarah wartete bereits. Sie verstauten das Gepäck im Kofferraum.

Nach etwa dreißig Autominuten hatten sie es geschafft, das Ziel erreicht und das Auto geparkt.

Bepackt mit ihren SUP-Rucksäcken suchten die beiden Frauen einen passenden Liegeplatz. Die Handtücher wurden ausgelegt und die SUP-Boards aufgepumpt. In der Wärme war das ganz schön anstrengend. Der Schweiß rann bei beiden. Kurz kühlten sie sich im See ab und ließen sich von der Sonne trocknen. Zum Sonnenschutz sprühten sich Jenny und Sarah mit einem wasserfesten Gel ein.

Endlich konnte es los gehen. Mit den Boards ging es ins Wasser. Jenny spürte ein Jucken in den Augen. Mehrmals spülte sie die Augen mit Wasser. Sie war unsicher, ob ihr der Sonnenschutz in die Augen gekommen war oder sie allergisch auf irgendwelche Pollen reagierte. Sie schob dieses unangenehme Gefühl auf die Seite, um sich aufs Paddeln zu konzentrieren.

Der See war ruhig. Keine Welle und kein Wind. Die beiden Frauen nahmen Fahrt auf. Als Ziel hatten sie sich einen Badeplatz mit einem Kiosk ausgesucht. Das Ziel erreichten die beiden nach einer halben Stunde paddeln. Dummerweise hatte Jenny das Befestigungsseil nicht mitgenommen. Glücklicherweise hatte sie Phantasie und einen Trockensack dabei. Der Trockensack hatte einen Trageriemen, der in Ösen eingehakt war. Jenny hakte den Riemen ab. Das eine Ende hakte sie am Bug in den D-Ring ihres Boards ein, wickelte den Riemen zweimal um einen Stegpfosten und befestigte das andere Ende am D-Ring von Sarahs Board. Somit waren beide Boards gesichert und der Kaffeepause stand nichts im Weg.

Doch! Denn es herrschte Covid-19. Beide Frauen hatten keinen Mund-Nasen-Schutz dabei. Somit musste nun der Trockensack als Mundschutz herhalten. Der Wirt nahm es gelassen, da mit Abstand und einer Glasscheibe jeder gesichert war und im Moment keine weiteren Kunden anstanden. Nach dem Kaffeegenuss ging es wieder zurück.

Pic by Maris

Am späten Nachmittag ließen die Beiden mit einem Knall die Luft aus den Boards, packten ihre Sachen zusammen und fuhren zurück. Jenny schaute in der App nach den Abfahrtszeiten ihres Zuges. In den Minuten 34 und 51 sollte sie ein Zug nach Hause bringen. Sarah verabschiedete die Freundin am Bahnhof. Jenny warf einen kurzen Blick auf die Handyuhr. Nur noch zwei Minuten bis zum Eintreffen des Zuges! Konnte sie diesen Zug erwischen? Sie erreichte gerade die Stufen, die zum Gleis hochgingen, als der Zug einfuhr. Nun spurtete sie die Treppe nach oben, noch weitere 50 Meter bis zum Zug und sprang in die offene Tür des Zuges. Schwer atmend stand sie erst einmal da, bevor sie es sich auf einem Sitz bequem machte. Keine Sekunde zu früh. Kurz darauf fuhr der Zug schon los.

Fast zeitgleich kam ein Kontrolleur und ließ sich Jennys Fahrschein zeigen.

„Der reicht nicht aus“ meinte er.

„Wie das?“ fragte Jenny und nannte ihr Ziel.

„Da halten wir nicht“ meinte der Bahnangestellte.

„Ja, aber an der Station davor will ich umsteigen“.

„Dieser Zug hält erst in H. Da brauchen sie zwei Zonen mehr“ erklärte ihr der Schaffner geduldig.

„Das gibt’s doch nicht! Da renne ich, um den Zug zu erreichen und steige in den falschen ein!“ Kopfschüttelnd schimpfte Jenny vor sich hin und löste den Fahrschein nach.

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Ein glücklicher Tag

Gähnend streckt sich Maria in ihrem Schlafsack und öffnet blinzelnd die Augen. Mit einem Blick durchs Fliegennetz kann sie schon erkennen, dass es ein wunderschöner Sonnentag ist. Sie krabbelt über Marius hinweg ins Freie. Vor ihrer kleinen Hütte atmet sie die frische Luft tief in ihre Lungen und beobachtet die weißen Schaumkrönchen, die träge an den Strand rollen. Welch ein schöner Tag!

Ein wolkenloser strahlend blauer Himmel. Reste vom Morgendunst verflüchtigen sich in der wärmer werdenden Sonne. Ein leichter Windhauch umstreicht Maria. Zeit, um auch ihren Körper auf den Tag vorzubereiten. Yoga. Mit Genuss widmet sich die Frau ihren Übungen. Der Körper wird mit verschiedenen Asanas gestreckt und gedehnt. Mit einem Namaste beendet sie ihre Session.

Ein kurzer Blick zur Hütte sagt ihr, dass Marius noch immer schläft. Sie läuft ans Wasser. Vorsichtig streckt sie die Zehen hinein, überlegt kurz und stürzt sich dann in das kühle Nass. Puh, das war frisch! Fröstelnd läuft sie zurück, holt sich ihr Handtuch und wickelt sich hinein. Glücklich schaut sie übers Wasser.

„Na Süße, schon fleißig gewesen?“ Marius setzt sich neben sie und zieht sie an sich. Nickend strahlt sie ihn an. „Ja. Herrlich war es.“

„Komm, lass uns frühstücken und dann mit den Boards ein wenig herumpaddeln.“ Nickend greift sie nach seiner Hand. Er zieht sie mit einem Ruck zu sich und küsst sie auf die Nasenspitze.

Während er Kaffee aufsetzt, stellt sie Wurst, Käse, Marmelade, Butter und Honig auf den Tisch. Flink schneidet sie Paprika, Tomate und Gurke. Mit wenigen Handgriffen arrangiert sie alles auf einem kleinen Teller. Zwischenzeitlich hat Marius ein paar Eier verrührt, gewürzt und in die erhitzte Pfanne gegeben. Hand in Hand wuseln sie in der Küche herum.  

„Setz dich,“ weist Marius sie an. „Kaffee und Eier sind fertig.“

„Fehlt noch etwas?“ frägt Maria und scannt den Frühstückstisch. Verneinend schüttelt sie den Kopf und lässt sich auf einen Stuhl plumpsen. Nach einem großen Schluck Kaffee nimmt sie eine Ladung Rührei auf ihre Gabel. „Mmmh“, stöhnt sie auf. „Die sind sowas von lecker. Danke fürs Brutzeln.“ „Für dich immer gerne“, lächelt er. „… und dir danke fürs Schnibbeln von dem leckeren Gemüse.“

Ein Blick zur Uhr zeigt den Beiden, dass es bereits 11 Uhr ist. „Raus jetzt mit uns, diesen Wahnsinnstag genießen.“ Sie stupst ihn an und drängt ihn nach draußen. „Sollen wir ein wenig paddeln gehen? Mit den SUPs?“ fragend schaut Marius zu Maria. Sie nickt. „Ja. Komm!“

Sie gehen um die Hütte herum und nehmen die Boards von der Halterung, schnappen sich die Paddel und laufen in den See. Die Boards platschen aufs Wasser. Knieend paddeln beide los. Nach wenigen Paddelschlägen stehen sie auf, balancieren kurz aus und paddeln ruhig am Ufer entlang. Einige Boote segeln bei leichter Brise an ihnen vorbei. Eine Crew winkt ihnen fröhlich zu. Maria hebt das Paddel zum Gruß und grinst. In dem Moment stößt Marius mit seinem Board an Marias. Sie verliert das Gleichgewicht, schaukelt kurz hin und her bevor sie lachend ins Wasser fällt.

Prustend taucht sie auf und zieht sich auf ihr Board. Schallendes Gelächter von Marius und den Bootsleuten erwartete sie. Maria stimmt mit ein. „Kurze Pause für mich,“ kichert sie und legt sich aufs Board. Die Sonne trocknet ihre Haut. „So im Liegen ist es ganz schön heiß. Lass uns zurück paddeln. Meine Flasche Wasser ist auch schon leer.“ Zustimmend wendet Marius sein Board. Die Sonne ist zwischenzeitlich vom Zenit nach Osten gewandert. Er schätzt die Zeit auf 15 Uhr, was ihm durch einen Blick auf die Uhr bestätigt wird. „Die Zeit vergeht ganz schön schnell!“ meint er. Sie nickt und stakt ihr Paddel ins Wasser. „Die Sonne schafft mich,“ murmelt sie. Sie kniet sich aufs Board um schneller vorwärts zu kommen. Nach einer guten Stunde erreichen sie ihre Hütte. Maria zieht ihr Board an den Strand, läuft ins Haus und leert eine Flasche Wasser. „Das habe ich jetzt gebraucht,“ stöhnt sie auf. Marius folgt ihr und macht es ihr nach. „Oh ja. Das war knapp jetzt. Wir haben die Zeit sauber unterschätzt! Glücklicherweise ging es nochmal gut.“ Beim nach draußen gehen bat er sie sich auszuruhen. „Ich räume schnell noch die Boards weg.“

Maria legt sich in die Hängematte und ist gleich eingeschlafen. Nach einer Stunde wacht sie erfrischt auf und beobachtet Marius, der gerade den Grill vorbereitet.

Mit Schwung verlässt sie ihren Ruheplatz und geht zu ihm hinüber. Dabei fällt ihr Blick auf das Segelboot, das nahe ihrer Hütte ankert. In dem Moment kommt das Dinghi um das Boot herum und steuert auf sie zu. Es sind die Leute von Nachmittag. Mit einem Hallo begrüßen sie sich. Die Bootsleute bringen eine Tasche voll mit Bier mit. Aus einer anderen Tasche holt eine der beiden Frauen noch Fleisch und Kartoffelsalat und stellt es auf den Tisch.

„Das ist ja cool!“ freut sich Maria. Die Crew stellt sich kurz vor, bevor sie sich auf den Sitzmöglichkeiten niederlassen.

Abwechselnd stellen sie sich an den Grill und legen die Leckereien auf. Mit Bier und Wein wird auf den Abend angestoßen.

Leuchtende Sterne verleihen dem Abend etwas Mystisches. Der Klang einer Gitarre und einer rauchig dunklen Stimme vermitteln Romantik pur in dieser lauen Nacht und lassen diesen wundervollen Tag ausklingen.

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Der Himmel so blau…

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Ja, es ist Frühling. Der April zeigte sich bisher von seiner schönsten Seite, als müsste er uns entschädigen. Entschädigen für den Virus, der Angst und Schrecken verbreitet. Entschädigen für die Panik, die von Politik und Medien verbreitet wird. Nein, das Thema lasse ich heute.

Ostern naht mit bunt bemalten Eiern, selbst gebackenen Lämmchen und Rüblitorte. Freude auf die warme Zeit und das Ende der Pandemie.

Ostern, besonders der heutige Karfreitag, steht unter anderem fürs „Kreuz tragen“. Unser Kreuz lässt sich vielleicht im Covid-19 finden. Wir müssen es tragen, ob wir wollen oder nicht. Es wurde uns aufgebürdet. Jedem einzelnen von uns. Wir dürfen weder Freunde besuchen noch reisen, sind eingeschränkt.

Jetzt habe ich schon wieder angefangen! Es lässt sich nicht ausschalten, begleitet es mich gerade überall, in allem was ich tue. Egal, wie sehr ich versuche es auszublenden.

Trotzdem oder wohl auch deshalb, freue ich mich derzeit darüber, dass ich ländlich wohne. Mit einem meiner Kinder Zeit verbringen und hier wohnen darf. Im nahen Wald lässt es sich in Ruhe und ohne Menschenansammlung, spazieren gehen. Mir geht es gut. Dieses Glück kann mir niemand nehmen.

Der Himmel ist blau, die Sonne wärmt die Haut und bringt die Sträucher zum Blühen. Die Farbenpracht vermittelt uns Leben und Freude. Sie macht uns bewusst, dass es weiter geht. Immer. Das Leben ist ein Kreislauf.

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Unterwegs an der lykische Küste in der Türkei

Marmaris – Ekincik – Skopea Limani – Olüdeniz – Yesilköy – Kas

Die Tage, die wir an der lykischen Küste entlang gesegelt sind, waren geprägt von viel Sonne, blauem Himmel und herrlichem Wasser. Es ist eine wundervolle Gegend mit ausnehmend freundlichen Menschen.

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Von Marmaris nach Ekincik waren wir 20 Seemeilen unterwegs. Leider war der Stadthafen voll und noch Springleinen vom letzten Sturm ausgebracht, weshalb wir uns für eine nahe Bucht entschieden hatten. Im Sommer scheint hier viel los zu sein. Es gab einen Steg und Muringleinen. An einer durften wir für 20 Euro festmachen.

Nach einer ruhigen Nacht ging es am nächsten Morgen bereits um kurz vor zehn Uhr weiter. Erst einmal mit wenig Wind, dann ohne und plötzlich mit herrlichem Segelwind. Wir kamen im Naturschutzgebiet Skopea Limani an und ankerten hier für zwei Nächte im „Fathom Cove“. Eine Nacht waren wir die einzigen Gäste, in der anderen ankerte noch eine weitere dort. Im Naturschutzgebiet müssen einige Auflagen eingehalten werden. Unter anderem darf keine Yacht ohne Schwarzwassertank über Nacht ankern. Viele Wassersportarten sind verboten. Nicht umsonst ist das Wasser in den Buchten sehr klar und sauber. Mit dem Dinghi besuchten wir in der „Hamam“-Bucht, in der Aphrodite ihr Badehaus gehabt haben soll. Von da aus liefen wir an der „Wall“-Bucht entlang auf die andere Seite. Hier war alles hübsch angelegt – von Restaurant bis Badestege und Schiffsanleger.

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Am nächsten Tag, es war der 1. Dezember, ging es bei Sonnenschein nach Olüdeniz. Mit dem Dinghi besuchten wir die nahegelegene Ortschaft, die bei Paraglidern sehr beliebt scheint. Einige Restaurants, Flugschulen sowie ein Mini- und ein Supermarkt hatten geöffnet. Mit Bier beobachteten wir die Landeanflüge der Paraglider. Das Können mit einer punktgenauen Landung fand ich sehr bemerkenswert. Nach drei Nächten verließen wir diesen gastfreundlichen Ort.

img_20191205_133845464_hdrDer 04. Dezember war prädestiniert um den Spinnacker auszuprobieren. In Gelb-Grün blähte sich dieses Tuch am Bug. Nach Windrichtungswechsel holten wir ihn wieder ein und segelten mit Groß und Fock weiter. Am späten Nachmittag erreichten wir die Bucht Yesilköy mit Blick auf Kalkan. Wir ankerten mit viel Kette und Landleine. Beides sorgte für eine ruhige Nacht. Es war zwar eine Schattenbucht, zumindest am Abend, dafür jedoch Sonne am Morgen zum Frühstück. Auch in dieser Bucht war das Meer wieder absolut klar und hatte Sandgrund. Dies ließ das Wasser in sämtlichen Türkistönen leuchten. Wunderschön!

Am späten Vormittag des nächsten Tages ging es nach Kas. Der Wind war uns gnädig, so dass wir wieder einen Segeltag genießen durften. In einer Bucht vor Kas machten wir an einer Boje fest und verbrachten hier die Nacht.

Zum Nikolaustag fuhren wir in den Stadthafen von Kas und machten hier an der Muring fest. Hier hatten wir angedacht, die nächsten Wochen zu überwintern.

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Der Herbst ist da…

Mohnblume

Meteorologisch seit dem ersten September. Kalendarisch dauert es noch. Doch dies nur am Rande. Nach dem regnerischen Montag gestern und einer sternenklaren Nacht, war es heute Morgen trocken. Für mich genau das richtige Wetter um mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren. Nur noch dreizehn Arbeitstage habe ich vor mir. Das schleicht sich gerade so in meine Gedanken 🙂

Die Luft ist kühl mit 10 Grad. Leicht fröstelt es mich während ich die Fahrradbeleuchtung anbringe und mein Fahrrad aufschließe. Nach kurzer Fahrt bin ich auf Betriebstemperatur. Im Park sehe ich Morgennebel über den Boden kriechen. Es riecht so gut. Frisch. Sauber. Mein Weg führt mich über die Theresienwiese. Hier wird seit Wochen schon fleißig für das Oktoberfest aufgebaut. Der ganze Platz ist abgeriegelt. Morgens bis ca. 9 Uhr ist es noch möglich durchzufahren. Problemlos für mich, denn bis dahin sind es noch knapp drei Stunden. Meine Nase fängt den Geruch nach Zwiebeln ein. Irgendwo scheint jemand Vorbereitungen für die Arbeiterküche zu treffen. So intensiv hatte ich das bisher noch nicht wahrgenommen. Liegt das an den Temperaturen oder ist mein Geruchssinn gerade besonders gut? Später erfreut mich noch der Geruch aus einer Backstube. Ich liebe den Morgen, wenn die Stadt noch im Aufwachen ist, die Gerüche intensiv und der Stadtverkehr mäßig.

Die Sonne hat sich durchgekämpft. Für heute verspricht sie uns einen angenehmen Tag. Ich wünsche euch einen wundervollen Dienstag.

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Warten und die Zeit vertreiben…

Da sitze ich bei diesem herrlichen Wetter in meiner Bude und warte. Völlig gaga meines Erachtens. Bei dem gelben Paketdienstler wäre es mir egal, die bringen die Pakete wenigstens zu einer Stelle, an der ich diese abholen kann.

Dieser große Versandhandel mit seinem eigenen Versandservice war gestern schon einmal bei mir und hat es nirgendwo deponiert. Für den heutigen Tag ist er mit drei Paketen auf dem Weg zu mir. Also blieb ich zu Hause.

Zumindest zum Einkaufen bin ich fix gehuscht. Das ging schnell, da der Supermarkt nur fünf Gehminuten weg ist. Ein Buch hatte ich noch ausgelesen und gechillt. So kaputt, wie ich den ganzen Tag war, wäre es zu einem Schlaf am See hinausgelaufen. Das genieße ich immer sehr. Viele Möglichkeiten werde ich dazu hier nicht mehr haben. Mein einziger Trost: Bald bin ich von Meer umgeben und kann dann in der Sonne chillen.

Somit habe ich mich heute „an backen auf engstem Raum“ versucht. Gar nicht so verkehrt zur Einstimmung auf die Enge an Board, meine ich. Wahrscheinlich wird mir später am Boot einiges fehlen und Kreativität wird dann gefragt sein.

Eine Waage ist in meinem Haushalt nicht mehr vorhanden, also alles nach Gefühl. Mehl, Butter, Zucker, Milch… Belegt wurde der Teig mit Zwetschgen. Schon seit Tagen gelüstet es mich nach einem Zwetschendatschi. Auf den Geschmack des Kuchens bin ich gespannt.

Sobald dieser Paketdienst endlich meine Pakete geliefert hat, werde ich noch an den See fahren. Ruhig dürfte es dann sein und ich werde meine Runden in aller Stille drehen können 🙂

Habt ein schönes Wochenende und genießt die Sonne mit einem kühlen Drink in der Hand 😉

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Tiefflug

Im Osten zeigt sich gelbrot die Sonne am Himmel. Hier im Westen ist es grauschwarz und tief bewölkt. Trotzdem nehme ich das Fahrrad für meine Fahrt in die Arbeit. Es hilft den Kreislauf anzukurbeln und macht den Kopf frei. Bei mir zumindest.

Mein Weg führt mich durch den Westpark. Ein Stückchen grüne Lunge hier in der Stadt. Die Temperatur ist angenehm kühl. Optimal zum Radeln. Ich beobachte die Wolken und wie die Sonne versucht sich durchzukämpfen. Heute hat sie es echt schwer.

Während meinem Ritt durch den Park sehe ich eine Wildgans aus der Ferne im Anflug. Genau auf meiner Kopfhöhe, im Tiefflug. Ich drossle meine Geschwindigkeit und gewähre dem Vogel die Vorfahrt. Ein Rauschen vom Vogelflügel lässt mich meinen Kopf einziehen. Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn ich mit meiner gewohnten Geschwindigkeit weitergefahren wäre. Es war ganz schön knapp.

Die dunklen Wolken verfolgten mich bis zu meiner Arbeitsstätte. Glücklicherweise blieb es trocken. Wenn ich Glück habe, regnet es während der Arbeitszeit 😉

©by UMW