Morgens am See

Nichts kann mir die Stimmung verdrießen

morgens, in Ruhe die Stille genießen.

Dem Wind lauschen,

wie er flüstert beim Blätterrauschen.

 

Den Gedanken nachhängen

in der Einsamkeit nur Sein.

Doch wie lange noch, bis viele Leiber im Sonnenschein

und mit Geschnatter die Ruhe verdrängen?

 

Sobald der Tag voll erwacht zur Mittagsstund’

pack ich meine Sachen zum Bunde

denn nun ist das Leise entschwunden,

dennoch waren es wunderbare stille Genussstunden.

©UMW

Stiller Genuss

Es ist Nacht. Gerade hatte die Turmuhr der nahen Burg zur Mitternacht geschlagen. Maria läuft am Meeressaum barfuss durch den Sand. Mit ihren Gedanken ist sie nirgendwo. Sie atmet die frische Meeresbrise tief in ihre Lungen während sie die Stille der Vollmondnacht genießt.

Die drückende Sommerhitze des Tages ist nun, während der Nachtstunden, auf erträgliche Temperaturen herunter gekühlt. Außerhalb des Zentrums konnte sie an dieser Stelle die Grillen zirpen hören und für sich alleine die Stille genießen, die nur von dem Rauschen der nahenden Wellen unterbrochen war.

Niemand störte sie. Sie fühlte sich frei. Voller Freude streckte sie ihre Arme aus und lies zu, dass sich der Wind in ihrem leichten weißen Kleid verfing. Von der Ferne sah sie aus wie eine Göttin. Ihre langen Haare umwehten sie und mit dem flatterndem Kleid wirkte es mystisch. Der Mond tauchte die Szene in ein silbrigblaues Licht.

Nach einer Weile, der Wind ebbte ab, setzte sich Maria in den Sand. Sie bohrte ihre Zehen in den nassen Sand und lauschte dem leisen Plätschern der Wellen. Sie beobachtete den Lauf des Mondes und die landläufigen Wellen. In dieser Stille kam sie zur Ruhe. Sie lächelte vor sich hin. Ja, sie hatte die richtige Entscheidung getroffen.

©UMW

Unruhe

Sie ist da und treibt mich um.

In mir die Frage: Warum?

So viele Gedanken in meinem Kopf.

Soll ich diese befreien?

Es brodelt wie in einem Hexenkesseltopf,

drum lasse ich den Gedanken ihren Lauf.

Sie purzeln heraus und überschlagen sich hurtig,

stehen lustig zu Hauff und wirbelnd

wie ein Sturm zerschlagen sie alles.

Dann ist plötzlich Stille…

Befreite Gedanken vertreiben Unruhe.

©UMW

 

Rückzug

Momente der Stille

tragen die Melodie der Seele

und bringen ungewohnte Saiten zum Schwingen.

Rückzug in sich selbst

um zu hören, was die Seele will

um erfrischt den Realitäten zu trotzen.

©UWE

Staade Zeit

20161127_112903Jetzt ist sie da, die staade Zeit. Eingeleitet durch den 1. Advent – gestern. Einkehr, sich sammeln und bewusst machen… Dafür ist sie gedacht die Adventszeit. Schaffen wir es die Hektik eine Weile außen vor zu lassen?

Wie alle Jahre wieder… Ich lasse den Stress weiter ziehen. Von der Weihnachtshektik in der Stadt halte ich Abstand. Geschenke? Die kaufe ich nur, wenn ich etwas zufällig sehe oder ich etwas ganz bestimmtes im Kopf habe und das dann auch so erwerben kann. Ansonsten halte ich mich an Stille und Genuss 🙂

Eine besinnliche Adventszeit wünsche ich ebenso allen meinen Lesern.

©UMW

ENDGÜLTIG

Aus und vorbei…

Nun ist es passiert und lässt sich nicht mehr leugnen.

Verneigt hat er sich, der Sommer, und Adieu gesagt.

Mit einem weinenden Auge übergibt er betagt,

für dieses Jahr das Zepter an den Herbst.

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Danke an K.G.

 

Der See liegt nun wieder leise spiegelnd, allein,

und gehört nur noch den Tieren.

Ruhe ist eingekehrt, da draußen im Wald.

Nur wenige Menschen kommen zu Besuch

die Stille genießen; allein das ist fein.

Der Sommer hat dem Herbst noch einen Auftrag erteilt:

Er solle glühen und in bunten Farben erstrahlen.

So sei es schön, wenn der Mensch im Freien verweilt

und die Erinnerung mitnimmt an die warmen Tage.

©UMW