Im Einklang

Es verlangt viel Reife um mit sich und seiner Umwelt im Einklang, in Harmonie, leben zu können. Dazu gehört Dankbarkeit genauso wie sich entschuldigen und verzeihen zu können. Viele Menschen verlangen Toleranz von ihren Mitmenschen, haben aber selbst ein Problem andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Wenn wir ehrlich sind, gibt es bei jedem von uns Bereiche, auf die das zutrifft.

Um einen gewissen Grad an Harmonie zu erreichen finde ich es wichtig, andere Menschen um Entschuldigung bitten, aber auch vergeben zu können. Das Eine ist so wichtig wie das Andere. Beides empfinde ich als gleich schwierig, dennoch ist es möglich. Es kostet Mut, einen gewissen Grad an Selbstbewusstsein und auch Überwindung. Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die das leben können.

Wir können andere durch vielerlei Arten verletzen – bewusst und häufig unbewusst. Es kann auch vorkommen, dass sich jemand grundlos verletzt fühlt. Solange die Kommunikation vernachlässigt wird, kann der Umstand nicht geklärt werden bzw. es bleibt unbewusst.

Ich meine die Zeit ist reif, um mich an dieser Stelle heute einmal bei den Menschen zu entschuldigen, denen ich bewusst oder unbewusst Böses getan habe. Egal in welcher Form und unabhängig davon, ob mit Worten, Taten oder Werken. Die Zukunft gehört noch mehr der Achtsamkeit.

Gleichzeitig verzeihe ich den Menschen, die mir mein Leben immer wieder erschwert haben. Ein Teil dieser Menschen lebt zwar nicht mehr… Aber verzeihen befreit 🙂

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Ich gestehe…

Ich bin anspruchsvoll,

erwarte nur was ich selbst zu geben bereit,

akzeptiere die Meinung Anderer,

übe mich in Toleranz bei deren Imaginationen

streife umher als Wanderer

und strecke meine Flügel ganz weit.

 

In einer Welt voll intriganter Lügen

ist mir Ehrlichkeit besonders wichtig.

Mit Vortäuschungen und Schwindeleien,

da sind wir uns einig,

geht vieles kaputt und macht es nichtig.

Selbst wenn der Weg auch noch so steinig,

sollten wir bedenken, dass gelogen ein betrügen.

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Unverständnis

Gestern hatte ich mich mit einer guten Bekannten unterhalten. Wir waren vor Jahren einmal recht gut miteinander befreundet, aber einige Dinge an ihrem Verhalten konnte und wollte ich nicht akzeptieren, deshalb hatte ich mich zurückgezogen und die Freundschaft „auslaufen“ lassen. Die Frau ist Mitte vierzig, arbeitet halbtags für die Stadt und freiberuflich als Nageldesignerin. Ist also sehr autark, vor allem da die Kinder bereits außer Haus sind.

Das Gespräch begann damit, dass sie erst einmal fragte, wie es mir ginge da ich auf den Bildern in FB so glücklich aussehe. Sie freue sich für mich und ich scheine einen Partner zu haben, der mir gut tue. Darin konnte ich sie bestätigen.

Auf meine Frage, wie es denn in Ihrer inzwischen fünfjährigen Partnerschaft laufe, bekam ich die Antwort: „Na Ja…“ Ja, die Beziehung war schon von Anfang an recht schwierig – das wusste ich. Beim Sex kam sie von Beginn an zu kurz und er war nicht aufgeschlossen genug für mehr oder Außergewöhnliches. Der Mann arbeitet im oberen Management bei einem großen Leuchtmittelhersteller und verdient sehr gut, was ihr immer schon sehr wichtig war. Es war also alles unverändert. Sie seit Jahren unzufrieden mit dem gewählten Partner. Wie bereits damals habe ich ihr angeraten zu akzeptieren oder die Konsequenzen zu ziehen. Einen anderen Menschen ändern, funktioniert nicht. Geht nicht. Tolerieren und akzeptieren oder ziehen lassen. Aber da ist das „liebe Geld“ und er macht ja auch einiges für sie. Auf das will sie nicht verzichten. Dann soll sie akzeptieren!

In meiner ehrlichen Art habe ich es ihr auch so gesagt. Daraufhin war sie sauer und meinte: „Hätte ich doch nicht mit dir gesprochen!“ Hmmm… Was hätte ich sagen sollen?! Was war ihre Erwartung an mich?

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Toleranz

Bei dem was zurzeit alles passiert, sollte man sich die Bedeutung dieses Wortes einfach einmal wieder genauer ansehen.

Laut dem Duden bedeutet Toleranz:

Achtung und Duldung gegenüber anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen, also Toleranz gegenüber einer anderen Lebensweise / Religion zeigen“.

Ich gehe soweit und sehe es als Akzeptanz des Gegenübers. So, wie er ist. Mit all seinen Ecken und Kanten. Wir können nicht jeden nach unseren Vorstellungen formen. Ganz wichtig ist auch, dass wir, unsere Kultur und Tradition ebenso angenommen werden soll, wie diese ist. Jeder, der in ein anderes Land reist, passt sich dort an. Gleichwohl darf es jeder halten, der zu uns kommt. Niemand kann nur Toleranz fordern – diese muss auch gewährt werden.

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