Traumhaft

Die Gestirne am Himmel leuchten

Und die Morgenfrische die Nacht verscheucht.

Zaghaft singen die ersten Vögel den Tag herbei

Äsend steht ein Hirsch mit seinem Geweih

Riesig groß der volle Mond dort oben steht

Und hängt doch irgendwie zwischen kahlen Ästen

Erstrahlend die Dämmerung wird zu wundervollem Feste.

©by UMW

 

Komm, flieg mit mir…

Komm, flieg mit mir!

Mit den Zugvögeln gen Süden.

Lass uns am Meeressaum spielend

die Wellen rocken.

Mit fröhlichen plätschern singend

ist das Meer am Locken.

Wilder als im Traum

sprüht gischtiger Meeresschaum.

Niemals werden wir hier ermüden

in unserem Element,

sind wir.

©UMW

Herzrasen

So real hab ich dich gesehen

und doch, es war nur im Traum.

Seit dem ist mein Herz am rasen,

ich fühlte dich so gern bei mir.

©UMW

 

CLOSE TO REALITY

Es ist morgen und dieser Gedanke oder Traum in meinem Kopf. Noch dazu so real….

Wir hatten uns schon länger nicht mehr gesehen. Bisher hatten wir immer schöne Abende. Freundschaftlich. Gequatscht über Gott und die Welt, einfach alles mit Leichtigkeit.

Ja, und heute war es wieder einmal soweit. Wir sehen uns. Bei ihm. Ich freue mich auf den Abend – und ihn.

Ich stehe vor seinem Haus und klingle. Es summt und die Tür öffnet sich. Ich gehe die Treppen hoch. Seine Wohnungstür ist angelehnt. Da ist ein Zettel an der Tür befestigt und ein schwarzes Tuch hängt am Türknauf. Was ist denn hier los? Bin ich an der falschen Tür? Ich lese das Namensschild. Doch. Richtig.

Auf dem Zettel steht: „Es wird Zeit für den nächsten Schritt. Bitte komme herein und binde dir das Tuch über die Augen.“

Ich stehe erst einmal unschlüssig da. Panik! Wie? Was für ein nächster Schritt?! Überraschungen haben etwas Aufregendes. Nur, das hier überrascht mich doch unvorbereitet. Eiskalt! Will ich das? Mein Herz schlägt ganz wild. Meine innere Stimme ermahnt mich zur Ruhe. O.k. Ich beruhige mich und höre in mich hinein. Ja, da ist ein Gefühl für diesen Mann da. Er berührt etwas in mir und …. er reizt mich! Das was jetzt kommt, war nie Thema. Zumindest bisher nicht. Oder habe ich es nur nicht gespürt? Nicht spüren wollen?

Mutig betrete ich die Wohnung, stelle meine Handtasche auf den Boden und binde mir das Tuch über die Augen. Soll ich stehen bleiben oder mich hin knien? Hätte er das nicht genauer schreiben können? Nervös stehe ich da, fühle mich etwas verloren. Mein Mund fühlt sich ganz trocken an. Unruhig kaue ich auf meiner Unterlippe herum. Dann höre ich leise Schritte. Er steht auf einmal neben mir. „Schön, dass du da bist!“ sagt er mit seiner warmen Stimme und drückt mich kurz an sich. Ich nehme seinen Geruch in mich auf. Männlich, herb und… etwas Wildes, Dunkles. Mein Körper ist in Anspannung und reagiert auf diesen Menschen. Er führt mich mit wenigen Schritten in ein Zimmer. Was hat er eigentlich vor? Er fragt mich: „Willst du dich mir anvertrauen?“ Ich bringe kein Wort heraus und deshalb nicke ich zustimmend. Langsam öffnet er den Reißverschluss meines Kleides. Das Kleid fällt zu Boden und ich stehe in meinen Dessous vor ihm. Glücklicherweise habe ich heute mein Lieblings-Dessous an. So fühle ich mich wirklich gut und sexy. Oh! Er öffnet den BH, der leise zum Kleid auf den Boden fällt. Kühle Luft umspielt meine Brustwarzen, die sich gleich keck aufstellen. Er holt tief Luft… Gefällt ihm, was er sieht? Er sagt nichts! Seine Zunge leckt über den linken Nippel während er spielerisch den anderen zusammendrückt. Diese verräterischen Knospen werden gleich noch härter. Arghhhhhh! Die Lust zieht sich durch den Körper und lässt Hitze aufwallen.

Da spüre ich etwas an meinem linken Handgelenk. Eine Ledermanschette. Und dann auch an der rechten. Er legt mich auf eine weiche Unterlage, nimmt meine Hände über Kopf und bindet diese irgendwo fest. Ich sehe nichts und meine Hände sind gebunden. Ich atme etwas schneller. Meine Sinne arbeiten auf Hochtouren. Ich rieche ihn… so intensiv. Oh ja, der Geruch gefällt mir. Macht mich total an.

Irgendwo tickt eine Uhr. Die blende ich besser aus.

Er fährt mit etwas leichtem weichen über meinen Körper. Es reizt die Haut. Mich. So gerne würde ich auch meine Hände benutzen. Geht nicht. Darf ich nicht. Da küsst er mich. Und er kann küssen! Mir wird ganz schwindelig…

….und dann klingelt der Wecker! So ein Mist!

 ©UMW

Regen

Ich höre es an meinem Fenster klopfen.

Bin noch im Traum und frage mich,

wer da wohl Einlass möchte.

Da wird mir bewusst,

es sind die Regentropfen.

Leise flüsternd am Fenster zerplatzend

rinnen sie am Glas herunter.

Was wollten sie mir sagen?

Blicke aus staunenden Augen so

verflüchtigen sie sich

in Wasserrinnsalen und

geben mir keine Antwort

auf ungestellte Fragen.

©UMW

TRAUMBILDER

In den unmöglichsten Situationen zeigen sie sich

Wach-Traumbilder

mich marschierend entgegen dem Strom

durch Soldatenleiber oder

kämpfend durch glattrasierte Köpfe mit

ausgemergelten Körpern

deren Augen mich hoffnungslos ansehen.

Was will mir das sagen?

Wen kann ich hierzu fragen?

Wessen Vergangenheit hat sich

hier in meine Realität geschoben?

Eins weiß ich sicher:

Diese Menschen sind nicht mehr.

Sie sind lange schon ausgelöscht.

©UMW

Ich bin Ich

Mal mehr

Mal weniger

Aber ich bin ich

Mal verrückt

Mal kreativ

So bin ich

Immer in Gedanken

Irgendwo nirgendwo

Träumend ich

Und doch ganz realistisch

Ich bin ich

©UMW