Unerwünscht

Sobald sich dieses Gefühl „unerwünscht zu sein“ einschleicht, ist es Zeit Adieu zu sagen. Am besten gar nicht lange überlegen oder irgendwelche Entschuldigungen suchen, sondern ganz schnell verschwinden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es dauern kann, bis wir uns zu einer Entscheidung durchgerungen haben. Das kann verschiedene Gründe haben. Entweder wissen wir gerade nicht, wohin wir sollen oder unser fortlaufendes Leben ist in dem Moment sowieso absolut unklar. In vielen Fällen hoffen wir zudem im Unterbewussten, dass sich die Situation wieder zum Guten ändert. Wer mag schon gerne unkalkulierte Veränderungen?

Was vermittelt nun das Gefühl, dass jemand unerwünscht ist? Da gibt es weit mehr Facetten, als folgende Beispiele:

  • Nichts kann Recht gemacht werden
  • Ignoranz
  • Unterschwellige Angriffe auf die Person (Intellekt, Figur, Verhalten)
  • Haltlose Anschuldigungen
  • Mobbing würde ich auch dazu zählen
  • den anderen „klein“ halten, damit das eigene Licht besser leuchten kann

Mir stellt sich hier die Frage, warum es überhaupt nötig ist, zu solchen unschönen Aktionen zu greifen? Viel ehrlicher ist es in meinen Augen, die unerwünschte Person direkt anzusprechen. Doch dies erfordert Mut. Mut, den nicht nur narzisstische Menschen kaum aufbringen können. In den meisten Fällen löst sich das Problem dadurch, wenn die unerwünschte Person kapituliert und geht.

Vielleicht ist dieses „unerwünscht sein“ eine Reaktion auf eine unbewusste Aktion. Gegebenenfalls wurde etwas getriggert. Dann frage ich mich ebenso: Warum findet keine Kommunikation statt?

Die menschliche Psyche finde ich schon immer sehr faszinierend. Je länger wir uns Problematiken (mit Abstand) und aus verschiedenen Blickwinkeln ansehen können, desto mehr Lösungen zeigen sich.

©by UMW

Manchmal

Manchmal bin ich verunsichert, schüchtern gar.

Das kommt vor, wenn ich

  • in einer Menschenmenge bin und niemanden kenne
  • irgendwo neu bin
  • mir die Menschen unbekannt sind
  • eine Situation mich verunsichert (unklar ist)
  • Jemanden ganz besonders mag
  • unsicher bin, ob ich gerade störe
  • und auch, wenn ich das Gefühl habe „unerwünscht“ zu sein

Darüber kann ich mich dann wirklich ärgern, über mich. Da wünschte ich mir frecher und dreister zu sein und mir (zumindest bei den letzten vier Punkten) Klarheit zu verschaffen. Aber ich weiß auch, dass es hin und wieder besser ist, abzuwarten. Vieles löst sich doch von alleine auf.

Meist passiert mir das, wenn gerade mein Selbstwertgefühl im Keller ist und ich in einer trüben Lebenssuppe schwimme.

Aber wisst ihr, was das schöne ist? Auch die trübeste Suppe wird klar und Licht und Sonne wird wieder sichtbar. Und wenn dann auch noch die Menschen um einen sind, die einem lieb und teuer sind, ist all die Verunsicherung ganz schnell wieder verflogen.

Hoch leben Freunde und zuverlässige Freundschaften!

©UMW

Der Besuch

Angekündigt hatte er sich bereits eine Woche davor.

Als solches wahrgenommen hab ich’s nicht.

Dieser Kerl war mir völlig unerwünscht!

Doch er stürmte herein und packte mich.

Ans Bett hat er mich gefesselt,

der Bösewicht!

Meine Worte waren nur ein krächzen

während Aug’ und Nase überliefen.

Ein paar Tage hielt er mich fest im Griff

der fiese alte Gripperich.

©UMW