Verschnupft und zugenäht

Die Nase dicht

Das Schlucken fällt schwer

Gerötete Augen

Ich seh nix mehr.

Na ja, ganz so schlimm ist es nicht. Nur annähernd. Ich will nicht jammern! Es passt nur wenig zur Jahreszeit. Wir haben Sommer und meine Nase ist gestrichen voll. Bei mir legt sich das erst einmal auf den Hals.

Zwei freie Arbeitstage habe ich mir genommen, um verschiedene Dinge zu erledigen. Mir war es wichtig Passfotos zu bekommen und den Reisepass zu beantragen. Beides habe ich gestern erledigt. Die Fotos sind ganz ordentlich geworden. Das Gegenüber kann mich erkennen. Ihr lacht? Vor einer Woche hatte ich Passbilder gemacht, da fiel es schon schwer die Person auf dem Foto mit mir in Verbindung zu bringen. Ein schreckliches Foto. O-Ton meiner Kolleginnen: „Das kannst du nicht verwenden! Darauf bist nicht du erkennbar. So lassen sie dich nirgends einreisen.“

Deshalb bin ich in ein anderes Fotostudio. „Ich brauche Passfotos. Bitte so, dass ich mich auch erkenne“, begrüßte ich den Fotografen. Ein junger Mann mit voll tätowierten Armen und einem Vollbart. Ohne Vollbart und ich jünger… Da wäre der Sabber gelaufen 😀

Lange Rede kurzer Sinn. Gesagt, getan. Knips knips im Scheinwerferlicht im Keller der Arcaden. Schon waren die Bilder fertig und ich tatsächlich zufrieden.

Meinen Termin beim KVR hatte ich mir online geholt. Das war gut so! Als ich das Amt betreten hatte, wäre ich fast rückwärts wieder raus. Es war voll. Übervoll! Ein älterer Ordnungsmensch sah mich, begrüßte mich und meinte: „Sie haben sicher einen Termin. Setzen Sie sich hin. Die Nummer wird angezeigt. Nicht erschrecken, die Nummern laufen durcheinander. Es dauert auch ein bisschen länger.“ Ich nahm Platz und beobachtete die Anzeige. Gut fünfundzwanzig Minuten nach meinem reservierten Termin war ich an der Reihe. Das ging dann zügig. Meine Daten wurden eingetragen und meine beiden Zeigefinger elektronisch gescannt. Ohne diesem Scan dürfen wir in verschiedene Länder gar nicht mehr einreisen. USA allen Ländern voraus. Das Netz hat sowieso sämtliche Daten, warum soll ich dann hier einen Aufstand machen? Für mein Vorhaben habe ich den Reisepass mit 48 Seiten beantragt. Wer weiß, wie viele Stempel hier Platz brauchen. Nachdem ich dafür 82 € gelöhnt hatte, wurde mir der weitere Vorgang erklärt. Im Internet nach 4-6 Wochen prüfen, ob der Pass fertig ist. Sobald dieser zur Abholung bereit liegt, kann ich ohne Termin zum Amt und abholen.

Wieder etwas geschafft…

©by UMW

Erinnerung

Gerade heute schwelge ich in der Ferne. Vor einem Jahr weilte ich in Andalusien. Mein erstes Surfabenteuer – Wellenreiten lernen. Dieses Jahr habe ich es noch nicht geschafft. Vielleicht später im Jahr, im Herbst oder Winter. Schlimmstenfalls erst im nächsten Jahr.

Doch, natürlich möchte ich auch dieses Jahr ans Meer. Ich werde es auch realisieren. Nur das WANN weiß ich noch nicht. Auch das WAS ist für mich noch ungeklärt. Im vergangenen Jahr war ich Wellenreiten und auf einem Segelboot unterwegs. Irgendwie möchte ich Beides wiederholen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wieder auf ein Segelboot zu kommen, eine davon ist sich als Crewmitglied zu bewerben. Wenn es zeitlich passt und innerhalb Europa, dann werde ich es tun. Auch wenn ich nicht weiß, auf wen ich mich einlasse und wie der Skipper ist. Da bin ich doch etwas „verwöhnt“. Natürlich werde ich versuchen, vorab möglichst viel über die Person, das Boot und die Crew herauszufinden. Spätestens vor Ort habe ich die Möglichkeit abzusagen, umzuswitchen oder was auch immer, wenn die Sympathie fehlt oder mein Gefühl ein Warnsignal sendet.

Der Plan ist im Kopf, die Umsetzung fehlt. Es ist ja noch Zeit. Ein bisschen… Und bis ich soweit bin, habe ich meine Erinnerungen 😉

©by UMW

Gedankenfragmente

Morgens um sechs scheint die Welt noch in Ordnung. Ich sitze auf meinem Fahrrad und empfinde so einiges. Ich empfinde Kälte, Wärme und auch gar nichts. Das einzige, was mich fesselt, sind meine herum turnenden Gedanken. Gedanken über dies und das, was mir gerade mein Empfinden so durch die Windungen schickt.

Trotz der mageren vier Grad ist mir mein Daunenmantel zu warm, mein Schal zu viel. Ich öffne den Reißverschluss. Erst ein kleines Stück, dann komplett. Handschuhe habe ich mir heute Morgen gespart und das war eine richtige Entscheidung.

Meine Gedanken jagen mich. Ich habe so viele Träume. Träume, die ich gerne verwirklichen möchte. Schaffe ich das? Genau betrachtet brauche ich den dreifachen Verdienst und doppelt so viel Urlaub. Ist das machbar? Wie ist es machbar? Wo muss ich noch etwas verändern? Mich verändern…

Manchmal möchte ich alles hinwerfen, alles aufgeben. Und hinaus in die Welt. Da wünschte ich mich zurück in meine Zwanziger/Dreißiger Jahre. Altersmäßig meine ich das. Dazu die Möglichkeiten und die Technik von heute. Oder ist das auch im fortgeschrittenerem Alter möglich? Bisher bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Hier hält mich wenig. Gut, meine Kinder. Die Familienanbindung. Ein paar liebe Freunde. Das kann und darf mich jedoch nicht hindern, das zu tun, wonach sich meine Seele sehnt. Die Sehnsucht scheint noch auf kleiner Flamme zu brennen. Noch. Sobald die Flamme brennt, bin ich fort. Irgendwo am Wasser. Vielleicht auf einem Segler als Smutje 😀 oder als Sennerin auf einer Alm. Es zerreißt mich…

©by UMW

Aufregungen

Es gibt Tage, da scheint die Ruhe ausgeflogen zu sein. Verrückt und unberechenbar.

Dabei fing es ganz positiv an. Meine Möbellieferung war für die Zeit zwischen 7 Uhr morgens und 13 Uhr angesagt. Geklingelt haben die Jungs bereits um 7.30 Uhr und um 8 Uhr waren sie fertig und zur Türe hinaus.

Meine Tochter hatte sich für 10 Uhr angekündigt. Somit hatte ich noch Zeit meine Vorhaben bis dahin zu erledigen.

Vorher schrieb ich noch mit einem Neffen. Er bat mich, mir den 19. September frei zu halten. Ähm.. Da hatte ich keine Zeit. War ich noch in Urlaub. Das hatte ich ihm schon mitgeteilt. Schade, meinte er. Da wolle er heiraten. Ups! Hochzeit! Innerhalb von zwei Tagen erfuhr ich von zwei Hochzeiten. Meine Cousine im November und mein Neffe im September. Es geht ja richtig rund. Alles traut sich wieder…

Zurück in die Realität. Die Zeit läuft mir sonst davon. Erst einmal brachte ich die Retoure zur Post. Somit war das Päckchen auf dem Weg und ich konnte dahinter einen Haken machen.

Mein Fahrrad streikte schon eine Weile. Die Kette und Zahnräder waren ziemlich abgenudelt. Na ja, bei rund 500 Kilometer im Monat ist das wohl eine gute Verschleißquote innerhalb von sechs Jahren. Also radelte ich zum Zweiradzentrum. Mein Motorrad hatten sie dort auch schon einmal gut repariert. Jetzt eben mein Fahrrad. Fachkundig bestätigte mir der Meister dort meine Annahmen. Mit meinen Vermutungen zu den Defekten war ich richtig gelegen. Für das Flottmachen durfte ich mit einem Betrag von etwas unter 200 € rechnen. Da wir hier in München zu mindestens einem Zweitrad tendieren, war es endlich auch für mich Zeit eines zu Kaufen. Deshalb fragte ich nach einem guten Gebrauchten nach. Ich wollte nichts besonderes, sondern nur eines das fuhr und vernünftig bremste. Der Mechaniker führte mich zu den verkaufsfähigen Gebrauchtfahrrädern. Diese waren alle gewartet und je nach Alter und Ausstattung standen sie zu Preisen zwischen 50 und 150 € zur Verfügung. Nachdem ich mir einen kurzen Überblick verschafft hatte entschied ich mich für einen pink(!)farbigen Cruiser, so like Beachcruiser. Ich mag kein Pink, zumindest nicht wirklich. Und doch… Es sieht einfach cool aus. Somit bin ich jetzt stolze Besitzerin eines pinkfarbigen Beachcruiser 😀

Keine Minute zu früh kam ich zu Hause an. Nur 5 Minuten später klingelte es. Meine Tochter. Sie musste die notwendigen Formulare für ihr Bafög abholen, damit sie diese noch rechtzeitig einreichen kann. Ihr wisst ja, wie gestresst Studenten in ihren Semesterferien sind 😉 Nach einer Weile fuhr ich sie eben nach Hause.

Auf dem Rückweg stand ich im Stau. Dauerte nur eine schlappe halbe Stunde mich durch den Ring zu quälen. Zwischendrin checkte ich kurz meine Nachrichten. Ui! Joe schrieb mir, dass er in der Zulassung sei. Es scheint zu klappen mit dem Bootsanhänger. Demnach könnten wir am Samstag in den Urlaub starten. Hey, ich freute mich. Bis ich jedoch zu Hause war, wurde die Nachricht revidiert. Aus irgendwelchen Gründen hat er die Zulassung nicht bekommen und war dementsprechend angepisst. Er setzte alle Hebel in Bewegung. Notwendige Bescheinigungen wurden angepasst bzw. geändert. Morgen klappt es dann! Hoffe ich…

Zwischenzeitlich rief mich mein Sohn an. Er war in zwanzig Minuten an der S-Bahn. Da könnten wir uns kurz treffen – vor einem Vorstellungstermin und uns wenigstens sehen und sprechen.

Ich fuhr also mit dem neuen alten Fahrrad los. Es ging ja nur gerade aus und ich konnte innerhalb fünfzehn Minuten dort sein. Doch das Schicksal meinte es heute anders. Ich versuchte mich im Stunt. Da waren auf einmal Stumpen, wo es noch nie welche gab. Ich fuhr genau drauf zu, bremste noch. Vergebens. Landete auf dem Weg und um ein Haar auf der Straße. Das Schienbein war aufgeschlagen und ein blauer Fleck zeigte sich in der Mitte des Oberschenkel. Unterhalb der Short war ebenfalls ein länglicher blauer Fleck sichtbar. Autsch! Ich stand auf, war sauer! Kopfschüttelnd setzte ich mich aufs Fahrrad und blendete die Menschen hinter mir aus. Die ganze Hektik war umsonst, denn mein Sohn erschien erst eine Viertel Stunde später, wegen der S-Bahn.

Es war schön, ihn wieder einmal zu treffen. Freudig erzählte er mir von seinem Urlaub in Norwegen. Von Waalen und Adlern und wie schön es in den Nordländern ist. Unsere Zeit verflog zu schnell. Er musste und wollte rechtzeitig beim Vorstellungsgespräch sein. Wir verabschiedeten uns an der S-Bahn. Er fuhr und ich radelte.

Ich radelte nach Hause. Zeit für mich und Entspannung von den ganzen Aufregungen. Und meine Blessuren wollten ebenfalls behandelt werden.

Habt eine gute Zeit meine Lieben.

Vielleicht melde ich mich dieses Wochenende noch einmal oder aber erst, wenn ich zurück bin 😉

©by UMW

Am Anfang steht der erste Schritt…

Nach einer kurzen Nacht stand Maria nur mühsam auf. Glücklicherweise waren es nur noch zwei Tage bis zum Wochenende. Zwei Tage und dann konnte sie ausschlafen. Na ja, ausschlafen ist immer relativ bei Maria. Für Samstag hatte sie den Vormittag für sich, Mittag war sie verabredet. Mit einem langjährigen Freund und einem Bekannten aus dem letzten Weiterbildungskurs. Bis dahin waren aber noch zwei Tage.

Trotz einem leichten Regen ging die Frau ohne Jacke zur Tür raus und lief die Viertel Stunde zur U-Bahn. Bewegung war immer gut. Und nachdem das Fahrrad doch schon ein paar Tage mit einem platten Reifen vor dem Haus stand, war es wichtig zumindest ein bisschen zu laufen. Sie empfand es angenehm durch den Nieselregen zu laufen. Die Musik im Ohr beschwingte Maria und sie sang mit. Es war sowieso noch niemand auf der Straße, dem es gegebenenfalls stören könnte.

Während der Fahrt surfte Maria durchs Internet. Unter anderem schaute sie sich die Neuigkeiten auf Facebook an. Ein Freund war erst wieder bei einer Regatta gewesen. Von dem hatte sie schon lange nichts mehr gehört. Sie mochte ihn sehr gern, also sprang sie wieder einmal über ihren Schatten und fragte ihn über WhatsApp, wie es denn für ihn gelaufen sei. Seine Antwort kam schon nach kurzer Zeit. Er sei wieder einmal der schnellste gewesen und er habe viel Spaß gehabt.

Im nächsten Satz fragte er sie, ob sie denn noch Urlaub haben würde. Er habe vor die nächsten zwei Wochen die Konaten zu umsegeln. Flink im denken fragte sie ihn direkt, ob das nun eine Einladung sein solle. Ja, das wäre doch ein Abenteuer. So mit seinem kleinen Segelboot verschiedene Häfen und Buchten ansegeln. Auf nachfragen erfuhr Maria, dass auf dem Boot geschlafen werden solle und alles sehr spartanisch sei. Mit spartanisch hatte sie kein Problem. Von ihren Hüttentouren kannte sie das ja bereits.

Die Frau war ziemlich überrascht. So gut kannten sie sich nun ja doch nicht, aber so ein Segeltörn würde sie schon sehr reizen. Und mit dem Mann könnte sie sich das auch irgendwie vorstellen. Ja, es wäre sicher eine Herausforderung. Ein kleines Boot und viel Wasser außen herum. Sehr beengend.

Jetzt hieß es erst einmal das mit dem Urlaub klären. Ihr Chef, der selbst Segler ist, ermunterte sie noch und fand es eine super Sache. Ihre Urlaubsvertretung freute sich für sie und konnte sich die Vertretungszeit einrichten. Wow! Das ging ja mal wieder alles glatt.

So richtig glauben konnte Maria es doch noch nicht. Eine Woche und zwei Tage noch bis es losgehen soll. Da gab es noch einiges zu organisieren, zu bedenken und vor allem vorzubereiten.

Ein erster Schritt in ein neues Abenteuer.

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Wenn einer eine Reise tut…

Sommerzeit… Reisezeit… Obwohl, meiner Meinung reisen wir inzwischen ganzjährig. O.K., diejenigen, die wie ich Hummeln im Hintern haben oder schlichtweg immer etwas „Neues“ sehen oder erleben wollen.

Juchhu! Ich habe Urlaub. Zwar nur eine Woche, aber das hilft ungemein sich zu entspannen. Wieder einmal „runter zu kommen“ und dem Geist die Möglichkeit geben, die Anspannungen loszulassen.

Vor einiger Zeit hat mich eine Freundin schon eingeladen sie in Hamburg zu besuchen. Ich mag Hamburg sehr gerne. Wenn es dort Berge hätte, wäre das mein bevorzugtes Domizil.

IMAG0546Gestern morgen um 5.58 Uhr war die geplante Zugabfahrt. Für mich hieß das früh aufstehen, was mir als Frühmensch immer gut gelingt. So bin ich um 4.45 Uhr aufgestanden. Das Stück zur U-Bahn bin ich gelaufen. Mit Rucksack ist das ja alles ganz einfach. Mit der Bahn um 5.36 Uhr sollte ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein, so dass ich locker den Zug erreichen könnte. Die Bahn fiel aus!

Es würde alles zu spät werden und ich den Schlusslichtern des Zuges hinterhersehen. Soweit wollte ich es nicht kommen lassen, also rief ich ein Taxi. Bis das Taxi bei mir gewesen wäre auch wieder zehn Minuten abgelaufen. Das wird ja noch später! Bringt nichts… Was habe ich gemacht? Kein Bus in Sicht. Zum Laufen zur S-Bahn zu weit. Also den nächsten Handwerkerbus aufgehalten und gefragt, ob die in die Innenstadt fahren. Die beiden Männer haben mich angesehen, als wenn ich ein Marsweibchen wäre. Oh, du armes Deutschland!

Quer über die Kreuzung sehe ich ein freies Taxi, zu erkennen am leuchten des Taxizeichens. Ich winke hektisch, der Fahrer hält. Er verlädt meinen Rucksack im Kofferraum. Panisch erkläre ich dem Fahrer, dass ich in zehn Minuten am Hauptbahnhof sein müsse. Seiner Meinung nach sollte das um diese Uhrzeit machbar sein. Prima! Die Zeit läuft und jede rote Ampel ist Horror für mich. 5.55 Uhr sind wir tatsächlich angekommen. Ich drücke ihm 15 Euro, inklusive einem sehr guten Trinkgeld, in die Hand und springe an dieser roten Ampel vor dem Bahnhof aus dem Fahrzeug.

Im Sprint laufe ich zum passenden Gleis und springe in den Zug. Als erstes suche ich meinen reservierten Sitzplatz. Dieser war besetzt. Freundlich mache ich auf meine Reservierung aufmerksam und schon gehört mir mein Sitzplatz. Die Strecke von München nach Hamburg wollte ich sitzend verbringen. Der Zug war voll und sämtliche Plätze belegt.

Da ich nun meinen ICE erreicht hatte, konnte ich erst einmal durchatmen. Schlussendlich hatte der Zug zehn Minuten Verspätung. Mein Körper hatte sich ganz bestimmt über den Adrenalinkick verbunden mit einem Sprint sehr gefreut 😀 😀 😀

©by UMW

Eingecheckt

Nachdem mein Körper schon Anfang der Woche in den Streik getreten ist und mir mitgeteilt hatte, dass er schon längst urlaubsreif ist… Ja, ich wurde ausgeknockt. Zum Leidwesen meiner Kollegen für die ganze Woche. Mein Chef hat mir angeraten mich unbedingt auszukurieren, bei dem was ich mir für den Urlaub alles vorgenommen habe. Tja, momentan klinge ich noch ein wenig wie Zarah Leander. Ein bisschen zumindest.

Zwiebel, Honig, Ingwer, Zitrone und Ibu waren meine Dauerbegleitung der vergangenen Tage. Ich bin soweit hergestellt, dass ich ab morgen in den Süden starten kann. Nasenspray mit im Handgepäck, damit die Nebenhöhlen frei bleiben. Tja, den Rest wird die solehaltige Luft am Meer erledigen.

Direkt heute morgen habe ich eingecheckt. Es läuft ja inzwischen alles mobil. Über die Flieger-App habe ich meine Boardkarte und alle Daten auf dem Mobiltelefon. Trotzdem ein komisches Gefühl. Gepäckaufgabe soll am Automaten sein. Igitt!!! Ich will auf jeden Fall rechtzeitig am Flughafen sein. Stress und Zeitmangel sind mir ein Gräuel.  Insofern bin ich ganz glücklich, dass mich ein lieber Freund zum Flughafen bringt. Glücklicherweise ist er ein Frühaufsteher und seine Freundin hat kein Problem mit seinem Freundschaftsdienst. Und das morgens um 5 Uhr, damit ich vor 6 Uhr da bin.

Inzwischen bin ich nervös. Das erste Mal, dass ich nach Weiß-Gott-Wie-Vielen-Jahren wieder alleine in Urlaub fahre. Komisch… Aber genau dadurch habe ich die Möglichkeit offen auf neue Menschen zuzugehen, in Gespräche zu kommen und das Leben so zu genießen, wie es eben auf mich zukommt. Ich bin bereit…

Gestern Abend ist mein neues Laptop noch abgeschmiert und muss neu aufgesetzt werden. Der Vorgänger ist eine Zumutung. Deshalb werde ich zwar kein Laptop dabei haben, jedoch ein Tablet. Ob ich da so glücklich beim Schreiben sein werde, bezweifle ich. Insofern wundert euch nicht, wenn es still um mich wird. In diesem Sinne: Habt eine gute Zeit und bleibt gesund ❤

©UMW