…wie Musik

Es sind unsere Träume

Sie geben uns Räume

Und treiben uns an.

Sie spriesen wie Bäume

Mit Blättern ganz bunt

Niemals eckig, dafür ganz rund

Sie bewegen sich vorwärts

Sie treiben im Wind

Vorwärts, vorwärts, immer geschwind

Gib ihnen Leben

Gib ihnen Namen

Viele, viele – niemals rar

Und der Traum wird wahr

©by UMW

Regentage

Es war so angesagt. Regenwetter für das Wochenende. Geglaubt hatte ich es nicht, denn in letzter Zeit waren die Angaben des Wetterdienstes – oder soll ich sagen „der Wetter App“ – meistens falsch. Es regnet. Gefühlt bereits seit Stunden und es ist ein waberndes Grau. Da draußen vor dem Fenster.

Die Natur freut sich. Es war bitter nötig. Alles ausgetrocknet! Wie soll da etwas gedeihen? Die Erde darf sich vollsaugen und überschüssiges Wasser abspeichern. Die Strassen werden gereinigt. Die Luft wird wieder klar und erleichtert das atmen.

Genau! Wirklich böse bin ich nicht. Ich habe zu tun. Zumindest finde ich immer wieder etwas. Fotografieren. Einstellen. Verkaufen. Dazwischen stricke ich an einem Shirt weiter. In Türkis. Das erheitert und vermittelt ein Gefühl von Sommer, Sonne und Freude.

Soziale Kontakte pflegen bietet sich bei diesem Wetter ebenfalls an. Die Mutter anrufen. Demnächst sollte ich sie besuchen.

Viele Gedanken purzeln durch meinen Kopf. Ideen sammeln. Austauschen und niederschreiben. Ich mag graue Tage – hin und wieder…

©by UMW

Wachstum

Vorsichtig in die Tiefe schauen

Wurzelt es in Vertrauen

Und baut darauf was wachsen darf.

Mit der Zeit werden die Blüten treiben

Vermehren sich mit Freude, zum bleiben.

Es ist Liebe, die anklopft und wachsen mag

Wird stärker von Tag zu Tag.

©UMW

Verschenkte Zeit

In vielen Bereichen wird oft Zeit „verschwendet“. Sei es im beruflichen oder im privaten Bereich. Dass es sich im beruflichen schwieriger gestaltet, weil der Verdienst und die Lebensqualität davon abhängen, ist verständlich.

Im privaten Bereich kenne ich es aus eigener Erfahrung, dass ich mich später frage: Warum eigentlich?

Meine fünf Jahre jüngere Schwester hat zwanzig Ehejahre geschafft bevor sie sich aus der Ehe befreien konnte, eine Freundin gar 25 Jahre. Auffällig bei beiden ist, dass sie sehr jung geheiratet haben – mit knapp zwanzig Jahren und dann auch recht schnell ein Kind da war. Ich war Mitte zwanzig, schwanger und nach elf Jahren war die Ehe vorbei. Zumindest auf dem Papier. Die letzten fünf Jahre waren es nicht Wert als Ehe bezeichnet zu werden. Die Luft war bereits raus und die Gemeinschaft nur noch der Kinder wegen – schließlich waren es inzwischen drei! – zumindest von meiner Seite.

Ich stelle fest, dass viele Menschen in Beziehungen „hängen“ bleiben, obwohl ihnen diese nicht gut tut. Heute habe ich erst mit einer Freundin gesprochen, die knapp zehn Jahre Beziehung hinter sich hatte und dann auch noch drei Jahre brauchte um sich emotional zu lösen. Im Nachhinein versteht sie das selbst nicht mehr. Sie wusste, dass es für sie falsch war und doch blieb sie.

Warum bleibt der Mensch in solchen Konstellationen hängen? Warum tun wir das? Warum begeben wir uns in eine Abhängigkeit? Wir leben in einer aufgeklärten Zeit und haben ein soziales Netz, welches uns auffängt, wenn es – gerade für uns Frauen mit Kindern – einmal etwas eng wird.

Meine Singlezeiten waren für mich geprägt mit Lernen, Leben(s)erfahrung, vielen schönen Freundschaften und dem eigenen Wachstum. Ja, es hat mich in vielen Dingen auch „hart“ gemacht. Ich bin oft gegen eine Mauer gelaufen, hingefallen und immer wieder aufgestanden. Auch das macht das Leben erst lebenswert. Ganz ehrlich: Lieber kämpfe ich, für mich und die meinen, als in irgendeiner Art Beziehung fest zu stecken, von der ich spüre, dass sie mir schadet.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf sinnvoll genutzte Zeiten! Mit oder ohne Partner 🙂

©UMW