(Z)Schwitzgespräche

So ein Wellnesstag in einer netten Runde ist etwas Geniales um einen unangenehmen Tagesstart wieder auszugleichen. Vor allem, wenn den Gesprächen „gelauscht“ wird.

Saunaaufguss bei einer 95 Grad heißen Sauna. Eng ist es da drin und in der Hütte sind Schrägen, so dass große Leute auf der obersten Liege Probleme mit ihrem Kopf bekommen. Aber fürs gesunde Schwitzen nimmt der Mensch einiges in Kauf. Wenn es dabei dann auch noch weniger ernst zugeht und die Leute miteinander blödeln, dann wird’s zünftig.

Ganz besonders dann, wenn eine Hüne von Saunameister den Raum betritt und das Weibervolk nur noch lechzend auf ihren Plätzen hin- und herrutscht. Da höre ich in meiner Nachbarschaft, wie eine Frau der anderen zuflüstert, dass DER ihr gefallen würde. Die andere flüstert dann zurück, dass sie ihn ihr zum Geburtstag schenkt – mit einer Schleife. Ich hab es gehört… Und der Tuch schwingende Hüne vielleicht auch? Anmerken lassen hat er es sich nichts. Er ist ja Profi.

Ich flüstere meiner Begleitung zu, dass das wieder Material für meinen Blog ist. Und meine Begleitung fängt das Lachen an. Das Lachen war so ansteckend, dass zwei Drittel der Aufgussbesucher mitgelacht haben ohne zu wissen um was es ging. Während dessen erklärt der Saunahüne, welchen Duft er dabei hat. Ergänzt wird von den Besuchern mit „und Humor“.

Das Lachen verging allen – zumindest vorübergehend. Denn es gab einen, der den Raum aufheizte und die Leute fast zum Kochen brachte. Die letzten Minuten waren die Hölle. Danach kam die Erleichterung und mit der Erleichterung kam das Lachen zurück.

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Die Einladung (II) Das Wochenende

(Fortsetzung zu "Die Einladung") 
https://lebenslustrockt.wordpress.com/2016/09/06/die-einladung/

Endlich war es so weit. Das Wellness-Wochenende sollte stattfinden. Maria packte ihre Tasche zusammen. Für drei Nächte reichte es den Weekender zu packen. Ein bisschen Wäsche, Partykleidung, Schuhe und Kosmetika – was Frau halt so braucht.

Für 14 Uhr hatte Raphael sich angekündigt, um sie abzuholen. Maria war, wie immer, überpünktlich fertig. Sie ging noch einmal alles durch, ob sie auch nichts vergessen hatte. In ihrer Wohnung gab sie allen Pflanzen noch einmal Wasser, denn es sollte ja heiß werden, und verschloss die Fenster.

In dem Moment klingelte es an der Haustür. Maria fragte über die Sprechanlage nach, wer da sei. Als ihr Raphael seine Ankunft mitgeteilt hatte, sagte sie ihm, dass sie sofort nach unten käme. Kurz prüfte sie noch den Sitz der Frisur und ihren Lippenstift im Flurspiegel, zog sich ihre hochhakigen Sandalen an und ging mit ihrem Gepäck nach unten. Raphael kam ihr in der dritten Etage entgegen. Mit einem bewundernden Blick sah er Maria an, lächelte fröhlich und gab ihren einen Begrüßungskuss. Maria strahlte ihn aus ozeanblauen Augen an. In Gedanken klopfte sie sich für die Wahl des neuen Kleides auf die Schultern. Da hatte sie wohl gut gewählt und damit auch seinen Geschmack getroffen. Der figurbetonte Schnitt unterstrich ihre Kurven und das blau des Kleides lies ihre Augen noch intensiver leuchten. Raphael nahm ihr die Tasche ab und geleitete sie zu seinem Kombi. Elvira und Peter saßen schon im Auto und grüßten mit einem Kopfnicken. Peter saß am Beifahrersitz, so dass Maria im Fond bei Elvira Platz nehmen musste. Raphael hielt ihr die Autotür auf und erklärte kurz, dass Peter den Weg kenne und ihn lotsen würde. Für sie war das völlig in Ordnung, dann konnte sie sich ja schon einmal mit Elvira austauschen.

Elvira war nicht in Unterhaltungslaune. Sie hing ihren Gedanken nach und steckte sich eine Zigarette an. Oh weh… Das gefiel Maria gar nicht. Sie vertrug keinen Zigarettenrauch im Auto. Davon bekam sie immer Kopfschmerzen. Nun wollte sie aber nicht gleich mit herum meckern anfangen und so öffnete sie lediglich das Autofenster. Raphael sah sie fragend im Rückspiegel an, sie schüttelte jedoch nur den Kopf.

Nach 2,5 Stunden Fahrt hatten sie ihr Ziel erreicht. Die Villa lag oberhalb des Attersees und sie hatten von der Terrasse einen wundervollen Blick auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama. Maria atmete erst einmal tief durch und die frische Bergluft ein.

In der Zwischenzeit hatte Raphael den Zimmerschlüssel geholt und führte Maria in das gemeinsame Zimmer. Es war einfach, aber gemütlich ausgestattet und hatte ein eigenes Bad. Die anderen Zimmer mussten sich das Bad im Flur teilen. Während Maria ihre Sachen verstaute, umschlang Raphael sie von hinten, küsste sie vorsichtig am Hals und drehte sie zu sich herum. „Schön, dass du mitgekommen bist.“ Murmelte er in ihr Haar. Sein Mund wanderte vom Haaransatz zu ihren Lippen. Maria war erst über seinen leidenschaftlichen Anfall überrascht, gab sich dann aber seinen erregenden Küssen hin. Das hatte sie sich schon länger gewünscht und nie gedacht, dass es sich realisieren würde. Jetzt war sie mit ihm zusammen, hier in diesem Zimmer. Dann konnte sie auch sehen, wie es sich zwischen ihnen entwickelte.

Raphael erkundete mit seiner Zunge ihren Mund während sich eine Hand am rückwärtigen Reißverschluss ihres Kleides zu schaffen machte. Sachte schob er die Träger über die Schultern und das Seidenkleid fiel zu Boden. Mit einem bewundernden Blick öffnete er ihren BH, der ebenfalls zu Boden fiel. Sie sah Raphael scheu an, öffnete die Knöpfe seines Hemdes und ließ es neben ihre Kleidung zu Boden fallen. Er schob sie sachte aufs Bett und glitt neben sie. Er nahm die Erkundung ihres Körpers wieder auf, streichelte zart den Konturen ihres Gesichtes nach, küsste ihren Mund, die Mulde am Hals und leckte vorsichtig über die eine Brustwarze während er mit der anderen spielte. Maria stöhnte lustvoll auf. Raphael entledigte sich seiner Shorts und befreite Maria von ihrem Höschen. Küssend eroberte er ihren Schoß bis sie sich ihrem ersten Orgasmus ergab. Er ließ sie erst gar nicht zur Ruhe kommen, reizte ihre Perle die ihn feucht schimmernd lockte. Schnell zog er sich ein Kondom über, drang in sie ein, ritt sie wild und erlebte ihren nächsten Orgasmus fast gleichzeitig mit seinem. Erschöpft keuchend lies er sich schwer auf sie sinken. Mit einem anerkennenden „Wow“ küsste er sie auf den Mund.

In dem Moment klopfte es an der Zimmertür. Eine Frauenstimme fragte, wo sie denn blieben. Inzwischen seien alle da und sie mögen doch ins Wohnzimmer kommen. Die beiden sahen sich an, grinsten und riefen, dass sie gleich kommen würden. Gemeinsam verschwanden sie in der Dusche und machten sich frisch. Danach gingen sie zu besagter Begrüßungsrunde nach unten. An diesem Wellness-Party-Wochenende waren etwas mehr als dreißig Personen zusammen gekommen. Sie begrüßten sich untereinander und stellten sich gegenseitig vor. Gegen 20 Uhr wollte man sich für die erste Party treffen, die im Wohnzimmer stattfinden sollte. Maria sah sich um. Außer Elvira, Peter, Sabine und Rainer kannte sie nur noch Claudia. Auf die hätte sie ohne weiteres verzichten können. Das war eine wirklich unangenehme Person, die sich immer allen Männern anbiederte. Auch jetzt war sie wieder dabei. Zwei Männer umgarnten sie bereits und versuchten ihre Gunst zu gewinnen. Maria schüttelte ihren Kopf und wandte sich wieder ihren anderen Bekannten zu.

Bis zum Abendessen und Party waren noch einige Stunden Zeit. Die Zeit bis dahin konnte man sich ja im Wellness-Bereich vertreiben. Ein Großteil der Gäste holte sich Handtücher und Bademantel und die Hälfte der Gesellschaft traf sich im Wellness-Bereich wieder. Hier gab es drei verschiedene Saunen, ein großes Schwimmbecken und ein Whirlpool. Alles war sauber und viele Palmen gaben dem ganzen ein mediterranes Ambiente. Maria gefiel das sehr gut. Zusammen mit einigen Frauen ging sie erst einmal in die 60 Grad Sauna. Ein paar der Männer verschwanden in der 90 Grad Sauna und einige Personen wollten im Whirlpool entspannen, der Platz für etwa vier Personen hatte. Während ihres Saunaganges konnten die Frauen schon den Spaß der anderen im Whirlpool hören. Als sie dann aus der Sauna kamen sahen sie acht Männer ihrer Gruppe mit Claudia im Pool. Durch die vielen Menschen war das Wasser aus dem Pool gedrängt worden. Mit großen Augen beobachtete Maria, wie sich sämtliche Männer mit Claudia beschäftigten. Diese Frau hatte sichtbare Freude an den vielen Männerhänden. Maria schüttelte es. Auch Raphael war darunter, stellte sie mit Erschrecken fest. Oh… Das verletzte sie. Das mochte sie nicht sehen! Worauf hatte sie sich denn da eingelassen?! Schnell wollte sie diese Stätte verlassen und lief Richtung Ausgang. Dabei rutschte sie auf den nassen Fliesen aus, fiel hart auf den Boden und verletzte sich. Mit Mühe schaffte sie es sich zu ihrem Zimmer zu schleppen.

Weinend rief sie Zenzi an und bat diese sie doch abzuholen. Ihr erzählte sie nur kurz was vorgefallen war und wie sie sich fühlte. Zenzi versprach sofort loszufahren.

Unter Schmerzen packte Maria ihre Sachen wieder in die Tasche. Elvira hatte ihr zwischenzeitlich eine Eispackung gebracht, die sich Maria aufs schmerzende Knie legte.

Als Raphael ins Zimmer kam ging Elvira nach unten. Raphael fragte Maria, was denn das eben für ein Auftritt von ihr im Wellness-Bereich gewesen sei. Sie sei auf dem Wasser vor dem Whirlpool ausgerutscht erwiderte sie. Von ihm wollte sie wissen, was er denn mit Claudia zu schaffen hätte. Seine lapidare Antwort war, dass er wegen Spaß hier sei. Maria verstand diese Aussage sofort. Ihr Gesicht verschloss sich und sie nickte ihm böse zu. Gut, sagte sie. Dann hab deinen Spaß und lass mich in Zukunft bitte in Ruhe.

In dem Moment klopfte es und Zenzi trat ins Zimmer. Maria atmete erleichtert auf und ließ sich von ihrer Freundin zum Auto führen. Ohne sich groß zu verabschieden fuhren die beiden Frauen weg.

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Die Einladung

Ein Anruf von einem Bekannten während Maria im Park spazieren ging. Sie war überrascht. Raphael lud sie zu einem verlängertem Wellness Wochenende ein. Sie waren zwar bereits miteinander ausgegangen; bisher hatte es sich jedoch lediglich auf einer freundschaftlichen Ebene bewegt. Das verlängerte Wochenende war schon für kommenden Donnerstag bis Montag geplant. Er habe schon gebucht. Maria war erst einmal sehr überrascht und bat um Bedenkzeit. Sie erhielt noch die Info, dass gemeinsame Bekannte auch dabei seien und er ihr eine Mail mit den Daten schicken wolle. Sie dankte dafür und setzte in Gedanken versunken ihren Spaziergang fort.

Bis Maria zu Hause eintraf, waren zwei Stunden vergangen. Die Einladung hatte sie bereits vergessen. Bei einer Tasse Kaffee erinnerte sie sich an Raphael, schaltete den PC an und inzwischen war tatsächlich die angekündigte Mail von ihm eingegangen.

Sie öffnete die Mail, denn neugierig war sie ja schon. Das Wellness Wochenende sollte in einer privaten Villa stattfinden. Die Lage des Anwesens wäre schon sehr verlockend – direkt in den österreichischen Bergen! In der Villa sollten Sauna, Pool und Whirlpool vorhanden sein. Dazu die Wanderwege direkt vor der Haustür. Wirklich sehr verlockend. Angekündigt waren auch erotische Parties und zum Tanzen wurde gute Musik versprochen. Raphael hatte extra noch dazu geschrieben, dass es ganz ohne Verpflichtung für sie sei. Er wolle sie dabei haben, weil sie gut in die Gruppe passen würde, da sie sehr unkompliziert und immer positiv sei. Vor allem wollte er wieder mit ihr tanzen.

Maria starrte auf die Mail, sah sich immer wieder die Bilder an und überlegte. Gut, sie war Single. Was sprach also dagegen? Die Leute waren bis auf die Schnepfe Klara alle schwer in Ordnung.

In dem Moment klingelte es an ihrer Wohnungstür. Ach ja, Zenzi hatte sich zu einem Mädelsabend angekündigt. Die konnte sie gleich mal fragen, was sie zu dieser Einladung sagt. Maria holte den kalten Prosecco aus dem Kühlschrank und zwei Gläser aus der Anrichte. Die zwei Frauen gingen ins Wohnzimmer und kuschelten sich auf die breite Couch. Die Flasche Prosecco wurde geköpft, schäumend in die Gläser gegossen und auf einen schönen Abend und die Liebe angestoßen. Zenzi war wieder einmal verliebt und erzählte ausführlich über ihre neue Errungenschaft. Sie sprudelte förmlich über so glücklich war sie. Maria wünschte ihr ganz viel Glück und vor allem endlich einmal etwas Dauerhaftes. Sie selbst war schon länger Single und wahrscheinlich viel zu wählerisch. Als Zenzi dann fragte, ob es bei ihr Neuigkeiten gäbe, erzählte Maria von der Einladung. Zenzi sah überrascht auf und meinte, das sei ja schon fast ein unmoralisches Angebot. Wieso? Na ja… Erotische Parties? Alles ein bisschen lockerer! Ob sich Maria das vorstellen könne? Der Reiz sei ja schon da und Raphael wäre auch nicht zu verachten mit seinem trainierten Körper und den blonden Locken. In Gedanken nannte sie ihn „Captain Locke“ 🙂 So ein bisschen kam Maria nun doch ins Schwärmen. Vor allem könne er tanzen wie ein junger Gott – behauptete sie.

Nach der Flasche Prosecco waren beide Frauen etwas angeschickert und kicherten lautstark. Zenzi forderte Maria auf, endlich die Antwort an Raphael abzuschicken, denn sie kannte die Freundin zu gut und wusste, dass sie sich wieder drücken würde. Angetrunken und deshalb mutig verfasste Maria das Antwortschreiben an Raphael und teilte ihm mit, dass sie gerne das Wellness Wochenende mit ihm verbringen wolle.

Ob es sich nun tatsächlich um ein unmoralisches Angebot handelt und was sich an dem Wochenende abgespielt hat, wird vielleicht bei anderer Gelegenheit verraten.

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