Zurück auf Normal?

Zurück auf Normal! Nicht wirklich. Ich weiß, die liebe Angst der Regierung und vieler Bürger vor Ansteckung.

In der Stadt stehen die Menschen in einer Schlange vor Geschäften und harren aus, bis sie endlich den „geheiligten“ Laden betreten dürfen. Mir persönlich ist das zu doof. Zumal es in den Seitenstraßen Geschäfte gibt, die ohne Wartende vor der Tür Einlass gewähren.

Die Luft unter dem Mundschutz ist reduziert. In der Wärme der Geschäfte wird das ganz schön unangenehm. Shoppinglaune? Die ist sehr schnell auf null. Das hilft mir und vielen anderen sparen.

Regionale Geschäfte zu unterstützen wird so erschwert. Viele Menschen setzen auch weiterhin auf Onlinegeschäfte. Schließlich erspart das Zeit in Warteschlangen zu vergeuden.

Abstandhaltung in U-Bahnen ist schwierig. Das durfte ich bei meiner Exkursion in die Landeshauptstadt bemerken. Viele Menschen bedeutet eine größere Herausforderung. In S-Bahnen gestaltet sich das im Normalfall noch recht gut. Es sei denn, die Bahn darf wegen einer Massenschlägerei an einem der folgenden Bahnhöfe nicht mehr weiterfahren. Das ist mir gestern Abend passiert. Alle Fahrgäste mussten aussteigen. Durch den Ausfall mehrerer Züge, innerhalb der Wartezeit von einer Stunde, erhöhte sich die Zahl der Wartenden. Wie sich jeder vorstellen kann, konnte eine Abstandhaltung nicht mehr eingehalten werden.

Diese Hysterie darf abgelegt werden. Ich frage mich sowieso, wieviel davon gerechtfertigt ist. Kritikern wird sehr schnell ein Maulkorb verpasst. Zu schnell meine ich. Und genau das gibt mir dann zu denken.

Gerne verweise ich hier auf die Rede Magufulis, die gerade um die Welt geht.

©by UMW

Zugfahren in Deutschland

Inzwischen ohne eigenen fahrbaren Untersatz, habe ich mir diesen Luxus wieder einmal gegönnt. Meine Mutter zu besuchen war überfällig, denn die Neuigkeiten wollte ich ihr nicht am Telefon erzhählen. Außerdem war es wirklich allerhöchste Zeit, denn in der Kleinstadt verläuft der Informationsaustausch – oder soll ich sagen Tratsch? – meist so schnell wie ein Strohfeuer.

So machte ich mich morgens früh auf den Weg. Erst einmal Bus, dann S-Bahn und ab Freising mit der Regionalbahn. Beim Einstieg hatte ich schon Probleme, denn überall junge und ältere Menschen. Dazu viele Besucher aus anderen Ländern. Sie saßen und standen im Zugangsbereich und in den Gängen. Eben überall, wo sich ein Eckchen fand.

Dummerweise lassen sich die Zugfenster nicht mehr überall öffnen. Auf die dicke Luft brauche ich wohl nicht hinweisen.

Auch ich setzte mich erst einmal auf den Boden. Meinen Rucksack zwischen den Beinen und las. Ich war froh, eine Jeans und kein Kleid angezogen zu haben.

IMG_20190530_093342413An der nächsten Haltestelle ging ich durch diesen Wagon nach hinten. Doch der Übergang in den nächsten Wagon war unmöglich. Die Menschen standen wie die Heringe. Kein Durchkommen. Mit einem „Willkommen“ und großem Hallo wurde ich begrüßt. Doch ich habe mich direkt wieder zurück gezogen.

Ich blieb also in dem Wagon, in dem ich eingestiegen war und suchte mir erneut einen Platz. Im Zugeingangsbereich stand und saß eine indische Familie mit Kinderwagen und Kleinkind. Da gesellte ich mich dazu. Einer der Söhne turnte an den Haltegriffen herum. Kurzer Smalltalk mit den Eltern auf Englisch. Lächeln wegen der Enge. Ein Feeling wie in der großen weiten Welt.

Ich nahm das Ganze gelassen. Es ging nicht anders. Die Bahn ist halt unflexibel. Ansonsten wären ein oder zwei Wagon mehr an der Lok gehangen. 

©by UMW

Schlaflos in….

Nix mit Seattle. Dafür aber schlaflos in München. Es sind die Gedanken, die mich immer wieder wach halten und treiben.

Ich verkaufe mein Hab und Gut. Zumindest schon einmal im Geiste. Bin sowieso am Ausmisten. Wie bereits in meinen vorangegangenen Beiträgen geschrieben. Dabei kommen mir immer wieder Ideen, die ich in Google auf Möglichkeit überprüfe. Soweit bin ich also schon.

Was mir heute Nacht bewusst wurde… Seit geraumer Zeit, also schon mehr als ein Jahr, trage ich mich mit dem Thema Umzug. Allein das hat mir vor kurzem das Gefühl gegeben, bald weg zu sein. Schon komisch, dass genau dann dieser – nennen wir es einmal Vorschlag – mit der Weltumsegelung kam. Weiß das Unterbewusstsein mehr als ich oder steckt das schon so tief in meinem „raus-aus-dieser-Tretmühle-wollen“?

Die einzige Hemmschwelle sind derzeit meine Kinder. Den Mittleren unterstütze ich noch. Das ist der Kausus Knacksus. Ich muss während der Reise arbeiten. Fünfzehn Wochenstunden reichen da vollkommen aus. Das setzt jedoch Internet voraus. Inzwischen sollte das weltweit verfügbar sein. Ansonsten lässt sich das bestimmt variabel gestalten. Anpassen an die gegebenen Möglichkeiten. Das ist ein Ziel für den Moment. Herauszufinden, welche Firmen Aufträge soweit vergeben, dass beide Parteien glücklich sind

Es lässt mich schlichtweg nicht los 🙂

©by UMW

Zwei Vögel

Fröhlich zwitschernd

zwei Vögel an meinem Ohr

zwitschern vergnügt darüber

was ich einst schwor

Erklingend die Melodie

im Herzen erschallt

singend und schwingend

über den Globus verhallt.

©UMW