Besuch in der Vergangenheit

Oder so ähnlich…

Für zwei Wochen war ich wieder einmal in der Oberpfalz. Meiner Heimat, oder besser Geburtsstadt. Wobei auch das inkorrekt ist. Immerhin war ich etwa dreißig Kilometer davon entfernt.

Für meinen Besuch darf ich meiner Freundin und ihrer Familie danken – für ihre Gastfreundschaft. Ok. Es war eine Win-Win-Situation. Nach einer Schulter-OP war V. eingeschränkt und ich bot ihr meine Unterstützung an. So war ich Chauffeur, Haushaltshilfe, Hundesitter und Genussmensch.

Richtig gelesen: der Genuss gehörte ebenfalls dazu. Wir besuchten meine Mutter in Amberg und trafen Freundinnen zu einem „Weiberabend“ im Biergarten. Anderntags kam eine Freundin zu Besuch nach Neumarkt und wir schlemmten einen Eisbecher in einer italienischen Eisdiele und holten uns so ein wenig italienisches Flair in die Oberpfalz. By the way… Den Lorenzo in der Neumarkter Fußgängerzone solltet ihr besuchen. Wirklich vorzügliches Eis und Service, wie er sein sollte.

Der Abstecher in die Vergangenheit führte in den Landkreis Cham. Hier in ein verschlafenes kleines Örtchen – den Namen verrate ich nicht 😉 Zuletzt war ich hier wohl als junge Erwachsene und das liegt schon eine Weile zurück. Mit meiner Freundin und ihren Eltern habe ich hier doch des Öfteren meine Wochenenden verbracht.

Zum Teil verbrachten wir Zeit bei einer Bauernfamilie mit vielen Kindern – ich meinte immer ein Dutzend. Doch so viel sollen es nicht wirklich gewesen sein. Es schien nur so, da sämtliche Dorfkinder hier zusammengekommen waren. In der Schublade unter dem alten Eisenherd fanden sich immer passende Skistiefel für mich (zumindest hat sich das so in meinen Gedanken festgesetzt). Das interessanteste in meiner Jungmädchenzeit war wohl, dass wir die Glocke läuten durften. Dafür war dieser Bauer zuständig. Gut, die Kinder waren meist damit beauftragt. In meinen Erinnerungen haben wir immer darum gerangelt, wer nun den Glockenstrang ziehen durfte. Dabei sind wir wohl immer mit dem Strick mit gesprungen. Und das war noch in den 80er Jahren – also noch gar nicht soooo lange her.

Der Vater meiner Freundin lebt inzwischen alleine in seiner Festung, einem wunderschönen Haus, in der Nähe eines Waldes und mit Blick über das Dorf und viel Grün. Dort oben baut er sich seit Jahren selbst sein Gemüse an. Der riesige Garten bietet Obstbäume und Beerensträucher. Der alte Mann ist glücklicherweise rüstig und kümmert sich liebevoll um seine Pflanzen. Es ist ein Paradies dort. Mit viel Arbeit. Deshalb fährt meine Freundin einmal die Woche zu ihm und unterstützt ihn bei der Hausarbeit und im Garten. Dieses Mal waren es die reifen Johannisbeeren. Bei jedem Besuch nahmen wir etwas mehr als 2,5 kg schwarze Johannisbeeren mit nach Hause. Diese verarbeiteten wir frisch zu Marmelade und Kompott, damit wir die sonnigen Früchte auch im Winter noch genießen können.

Der Garten beschenkte uns mit reifen Tomaten, Karotten, Knoblauch und Zucchini, die wir uns die Woche über schmecken ließen. Durch den Genuss dieser unbehandelter Früchte fühlte ich mich sehr dankbar.

Die Zeit verging wie im Flug. Nun sitze ich wieder in München. Stadt und Lärm haben mich wieder und der Wunsch nach Arbeit und Wohnung im ländlichen Raum sind sehr präsent.  

©by UMW

Das Ego…

Unsere größte Belastung entsteht durch unser Ego. Wir wollen „haben“, uns durchsetzen und verletzen mit unserem Tun andere. Meist merken wir es nicht einmal bewusst. Es ist hilfreich Situationen anzunehmen ohne andere dafür verantwortlich zu machen. Das ist Eigenverantwortung. Jeder ist für sich selbst verantwortlich – für sein Tun. Aus jeder Aktion entsteht eine Reaktion. Vielleicht manchmal erst eine ganze Weile später.

Dabei habe ich jetzt die Erziehung unserer Kinder im Blick. Was wir ihnen vorleben und zeigen, werden sie auf Dauer in ihr Leben integrieren. Nehme ich mir immer nur, was ich haben will, werden sie es irgendwann genau so machen. Lebe ich mit meinen Kindern Wertschätzung, Ehrlichkeit und Offenheit und zeige ihnen Liebe, werden auch sie mir so gegenüber treten. Natürlich spielt hier noch das Umfeld mit hinein. Wichtig ist der Rote Faden, der sich durch das Leben zieht. An dem sich unser Nachwuchs auch festhält. Sie sind zu jeder Zeit unser Spiegel und zeigen uns, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben.

Es gibt immer eine Macht von Außen, die etwas zu verhindern oder auszubremsen versucht. Wir können nicht immer unseren Willen durchsetzen. Wenn wieder einmal nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen, sollten wir anfangen mit dem Herzen zu schauen. Manchmal stellen wir dann fest, dass der Sachverhalt doch ein ganz anderer ist.

Gerne auch hier einmal reinlesen:  https://lebenslustrockt.wordpress.com/2017/12/10/neue-perspektiven/

©UMW

Advent, Advent…

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Die erste Kerze brennt

und läutet die stille Zeit ein.

Besinnlich euren Herzen lauscht,

fühlt was dort noch winzig klein

und wachsen will.

Liebe möchte Achtsamkeit

wertschätzend erfahren,

drum lausche hin und werde still.

©UMW

Gedankenanstoß

Wie häufig leben wir so dahin und machen uns um wichtige Dinge nur wenig bis gar keine Gedanken, weil wir es einfach so laufen lassen. Gerade dann, wenn es um andere Menschen geht, kann es unangenehm werden. Bei Personen, die einem wichtig sind, ist es in meinen Augen unverzeihlich. Leider kommt es dennoch vor. Wenn wir Glück haben, bekommen wir einen Hinweis. Vielleicht ist der Hinweis schmerzhaft, aber er rüttelt auf. Aufrütteln sollte helfen, sich wieder daran zu erinnern, um was es geht. Die Wertschätzung wieder „mehr“ zu zeigen. Sich selbst bewusst machen, was wir gerade am anderen mögen. Verloren ist so etwas ja in den seltensten Fällen nie!

Häufig stecken wir selbst gerade in einer stressigen Situation oder Veränderungen. Das will ich keineswegs als Entschuldigung gelten lassen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit etwas anzusprechen. Wir sollten es tun, auch wenn es uns schwer fällt. Ich weiß auch, dass es mitunter nichts zu sagen gibt, weil wir irgendwie feststecken – wo auch immer. Hier gibt es andere Möglichkeiten, wie Gesten und Handlungen. Lasst es uns nicht so weit kommen.

Es wäre schade, wenn wir etwas aus so einer Dummheit verlören. Unwesentlich ist, ob es sich dabei um den Partner, die Kinder oder Freunde handelt. Seid freundlich zueinander.

©UMW

 

Selbstwert

Den Wert sich selbst zu schätzen

ist die Grundlage zu sich zu steh’n.

Qualifikationen mit Erfahrungen zu paaren,

angesammelt in vielen Jahren

ist als großen Wert zu sehn.

Wertschätze dich selbst,

unabhängig von andren,

die selbst nur Mumpitz schwätzen.

©UMW

 

WELTFRAUENTAG

Der Tag um uns Frauen zu ehren, zu zeigen wie wichtig wir sind.

Da fällt mir als erstes dieser Spruch ein:

Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau!

Wie viele Männer wären nie an der Spitze angekommen, hätten sie nicht eine starke Frau im Rücken gehabt? Wie oft sieht Frau es als Kleinigkeit oder Selbstverständlichkeit an, was sie tut und bewegt damit Großes?

Die Geschichte weist viele Frauen auf, die für ihre Stärke berühmt geworden sind:

  • Die älteste mir bekannte Frau ist Jeanne d’Arc, die 1429 als 17jährige den 100jährigen Krieg beendete.
  • Maria Stuart, 1. Königin von Schottland, war eine Widersacherin von Elisabeth I und musste deshalb 1587 sterben.
  • 1755 promovierte die erste deutsche Doktorin in Halle mit großem Erfolg. Dorothea Erxleben war Tochter eines Arztes und Mutter von vier leiblichen Kindern und vier Stiefkindern! Für die Zulassung bei der Uni setzte sich ihr Vater bei Friedrich dem Großen ein, denn Frauen durften im deutschen Reich erst ab 1899 Medizin studieren.
  • Ohne Berta Benz, die als erste Frau 1888 hinter dem Steuer saß, gäbe es heute diesen großen Automobilhersteller nicht mehr. Sie fuhr damals von Mannheim nach Pforzheim (106 km) und bewies damit die gute Qualität der Benz-Automobile, was dann auch ausführlich in den Zeitungen geschrieben wurde.
  • Erwähnenswert ist auch Marie Curie, sie erhielt 1903 den 1. Nobelpreis für Physik und 1911 für Chemie. In der Zeit hatten Frauen es besonders schwer sich in Wissenschaft, Physik und Chemie zu behaupten.

Es gibt noch viele andere Frauen auch, die für die Welt Großes geleistet haben und es gibt viele Frauen – wie dich und mich – die Großes im Kleinen leisten. Sei stolz auf das, was du geschafft hast! Sei dir bewusst, vieles kommt dir nur minimal vor und erfährt sicherlich nicht die Wertschätzung die es verdient hat, aber es gibt immer jemanden für den es etwas Besonderes ist. Manchmal eben nur im Verborgenen.

©UMW

Der Sinn des Lebens…

P R O V O K A N T !?

Worin besteht der Sinn des Lebens? Diese Frage beschäftigt mich nun doch schon seit längerem. Und irgendwie komme ich zu keinem vernünftigen Ergebnis. Oder doch? Ich kann ja doch nur für mich sprechen. Jeder Mensch hat so seine eigenen Vorstellungen, Wünsche und Ziele. Und ich? Was sind meine Wünsche, meine Ziele?

Ganz profan wäre das Zufriedenheit. Zufriedenheit erreiche ich mit innerer Gelassenheit und Dinge geschehen zu lassen, wie sie eben geschehen. Und das funktioniert sogar!

Um aber Zufriedenheit zu erreichen, gilt es verschiedene Schritte zu gehen. Viele Schritte, schwierige Schritte.

Welche Wünsche sind es denn nun? Und vor allem in welcher Reihenfolge?

Schöne Wohnung? Tolles Auto? Liebevoller Partner? Reisen? Sport? Guter Job? Viel Geld?

Welches Ziel ist es, das mich antreibt? Habe ich ein Ziel?!

Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mit Freude und Leidenschaft etwas zu tun und dabei so viel an Wertschätzung zu erhalten, dass ich mir ein schönes Leben ermöglichen kann. Das ist die Basis, und diese brauche ich um mit meine Eigenständigkeit zu bewahren. Alles andere, was dazu kommen kann, sind schöne Beigaben, die das Leben lebenswerter machen.

Der Sinn des Lebens ist es also selbst glücklich zu sein. Und für mein Glück trage ich selbst die Verantwortung.

©UMW