Gerade noch geschafft…

Bei der Hitze mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren, macht nur am Morgen Spaß. Da ist es noch halbwegs erträglich von den Temperaturen. Allerdings leuchtet mir die Sonne den ganzen Weg ins Gesicht. Mein Weg führt mich ein Stück neben der Isar, deren glitzern mich – je nach Stand der Sonne – ebenfalls blendet. Was bin ich doch wieder empfindlich. O.k. meine Augen sind empfindlich. Am Morgen. Der restliche Körper tut eh nur, was er gewohnt ist. Treten, zum Vorwärtskommen.

Nur noch fünf Minuten bis zum Ziel. Der Hinterreifen beginnt zu eiern. Ich bin auf der Zielgeraden. Das Rad fährt sich inzwischen echt komisch. Am Ziel. Absteigen, absperren. Genauer Blick und die Feststellung: Der Reifen ist platt. Da weiß ich, was ich am Wochenende zu tun habe 😀

©by UMW

Schifoan…

Seit 1976 hat sich Wolfgang Ambros damit in die Herzen der Schiliebhaber gesungen – und auch in meines. Zu meinem Bedauern schaffe ich es nur selten meine Ski jeden Freitag aufs Auto zu „montieren“ – und.. bei mir liegen die Schi auf dem Beifahrersitz. Hinzukommen noch andere Interessen und dann streikt auch manchmal das Wetter. Somit ist das nix mit jedem Freitag…

Doch vergangenen Freitag hab ich es geschafft und war übers Wochenende beim Schifahren im Zillertal. Hier sind die Abfahrten „flacher“, wie mir heute ein Einheimischer sagte. Die Gäste wollen so etwas und keine besonders großen Herausforderungen. Für mich sind die Abfahrten genau richtig, Blau sowieso und die Roten sind auch gut machbar.

Über Spontacts habe ich mich mit zwei Mädels zusammen getan. Ich organisierte eine Unterkunft, die ich über das Fremdenverkehrsamt vermittelt bekam. Es waren einfache Zimmer, sauber und ein reichliches Frühstück zu einem sehr guten Preis. Für die Schi gab es einen Raum mit einem beheizbaren Schuhtrockner für die Schistiefel und einen „Backofen“ zum Trocknen von Jacke, Handschuhe etc. Die alten Leutchen, beide sicher schon weit über siebzig, setzten sich mit an den Frühstückstisch und erzählten so einige Anekdoten. Er hatte damals beim Aufbau des Skigebietes in Hochzillertal mitgeholfen. Heute bekommen seine Gäste noch immer einen Nachlass auf die Skikarte.

Samstag und Sonntag hatten wir ein Traumwetter in diesem Paradies. Wir waren früh auf der Piste und das war wichtig. Durch die warmen Temperaturen wurde der Schnee nach dem Mittag zunehmend weicher und erschwerte das Schifahren bzw. strengte ungemein an. Beim Kurvenfahren wurden so manche Schneehaufen aufgehäuft. Das schuf eine Buckelpiste, die so manch einen zu Fall brachte. So manchesmal hörten und sahen wir die Bergrettung mit Hubschraubern, die jemanden von der Piste holen mussten. Dieser Schnee ist nicht ungefährlich.

Wir waren froh, als wir am Sonntag Nachmittag gesund und munter wieder in unsere Autos steigen durften. Die Eine hatte noch einen weiten Weg vor sich – nach Berlin und meine Beifahrerin und ich zwei Stunden über den Achensee zurück nach München. Bei dem wunderbaren Wetter konnten wir mit dem Cabrio offen durch eine zauberhafte Landschaft fahren.

Ein paar Eindrücke möchte ich euch vermitteln:

Ein paradiesiches Wochenende hat seinen Ausklang gefunden und ab morgen hat uns der Alltag wieder. In diesem Sinne wünsche ich euch morgen einen guten Start in eine angenehme Woche!

©by UMW

STREIK

bei der Lufthansa. Immer noch und immer wieder. Jedem sei es vergönnt Geld zu verdienen, aber dieser Streik geht nun seit ZWEI Jahren! Die Borniertheit beider Parteien ist inzwischen als krank zu bezeichnen. Was bedeutet das wirtschaftlich? So etwas kann doch auf Dauer nur zur Pleite führen. Mich wundert es sehr, dass Lufthansa noch immer Kapital zu haben scheint.

Als Business-Vielflieger, die es zuhauf gibt, würde ich mir ernsthaft überlegen zu einer anderen großen Fluggesellschaft zu wechseln. Vor allem, weil es bereits zum x-ten Mal dieses Jahr ist. Für Streiks in diesem Umfang habe ich keinerlei Verständnis. Mir ist sehr wohl bewusst, dass es zum finanziellen Aspekt auch um die Verbesserung einiger Bedingungen gibt. Mich wundert immer wieder, dass es Menschen hier nicht schaffen auf einer vernünftigen Basis miteinander zu sprechen und zu verhandeln. In diesem Fall würde ich bei beiden Parteien die Gesprächspartner komplett austauschen. Es ist inzwischen viel zu verfahren und kann so zu keinem Ergebnis führen.

LH 2481 wurde für (heute) Freitagnacht gestrichen. Nach mehreren Tagen, einer Woche und mehr Auslandsaufenthalt freut sich jeder Geschäftsreisende zum Wochenende nach Hause zu kommen und deren Angehörige freuen sich, wenn ihre Partner zurück kommen. Und dann wird gestreikt. Einfach nur, weil die Einen immer mehr haben wollen und die anderen uneinsichtig sind.

Kommt endlich zu einem Ergebnis!

©UMW