…und wieder

Es gibt so Tage, da sollten wir unsere Pläne umdisponieren und zu Hause bleiben. Vielleicht hilft es Geschehnisse im Umfeld als Fingerzeig zu nehmen.

Während ich heute Morgen telefonierte, fiel mir auf wie trüb es draußen ist. Es schien, als wenn sich starker Nebel breit machte. Ich ging zum Fenster. Schock! Beim gegenüber liegenden Haus, einer Sozialstation mit Mietwohnung für gehandicapte und ältere Menschen, quoll Rauch aus einer der oberen Wohnungen. Die Feuerwehr war bereits vor Ort und löschte von beiden Seiten. Es war ein generöses Aufgebot an Lösch- und Rettungsfahrzeugen. Die Helfer haben hier bestimmt an die sieben Stunden gearbeitet. Wie groß der Schaden ist und wie viele Menschen hier betroffen sind, weiß ich nicht. Es wird irgendwann in den Nachrichten zu hören oder zu lesen sein. So kurz vor Weihnachten braucht so ein Unglück sicher kein Mensch!

Für heute hatte ich mir Entspannung mit Sauna verordnet. Den Tag wollte ich gerne in meiner Lieblingssauna mit Seezugang verbringen, die eine Autostunde von mir entfernt ist. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, kurz die Kühlflüssigkeit beim Auto zu checken. Heute war der Behälter bis auf einen minimalen Rest leer. Glücklicherweise hatte ich mir zehn Liter gekauft und kippte Flüssigkeit bis zur „max.“-Markierung. Allerdings sollte der Behälter geprüft werden, da ich einen Haarriss befürchte. Obwohl… ich habe keine Flüssigkeitslache auf dem Boden. Künftig sollte ich immer die Kühlflüssigkeit mitführen, bis der schnelle Verlust geklärt ist.

Die Fahrt in Richtung Berge war recht zügig. Anscheinend hatten alle bereits ihr Ziel erreicht bzw. hatten dasselbe Vorhaben wie ich. Am Ziel angekommen, war der Parkplatz bis auf den letzten Platz belegt. Ein Auto stand vor der Schranke und wartete bereits eine Weile. Erst einmal fuhr ich weiter und schaute, ob es für mich noch eine andere Möglichkeit zu parken gäbe. Im näheren Umkreis gab es keine Parkmöglichkeit, so dass ich mich ebenfalls hinter das Fahrzeug vor der Schranke stellte. Nachdem sich nichts änderte und ich auch keine Lust auf eine übervolle Sauna hatte, entschied ich mich wieder nach Hause zu fahren.

Irgendwie waren heute die Autofahrer alle gestresst und hatten es furchtbar eilig. Mehrmals hatte ich heute „Fast-Unfälle“ bei denen die Fahrer sich die Vorfahrt erzwungen haben. Entweder, weil sie von einer Auffahrt gekommen sind, bei einer Fahrbahnverengung nicht das Reißschlussverfahren genutzt haben oder weil sie einfach Hindernisse auf ihrer Fahrbahn überholt haben und den Gegenverkehr unbeachtet ließen.

Positiv für den heutigen Tag war dann, dass ich zumindest Papierkram erledigen konnte und sich der Ombudsmann in meiner Versicherungssache gemeldet hatte. Es läuft…

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Nachteule

Marias Schlaf endete mitten in der Nacht – wieder einmal. Der neue Tag war gerade zwei Stunden alt. Sie lauschte in die Stille. Der Regen prasselte auf das Dachfenster. Mehr war heute Nacht nicht zu hören. Nicht einmal der Kater kam aus dem Versteck, während sie durch die Wohnung schlich. Ihre Gedanken wanderten in die Ferne, zu ihm. Zärtliche Gedanken… und dem Wunsch nach Nähe und Verschmelzung.

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